Welchen Drucker soll ich mir kaufen? Teil 1: Brother

Der Druckermarkt ist in den letzten Jahren übersichtlicher geworden. Epson macht nur noch Tinte. Samsung und Lexmark nur noch Laserdrucker. Kodak hat sich komplett vom Endkunden-Druckermarkt verabschiedet. Trotzdem fällt die Wahl schwer und viele Kunden ärgern sich über ihre Kaufentscheidung. In diesem Beitrag will ich eine Antwort auf die Frage geben: Welchen „Drucker soll ich kaufen?“ Oder: „Welcher Drucker passt perfekt zu meinen Ansprüchen?“

Grundregel Nummer 1: Wer viel druckt, sollte nicht bei der Anschaffung sparen – Wer wenig druckt, sollte ein Gerät kaufen, das in der Anschaffung möglichst preiswert ist.

Bevor also einzelne Drucker verglichen werden können, sollte man sich im klaren sein, wofür man den Drucker künftig verwenden will. Stellen Sie sich also vorher die Fragen:

  • Wollen Sie damit Fotos drucken? Und wenn ja, wie hoch sind Ihre Ansprüche auf Qualität und Folgekosten?
  • Reicht Ihnen Schwarzweiß? Oder muss es ein Farbdrucker sein?
  • Muss das Gerät auch scannen, kopieren oder faxen können?
  • Wie wichtig ist Ihnen eine Netzwerkanbindung. Benötigen Sie die Anbindung an ein kabelloses Netzwerk?
  • Und zu guter letzt: Wieviele Seiten werde ich pro Monat drucken? Sind es ca. 10, ca. 100 oder sogar mehr als 1000 Seiten pro Monat?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, dann lohnt sich ein Blick zu den aktuell wichtigsten Druckerherstellern: Brother, Canon, Epson, HP, Kyocera, Lexmark, Ricoh und Samsung. Das sind zumindest die Anbieter, die für fast jeden Bedarf noch ein passendes Gerät anbieten können. Hersteller wie oder Konica-Minolta oder Xerox richten sich zur Zeit eher an größere Firmen, die leistungsfähige Kopierer oder Netzwerkdrucker benötigen.

Bei Brother galt bis 2014: Tinte für Privat, Toner fürs Büro

Brother ist sowohl im Tintenbereich also auch im Laserbereich mit vielen aktuellen Geräten vertreten. Brother richtete sich bisher mit seinen Geräten immer an das Homeoffice oder an kleinere und mittlere Unternehmen. Zumindest hat Brother mit seinem Gerätespektrum keinen wirklich guten Fotodrucker. Bringt Brother einen Tintenstrahldrucker auf den Markt, dann muss es zwingend ein Multifunktionsgerät sein. Tintenstrahldrucker sind immer für das Homeoffice und Laserdrucker für Firmen geeignet.

Tintenflaggschiff, ideal für Architekten und Baufirmen geeignet

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

So war das zumindest bisher. Seit diesem Jahr gibt es bei Brother das erste Mal auch sogenannte Business-Tintenstrahldrucker. Also Tintendrucker, die auch schon mal 750 Euro kosten aber dafür auch sehr flott drucken und preiswert im Verbrauch sind.

Das Tintenflaggschiff ist dabei der Brother MFC-J6925DW. Er druckt 20 Farbseiten pro Minute und ist für 1500 Seiten pro Monat geeignet. Die Druckkosten sind dank riesiger Tintenpatronen mit Laserdruckern gleicher Preisklasse vergleichbar. Besonderheit bei diesem Gerät: Das 4-in-1-Gerät druckt bis DIN-A3. Sehr flexibel ist das Multifunktionscenter sowohl beim Betriebssystem (Windows, Linux und MacOS werden unterstützt), als auch bei den Anschlussmöglichkeiten (USB, Netzwerk, WLAN und diverse mobile Anbindungen über eine Brother App).

Die LC12EBK - eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Die LC12EBK – eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Für Baufirmen dürfte das Gerät perfekt sein. Damit kann man nicht nur Angebote und Rechnungen ausdrucken, sondern auch Baupläne in DIN-A3. Auch ein Foto ist damit schnell gedruckt. Als Familiendrucker eignet sich das Gerät nur unter der Voraussetzung, dass genügend Platz vorhanden ist – die Stellfläche ist nämlich enorm und auch der Anschaffungspreis von ca. 750 Euro ist für viele Familien einfach zu hoch. Da das Gerät allerdings auch nur für ein Druckvolumen von ca. 1.500 Seiten pro Monat ausgelegt ist, ist das doch recht teure Gerät nicht für größere Arbeitsgruppen geeignet – hier sollte es dann doch besser ein Laserdrucker werden. Aber Vorsicht: noch gibt es keine kompatiblen Alternativ-Patronen. Die Originalpatronen drucken zwar 2.400 Seiten, kosten aber auch entsprechend viel.

Das Familiengerät: Der MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Für Familien eignet sich da schon eher der Brother MFC-J470DW. Auch dieses Gerät kann drucken, scannen, kopieren und faxen. Es kostet nur 150 Euro und die Verbrauchskosten sind dank bereits verfügbarer kompatibler Patronen immer noch erschwinglich. Verglichen mit dem Tintenflaggschiff ist dafür die Geschwindigkeit nur halb so schnell und auch bei der Papierauswahl ist bei DIN-A4 schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Trotzdem: Für 150 Euro bekommt man ein ordentliches Gerät und die Stellfläche von 41 x 37 cm passt auch auf fast jeden Schreibtisch gut. Idealerweise druckt man mit einem solchen Einsteiger-Gerät zwischen 5 und 100 Seiten pro Monat. Doppelseitigen Druck und WLAN ist übrigens auch dabei.

Brother kann auch Laserdrucker

Für das Büro muss man zwei Druckertypen unterscheiden: Den Arbeitsplatzdrucker und den Arbeitsgruppendrucker. Beim Arbeitsplatzdrucker ist Kompaktheit wichtig. Auch hier schadet es nicht, wenn das Gerät scannen und kopieren kann, während es hier auf eine Faxfunktion nicht ankommt. Für manche Büro-Einzelplatz-Drucker ist auch ein Drucker okay, der nur drucken kann. Bei Brother bieten sich hier Laserdrucker an. Sie sind robust, halten 50.000 bis 100.000 Seiten lang, während ein Tintenstrahlgerät oft schon nach 20.000 Seiten das Zeitliche segnet.

Brothers Farblaserdrucker und Farblaser-Multifunktionsgerät sagen mir insgesamt weniger zu. Die Anschlaffungskosten sind zu hoch. Der billigste Farblaserdrucker ohne Kopier- und Scanfunktion soll mehr als 200 Euro kosten.

Günstiger Einstieg in den Monochromdruck: Ideal für Studenten

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Seine Stärken spielt Brother im Schwarzweiß-Laserbereich aus. Hier gibt es einen Drucker mit einem sehr günstiegen Anschaffungspreis: Den Brother HL-1110 und HL-1112. Beide Geräte sind identisch, nur das Plastikgehäuse unterscheidet sich ein wenig von seiner Farbe. Für 89 Euro bekommt man einen kompakten und relativ flotten Monochromdrucker. Ein perfekter Drucker für Büroplätze, die nur Schwarzweiß benötigen und wenig Stellplatz auf dem Schreibtisch haben. Es ist 34 cm breit und nur 24 cm tief – passt also sogar in ein Bücherregal. Leider kann das Gerät nur über USB angebunden werden – vergessen Sie also das Bücherregal – der Drucker muss in die Nähe des PCs, damit man über kein Kabel stolpert. Das Gerät hat eine gute Druckqualität und druckt 20 Seiten pro Minute. Mit dem TONERDUMPING-BUSINESSTONER druckt man zudem auch nur für 2,5 Cent pro Minute. Das ist bei einem so niedrigen Anschaffungspreis wirklich günstig. Doch Vorsicht: Nach 10.000 Seiten muss die Trommelkassette DR-1050 getauscht werden und diese kostet dann noch einmal um die 35 Euro. Idealerweise druckt man mit diesem Gerät sowieso höchstens 300 Seiten pro Monat.

Schnell und günstig im Verbrauch: der ideale Arbeitsgruppendrucker

Brother MFC8510DN - ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Brother MFC8510DN – ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Ein sehr schönes Gerät als Arbeitsgruppen-Drucker ist der Brother MFC-8510DN. Für kleinere bis mittlere Arbeitsgruppen, die auch noch ein Fax benötigen aber auf Farbdruck verzichten können, für die ist dieser flotte Drucker ideal. Ca. 500 Euro muss man investieren und bekommt ein netzwerkfähiges und schnelles Gerät (38 Seiten pro Minute) mit Duplexeinheit (doppelseitigem Druck). Und bei den Druckkosten kann man sich auf supergünstige Toner von TONERDUMPING freuen. Der Brother TN-3380 kostet im Original mehr ca 115 Euro. Das entspricht einem Seitenpreis von 1,44 Cent. Da kann man schon mal nicht meckern. Mit dem kompatiblen Toner kommt man bei TONERDUMPING auf einen Seitenpreis von unglaublichen 0,37 Cent. Hier kann man also drucken, bis der Arzt kommt. Zumindest mit der Einschränkung, dass das Gerät für ca. 3.500 Seiten konzipiert wurde. Für ganz viele Büros könnte das der ideale Brother-Arbeitsgruppen-Drucker sein.

Hier geht es weiter mit Teil 2 bis Teil 6:

Teil 2: Die besten Canon-Drucker

Teil 3: Die besten Epson-Drucker

Teil 4: Die besten HP-Drucker

Teil 5: Die besten Ricoh-Drucker

Teil 6: Die besten Samsung-Drucker

6 Gedanken zu „Welchen Drucker soll ich mir kaufen? Teil 1: Brother#8220;

  1. Pingback: Der perfekte Drucker. Teil 2: Canon - TONERDUMPING.de/blog

  2. Pingback: Druckerkauf-Beratung Teil 3: Diese EPSON-Drucker sind empfehlenswert - TONERDUMPING.de/blog

  3. Pingback: Die besten Drucker Teil 5: Ricoh - TONERDUMPING.de/blog

  4. Pingback: Die besten Drucker Teil 4: Hewlett Packard - TONERDUMPING.de/blog

  5. Pingback: Die besten Drucker Teil 6: Samsung - TONERDUMPING.de/blog

  6. Hallo, toller Beitrag! Ich habe mir letzte Woche den Brother MFC-J6925DW für mein Heimbüro zugelegt, da wir sehr viel Drucken müssen. Hat mich bisher nicht enttäuscht 🙂 Viele Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.