Vergleichstest: Billige Einstiegs-Laserdrucker mit WLAN

Wir haben uns vier verschiedene Einstiegs-Monochrom-Laserdrucker angesehen und verglichen:

Druckgeschwindigkeit – Brother liegt vorn

Hier hat der Brother HL-L2340dw die Nase vorn. Mit 26 Seiten pro Minute leistet er bereits einen Wert, den man nicht von einem Einstiegsgerät, sondern von einem Mittelklasse-Drucker erwarten kann. Der Ricoh SP150 und der Pantum P2500W kommen auf 22 Seiten pro Minute. Beim Samsung SL-M2026W sind es immerhin noch 20 Seiten und das Schlusslicht bei der Druckgeschwindigkeit ist der HP LaserJet Pro M12W mit nur 18 Seiten pro Minute.

Druckauflösung – Samsung und Pantum auf Platz 1

Das wichtigste Kriterium bei der Druckqualität ist die Druckauflösung. Umso höher diese ist, also umso mehr Bildpunkte pro Zoll gedruckt werden können, desto feiner und desto schärfer sehen Grafiken und Schwarzweißfotos aus. Eine Auflösung von 600 x 600 dpi ist eigentlich nur für Textdruck zu gebrauchen. Graustufen sind bei Grafiken noch ganz okay, aber für Schwarzweißfotos ist so eine Auflösung nicht mehr zu gebrauchen. Diese niedrige Auflösung und damit die Rote Laterne teilen sich der Ricoh SP150 und der HP LaserJet Pro M12W. Den Spitzenwert von 1.200 x 1.200 dpi erreicht der Pantum P2500W und der Samsung SL-M2026W. Einen ähnlichen Wert erzielt man mit dem Brother HL-L2340dw, wobei hier die Punkte ungleich verteilt sind: 2.400 x 600 dpi.

Druckerspeicher – Pantum hat den meisten Speicherplatz

Beim Ricoh SP150 gab es nach einer ersten Internet-Recherche keine Angabe über die Größe des Druckerspeichers, deshalb findet er keine Berücksichtigung bei diesem Kriterium. An sonsten führt der Pantum P2500W mit 128 MB das Speicher-Ranking an, gefolgt von Samsung SL-M2026W mit 64 MB. Bei 1.200 x 1.200 dpi oder 2.400 x 600 dpi sind 32 MB die Untergrenze. Diese erreicht der Brother HL-L2340dw. Die 8 MB, die es beim HP LaserJet Pro M12W gibt, ist ebenfalls eine Untergrenze für die Auflösung von 600 x 600 dpi.

Papiermanagement – Brothers Papierfach ist am größten

Richtig armselig ist das Papiermanagement beim Ricoh SP150. Zum einen passen hier nur 50 Blätter in das Papierfach, zum anderen gibt es gar kein Papierausgabefach. Ausgedruckte Blätter fallen einfach heraus – im schlimmsten Fall auf den Boden. Am großzügigsten ist hier der Brother HL-L2340dw. Neben einem großen Papierfach von 250 Blatt gibt es auch noch eine automatische Duplexfunktion – also beidseitiges Drucken. Im Mittelfeld befinden sich Pantum und Samsung mit je 150 Blättern. Bei der Papierausgabe sind Brother, HP, Pantum und Samsung mit 100 Blättern gleich auf.

Maximale monatliche Druckmenge – Pantum vorn, Ricoh hinten

Bei Ricoh fehlt auch hier beim deutschen Onlineauftritt jede Angabe über die einmalige, maximale Druckmenge pro Monat. Wir vermuten – vermutlich nicht ohne Grund. Transparenter ist es bei HP. Hier werden 5000 Seiten angegeben – und damit ist das auch schon der niedrigste Wert. Samsung und Brother versprechen 10.000 Seiten und bei Pantum sind es sogar 15.000 Seiten. Pantum begründet das mit einer intelligenten Sensor-Technologie, die bei hoher Temperatur eine Pause verordnet und somit auch Papierstaus verhindert.

Druckkosten – Pantum bei Original vorne, Brother bei Alternativtonern

Betrachtet man nur die Druckkosten mit der Verwendung von Original-Tonern, liegt hier der Pantum P2500W klar vorne. Man kommt auf 3,12 Cent. Der Originaltoner druckt 1.500 Seiten und kostet knapp 50 €. Knapp dahinter 3,18 Cent liegt Ricoh, wenn man den XL-Toner mit 2.200 Seiten nimmt. Allerdings ist dieser im Moment gar nicht lieferbar. Im Moment gibt es nur den 700 Seiten Toner und mit diesem kommt man auf 5,71 Cent. Beim Brother muss man neben der Tonerkartusche auch die separate Trommel dazurechnen, die nach 12.000 Seiten erneuert werden muss. Dafür gibt es bei Brother den Originaltoner mit der höchsten Reichweite. Der TN-2320 druckt 2.600 Seiten. Trommel und Toner zusammen kommen auf einen Seitenpreis von 3,3 Cent. Der Samsung D111S-Toner hat einen Seitenpreis von 5 Cent. Bei HP kommt man mit dem 79A-Toner auf 6,3 Cent pro Seite.

Unter Berücksichtigung von Alternativtonern kommt man mit dem Brother HL-L2340DW auf supergünstige 0,77 € – Toner und Trommel bereits berücksichtigt. Der kompatible Samsung D111S-Toner als Alternativmodell kommt auf 1,67 €. Und beim HP LaserJet Pro M12A kommt man auf 2,7 Cent pro Seite. Für den Pantum und den Ricoh gibt es noch keine Alternativtoner, also bleibt es auf den relativ hohen Kosten für die Originaltoner.

Zwei Testsieger

Als Testsieger können wir den Brother HL-L2340DW und den Pantum P2500W küren. Der Brother hat die Nase vorn bei Geschwindigkeit und bei den Druckkosten mit Alternativtonern. Der Pantum P2500W ist dafür bei Auflösung und Speicher, bei der Verarbeitung vorne und kostet etwas weniger.

Einer der beiden Testsieger: Der Pantum P2500W

Einer der beiden Testsieger: Der Pantum P2500W

 

Schulnoten (1 = sehr gut, 6 = nicht genügend) Brother HL-L2340dw HP Laserjet M12W Pantum P2500W Ricoh SP150 Samsung M2026W
Geschwindigkeit 1 3 2 2 2
Auflösung/ Speicher 3 4 1 k.A. 2
Papiermanagement 2 3 3 6 3
Verarbeitung (max Druckvolumen) 2 3 1 k.A. 2
Druckkosten Original 3 6 3 3 5
Druckkosten Alternativ 1 2 k.A. k.A. 2
Gesamtwertung 2 (gut) 3,5 (mangelhaft) 2 (gut) 3 (befriedigend) 3,2 (befriedigend)

Welcher Drucker ist der Richtige?

Es ist jetzt schon über ein Jahr her nachdem wir ausführlich aktuelle Drucker verschiedener Hersteller vorgestellt haben. Jetzt gibt es hier einmal ein Update und wieder einmal fragen wir uns…

Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker?

Hier gehen die Meinungen weiterhin auseinander. Epson bleibt auf seinem „Good bye, Laser“-Kurs, HP und Brother fahren weiterhin zweigleisig, bieten also Drucker mit beiden Technologien an. Samsung, Kyocera, Konica-Minolta, Lexmark und Xerox schwören weiterhin auf die gute, alte Lasertechnik. Geändert hat sich allerdings, dass die Druckersparte von Samsung und das Unternehmen Lexmark verkauft wurden. Die Samsung-Drucker ging an HP, die ganze Firma Lexmark wurde von einem chinesischen Investmentfond übernommen, der auch bei Lenovo und Apex Beteiligungen hält. Zu Apex gehört der chinesische Druckerhersteller Pantum und die Druckerpatronen-Marke G&G. Ricoh war in den letzten drei Jahren mit seiner Geljet-Technologie deutlich erfolgreicher als mit seinen Laserdruckern. In vielen Behörden wurden Laserdrucker durch Geljet-Drucker ersetzt. Hier waren der niedrigere Energieverbrauch, die günstigen Folgekosten und der fehlende Feinstaub-Ausstoß die Hauptargumente für einen Umstieg. Punktsieg also für die Tintentechnik. Doch wie sieht es bei kleinen und mittleren Unternehmen aus?

Welche Technologie ist für welche Anwendung empfehlenswert?

Ich persönlich habe neben meinem Schreibtisch einen HP Color LaserJet Pro MFP M476nw. Ich drucke relativ wenig. Das meiste läuft bei mir elektronisch ab. Hier unterstützt mich das Multifunktionsgerät mit einer einfachen Scan-to-USB-Funktion. Die Ausdrucke sehen immer einwandfrei aus. Obwohl ich seit einem Jahr den Hinweis erhalte, dass das Verbrauchsmaterial so gut wie leer sei, drucke ich immer noch ohne Probleme mit den Original-Starterpatronen. Manchmal steht das Gerät für drei Wochen still und wenn ich den Drucker dann benötige, druckt er ohne Probleme in perfekter Qualität. Nun bin ich aber auch kein Foto-Freak. Sicher, Fotos sehen mit 1.200 dpi passabel aus. Eine feine Rasterung ist allerdings mit dem freien Auge, bei genauerem Hinsehen, erkennbar. Hobbyfotografen benötigen also zwingend einen Tintenstrahldrucker.

Bei mir zu Hause befindet sich ein Ricoh Aficio SG2100. Ein Geljet-Drucker der ebenfalls gut zu meinen Ansprüchen passt. Jeden Abend meldet er sich kurz zu Wort, macht ein paar Geräusche und schläft dann wieder ein. Das ist die tägliche Düsenreinigung, die den Drucker am Leben hält. Sie verbraucht ein bisschen Tinte, dafür druckt auch der Geljet jedes Mal auf neue immer wie ein Neugerät. Auch hier ist der Drucker perfekt auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Auch hier eignen sich die Ausdrucke selbst auf Fotopapier eher weniger für den Fotodruck. Für alle anderen Anwendungen ist das Teil aber perfekt. Hin und wieder hätte ich mir einen Scanner gewünscht, aber ich kann auch auf Arbeit scannen oder verwende einfach mein iPhone als Scanner und schicke mir die Datei dann per Email an mein MacBook und drucke dann die Datei aus. Die Qualität ist nicht mit einem richtigen Scanner vergleichbar, aber für einen Unterschriftsnachweis auf einem Vertrag ist es allemal eine ausreichend gute Methode.

In der Vergangenheit hatte ich Brother-Tintenstrahldrucker und Canon-Tintenstrahldrucker im privaten Gebrauch. Bei Canon hat mir die Fotoqualität besonders gut gefallen. Als dann aber nach vier Jahren der Druckkopf von einem Tag auf den anderen defekt war – vermutlich ein Elektronikfehler der auf einen mehr oder weniger geplanten Verschleiß zurück zu führen war – hat mich zum Umstieg zu einer anderen Marke gebracht aber auch bei Brother waren die oft verstopften Druckkopfdüsen mit der Zeit sehr ärgerlich.

An den Vor- und Nachteilen von Tinte und Laser hat sich nichts geändert.

Für Laserdruck spricht:

  • Hohe Zuverlässigkeit
  • Schnelle Druckergebnisse
  • Präzise Text- und Grafikdrucke möglich
  • In der Regel seltener Verbrauchsmaterialwechsel

Gegen Laserdruck spricht:

  • Hoher Energieverbrauch
  • Größerer Platzbedarf
  • Feinstaub-Emission
  • Schwächen beim Fotodruck

Für Tintenstrahldruck spricht:

  • Niedriger Energieverbrauch
  • Kleinere Stellfläche
  • Kein Toner-Feinstaub
  • Guter bis sehr guter Fotodruck möglich

Gegen Tintenstrahldrucker spricht:

  • Tinte trocknet nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Druckkopf.
  • Viele Tintendrucker wackeln beim Druck, weil der Druckkopf hin- und herflitzt.
  • Kurzlebigkeit – viele Tintenstrahldrucker sind nach 2 bis 4 Jahren nicht mehr brauchbar.
  • Die Folgekosten sind oft höher als beim Laserdrucker, zumindest müssen Verschleißteile in der Regel häufiger getauscht werden.

Und was ist mit Business-Inkjet-Druckern oder Geljet-Geräten?

Hier sind die Vor- und Nachteile normaler Tintenstrahldrucker auf beiden Seiten abgeschwächt. Auf der einen Seite sind die Folgekosten niedriger und Verschleißteile müssen nicht so häufig getauscht werden. Allerdings ist der Fotodruck nicht mehr so deutlich besser als bei modernen Farblaserdruckern. Für die Business-Geräte spricht dann noch der niedrige Energiebedarf und die fehlenden Feinstaubpartikel.

Singlefunction oder Multifunction?

Der Trend geht eindeutig zum Multifunktionsgerät. Sicher, Drucker, die nur drucken brauchen etwas weniger Platz und manche können auf eine Scan- und Kopierfunktion verzichten. Ein weiterer Grund, der für Singlefunction spricht, ist der Anschaffungspreis, der niedriger als bei einem Multifunktionsgerät ist. An sonsten überwiegen die Vorteile der 3-in-1 oder 4-in-1-Geräte. Vor allem Privatkunden oder kleine Büros schätzen die kleinen Alleskönner.

Ein weiterer Trend ist aber die Abkehr von großen Abteilungsdruckern wieder hin zu Arbeitsplatzgeräten. Hier haben die Chefs erkannt, dass das Laufen zum Gerät zu ungewollten Arbeitsunterbrechnungen führen kann. Auch ein Mitarbeiterstau vor einem Gerät ist unproduktiv. Allerdings kann der informelle Informationsaustausch von Mitarbeitern am Gang-Kopierer auch das Betriebsklima positiv beeinflussen.

Bei einer Druckerberatung eines Berliner Radiosenders konnte ich den Alles-Könner-A3-Farbkopier-Scanner-Fax-Xerox durch drei Geräte ersetzen. Die Redaktion eines Radiosender benötigt weder ein A3-Gerät, noch einen Farbdrucker. Also bekam die Redaktion ein A4-4-in-1-Gerät von Brother. Der Vertrieb muss hin und wieder auch schöne Farbausdrucke erstellen. Beispielsweise um Kunden mit farbigen Charts davon zu überzeugen, dass sich die Schaltung eines Werbespots lohnt. Auch hier reicht ein A4-4-in-1-Gerät. Da das Druckvolumen trotzdem sehr hoch ist, ist hier ein Gerät der obersten Klasse bei Brother die richtige Wahl gewesen. Für die wenigen A3-Ausdrucke habe ich noch ein A3-Tintenstrahlgerät empfohlen. Das Risiko dass ein Drucker ausfällt und dass dann eine ganze Firma blockiert wird, ist bei der Verwendungen von zwei oder mehr geraten deutlich geringer. Die Wege sind auch kürzer wenn jede Abteilung sein eigenes Gerät verwenden kann.

Fortsetzung folgt noch in dieser Woche. Wir schauen uns die aktuellen Geräte von Brother und Canon an. In der nächsten Woche werfen wir einen Blick auf Lexmark, Samsung und HP und übernächste Woche nehmen wir die Drucker von Epson, Ricoh, Pantum und Kyocera unter die Lupe.

So funktioniert ein Laserdrucker

Über den Autor: Michael Schneider, Qualitätsbeauftragter bei TONERDUMPING

Michael Schneider, Qualitätsbeauftragter bei TONERDUMPING

Wie funktioniert eigentlich ein Laserdrucker? Wie kommt das Tonerpulver aufs Papier und bleibt dort als Ausdruck haften? Qualitätsbeauftragter von TONERDUMPING, Michael Schneider, stellt hier den Druckprozess in einem Laserdrucker vor.

Der Fotoleiter

Fotoleiter (Querschnitt)

Fotoleiter (Querschnitt)

Ein wichtiges Bauteil im Druckprozess ist der Fotoleiter. Der Fotoleiter besteht aus einem Aluminiumzylinder, auf dessen Oberfläche die sogenannte OPC-Schicht ( OPC = Organic Photo Conductor = Fotoleiter, Trommel ugs. ) aufgebracht ist.

Aufladen der OPC-Schicht

Aufladen der OPC-Schicht

Aufladen der OPC-Schicht

Die OPC-Schicht hat die Eigenschaft sich durch von außen zugeführte elektrische Ladung an der Oberfläche statisch aufladen zu lassen, um somit eine Sperrzone (es bleibt kein Toner haften) aufbauen zu können. An den Stellen, an denen eine Belichtung auf der Oberfläche stattfindet, wird diese Sperrzone unterbrochen. Dort entsteht ein elektrisch leitender Kanal zum Aluminiumzylinder.

Das Aufladen der Oberfläche der OPC-Schicht geschieht mit Hilfe des Ladecorotrons. Das Ladecorotron besteht aus einem Metallrahmen, der an der Oberseite offen und an der Unterseite gitterförmig gestaltet ist.
Im Inneren des Ladecorotrons befindet sich der ca. 60 my starke Ladecorotrondraht.

Am Ladecorotrondraht liegt eine negativen Spannung von ca. 6.000 Volt an. Dadurch werden Elektronen frei, die durch das Gitter gesteuert, die Oberfläche der OPC-Schicht negativ aufladen. Das Gitter liegt an einer negativen Spannung von ca. 600 Volt, und dieses Potenzial wird auch auf der OPC-Oberfläche erreicht. Durch die Spannung am Gitter und dessen Form wird eine gleichmäßige Aufladung der OPC-Oberfläche erreicht.

Bei neueren Druckern erfolgt die Aufladung mit Hilfe einer Ladewalze (PCR = Primary Corona Roller).

Belichtung der OPC-Oberfläche

Das Laser-Belichtungsverfahren

Das Laser-Belichtungsverfahren

Nach der Aufladung erfolgt die Belichtung der OPC-Oberfläche.
Durch die Belichtung werden in der negativ aufgeladenen OPC-Oberfläche an den belichteten Stellen leitende Kanäle zum Aluminiumzylinder geschaffen.

Das dadurch entstandene Ladungsbild entspricht dem Spiegelbild des späteren Druckbildes. Die Belichtung bestimmt die Auflösung des Bildes. Derzeit arbeiten die meisten Drucker mit einer Standard-Auflösung von 600 * 600 dpi (dots pro inch), dass bedeutet, dass 600 Punkte pro inch in horizontaler- und vertikaler Richtung belichtet werden können.

Bei dem LASER-Belichtungsverfahren wird ein feststehender Laserstrahl über einen rotierenden Polygonspiegel (mehere Flächen an der Außenseite) durch ein Linsensystem auf die Fotoleiteroberfläche geleitet.

Durch den drehenden Fotoleiter und das Ein- und Ausschalten des Lasers in einem bestimmten Taktrhythmus, kann jeder Punkt der Fotoleiteroberfläche angesteuert werden. Dieses ist die aufwendigste, aber genaueste Art der Belichtung.

Die Entwicklung

Die Entwicklung in der Entwicklerstation

Die Entwicklung in der Entwicklerstation

Das durch die Belichtung entstandene unsichtbare Ladungsbild wird erst durch den Toner sichtbar gemacht. Der Toner befindet sich zunächst im Tonertank und wird von dort mit Hilfe einer rotierenden Entwicklerwalze zum Fotoleiter transportiert. Da sich im Toner Ferritanteile befinden, oder ihm beigemengt sind, wird der Toner durch den im Inneren der Entwicklerwalze meist feststehenden Magnetkern an die Entwicklerwalze gezogen, und kann dadurch transportiert werden.

Da die meisten Drucker nach diesem System arbeiten, wird die Entwicklerwalze auch als Magnetwalze bezeichnet.

Bei Tonern ohne Ferrite, also chemischen Tonern, erfolgt die Übertragung mit Hilfe einer Gummiwalze und der statischen Aufladung.

Ein sich über der Entwicklerwalze befindliches Doctorblade, welches einen kleinen Luftspalt freilässt, definiert die Tonermenge, die zum Fotoleiter transportiert wird. An der Entwicklerwalze liegt eine negative statische Spannung von ca. 600 Volt an.
Damit wird der Toner an die Stellen übertragen, die vorher durch die Belichtung entladen wurden.

Der Transfer

Tonertransfer auf das Papier

Tonertransfer auf das Papier

Der auf dem Fotoleiter befindliche Toner wird in diesem Schritt auf das Papier übertragen (transferiert).
Dies geschieht durch die positive statische Ladung von ca. 6.000 Volt, die am Transfercorotrondraht anliegt.
Der Toner beinhaltet negative Ladungsstoffe und ist deshalb bestrebt sich zum positiveren Potenzial zu bewegen.
Durch die hohe positive Ladung wird der Toner vom Fotoleiter abgezogen und auf das Papier gebracht.
Die Druckersteuerung sorgt dafür, dass sich zu dem Zeitpunkt, wenn der Druck startet, auch das Papier zwischen dem Fotoleiter und dem Transfercorotron befindet.

Bei neuen Druckern ist das Transfercorotron durch eine Transferrolle ersetzt.

Die mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigung

Da nicht alle Tonerpartikel gleich steuerbar sind, verbleibt immer eine kleine Restmenge an Toner auf dem Fotoleiter.

Diese Restmenge wird auch als Resttoner bezeichnet. Damit dieser Resttoner beim nächsten Umlaufen des Fotoleiters keine Fehlerbilder erzeugen kann, muss die Fotoleiteroberfläche gereinigt werden.
Dies geschieht mit einer Gummilippe, ähnlich der eines Scheibenwischers beim PKW. Diese Gummilippe ist Bestandteil des Reinigungsschabers, der den Resttoner von der Fotoleiteroberfläche abstreift.

Der Resttoner fällt dann in den Resttonerbehälter.
Bei Systemen mit getrennten Komponenten ist der Resttonerbehälter meist ein separat im Drucker befindlicher Auffangbehälter. Der Resttoner wird mit Hilfe von Transportschnecken oder Zahnriemen zu ihm transportiert.

Die Fixierung

Die Tonerfixierung in der Fixierstation

Die Tonerfixierung in der Fixierstation

Der Toner wurde zwar nun auf das Papier übertragen, ist aber noch nicht wischfest, sondern er liegt lose auf dem Papier auf.
Das Einschmelzen des Toners in das Papier erfolgt in der sogenannten Fixierstation im Drucker.

Hier läuft das Papier durch zwei Walzen, die durch Federzug zusammengepresst werden. Die obere Walze, die sich auf der Tonerseite befindet bezeichnet man als Heizwalze.
Sie besteht aus einem Aluminiumrohr mit einer Teflon- oder Siliconbeschichtung. In ihrem Inneren befindet sich eine Quarzlampe, die für die nötige Hitze zum Einschmelzen sorgt.

Die Andruckwalze, meist eine solide Silconwalze, drückt das Papier gegen die Heizwalze, damit der geschmolzene Toner in die Oberfläche des Papiers eindringen kann. Nun ist der Toner auf dem Papier fixiert und der Druck ist abgeschlossen.

Welchen Drucker soll ich mir kaufen? Teil 1: Brother

Der Druckermarkt ist in den letzten Jahren übersichtlicher geworden. Epson macht nur noch Tinte. Samsung und Lexmark nur noch Laserdrucker. Kodak hat sich komplett vom Endkunden-Druckermarkt verabschiedet. Trotzdem fällt die Wahl schwer und viele Kunden ärgern sich über ihre Kaufentscheidung. In diesem Beitrag will ich eine Antwort auf die Frage geben: Welchen „Drucker soll ich kaufen?“ Oder: „Welcher Drucker passt perfekt zu meinen Ansprüchen?“

Grundregel Nummer 1: Wer viel druckt, sollte nicht bei der Anschaffung sparen – Wer wenig druckt, sollte ein Gerät kaufen, das in der Anschaffung möglichst preiswert ist.

Bevor also einzelne Drucker verglichen werden können, sollte man sich im klaren sein, wofür man den Drucker künftig verwenden will. Stellen Sie sich also vorher die Fragen:

  • Wollen Sie damit Fotos drucken? Und wenn ja, wie hoch sind Ihre Ansprüche auf Qualität und Folgekosten?
  • Reicht Ihnen Schwarzweiß? Oder muss es ein Farbdrucker sein?
  • Muss das Gerät auch scannen, kopieren oder faxen können?
  • Wie wichtig ist Ihnen eine Netzwerkanbindung. Benötigen Sie die Anbindung an ein kabelloses Netzwerk?
  • Und zu guter letzt: Wieviele Seiten werde ich pro Monat drucken? Sind es ca. 10, ca. 100 oder sogar mehr als 1000 Seiten pro Monat?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, dann lohnt sich ein Blick zu den aktuell wichtigsten Druckerherstellern: Brother, Canon, Epson, HP, Kyocera, Lexmark, Ricoh und Samsung. Das sind zumindest die Anbieter, die für fast jeden Bedarf noch ein passendes Gerät anbieten können. Hersteller wie oder Konica-Minolta oder Xerox richten sich zur Zeit eher an größere Firmen, die leistungsfähige Kopierer oder Netzwerkdrucker benötigen.

Bei Brother galt bis 2014: Tinte für Privat, Toner fürs Büro

Brother ist sowohl im Tintenbereich also auch im Laserbereich mit vielen aktuellen Geräten vertreten. Brother richtete sich bisher mit seinen Geräten immer an das Homeoffice oder an kleinere und mittlere Unternehmen. Zumindest hat Brother mit seinem Gerätespektrum keinen wirklich guten Fotodrucker. Bringt Brother einen Tintenstrahldrucker auf den Markt, dann muss es zwingend ein Multifunktionsgerät sein. Tintenstrahldrucker sind immer für das Homeoffice und Laserdrucker für Firmen geeignet.

Tintenflaggschiff, ideal für Architekten und Baufirmen geeignet

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

So war das zumindest bisher. Seit diesem Jahr gibt es bei Brother das erste Mal auch sogenannte Business-Tintenstrahldrucker. Also Tintendrucker, die auch schon mal 750 Euro kosten aber dafür auch sehr flott drucken und preiswert im Verbrauch sind.

Das Tintenflaggschiff ist dabei der Brother MFC-J6925DW. Er druckt 20 Farbseiten pro Minute und ist für 1500 Seiten pro Monat geeignet. Die Druckkosten sind dank riesiger Tintenpatronen mit Laserdruckern gleicher Preisklasse vergleichbar. Besonderheit bei diesem Gerät: Das 4-in-1-Gerät druckt bis DIN-A3. Sehr flexibel ist das Multifunktionscenter sowohl beim Betriebssystem (Windows, Linux und MacOS werden unterstützt), als auch bei den Anschlussmöglichkeiten (USB, Netzwerk, WLAN und diverse mobile Anbindungen über eine Brother App).

Die LC12EBK - eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Die LC12EBK – eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Für Baufirmen dürfte das Gerät perfekt sein. Damit kann man nicht nur Angebote und Rechnungen ausdrucken, sondern auch Baupläne in DIN-A3. Auch ein Foto ist damit schnell gedruckt. Als Familiendrucker eignet sich das Gerät nur unter der Voraussetzung, dass genügend Platz vorhanden ist – die Stellfläche ist nämlich enorm und auch der Anschaffungspreis von ca. 750 Euro ist für viele Familien einfach zu hoch. Da das Gerät allerdings auch nur für ein Druckvolumen von ca. 1.500 Seiten pro Monat ausgelegt ist, ist das doch recht teure Gerät nicht für größere Arbeitsgruppen geeignet – hier sollte es dann doch besser ein Laserdrucker werden. Aber Vorsicht: noch gibt es keine kompatiblen Alternativ-Patronen. Die Originalpatronen drucken zwar 2.400 Seiten, kosten aber auch entsprechend viel.

Das Familiengerät: Der MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Für Familien eignet sich da schon eher der Brother MFC-J470DW. Auch dieses Gerät kann drucken, scannen, kopieren und faxen. Es kostet nur 150 Euro und die Verbrauchskosten sind dank bereits verfügbarer kompatibler Patronen immer noch erschwinglich. Verglichen mit dem Tintenflaggschiff ist dafür die Geschwindigkeit nur halb so schnell und auch bei der Papierauswahl ist bei DIN-A4 schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Trotzdem: Für 150 Euro bekommt man ein ordentliches Gerät und die Stellfläche von 41 x 37 cm passt auch auf fast jeden Schreibtisch gut. Idealerweise druckt man mit einem solchen Einsteiger-Gerät zwischen 5 und 100 Seiten pro Monat. Doppelseitigen Druck und WLAN ist übrigens auch dabei.

Brother kann auch Laserdrucker

Für das Büro muss man zwei Druckertypen unterscheiden: Den Arbeitsplatzdrucker und den Arbeitsgruppendrucker. Beim Arbeitsplatzdrucker ist Kompaktheit wichtig. Auch hier schadet es nicht, wenn das Gerät scannen und kopieren kann, während es hier auf eine Faxfunktion nicht ankommt. Für manche Büro-Einzelplatz-Drucker ist auch ein Drucker okay, der nur drucken kann. Bei Brother bieten sich hier Laserdrucker an. Sie sind robust, halten 50.000 bis 100.000 Seiten lang, während ein Tintenstrahlgerät oft schon nach 20.000 Seiten das Zeitliche segnet.

Brothers Farblaserdrucker und Farblaser-Multifunktionsgerät sagen mir insgesamt weniger zu. Die Anschlaffungskosten sind zu hoch. Der billigste Farblaserdrucker ohne Kopier- und Scanfunktion soll mehr als 200 Euro kosten.

Günstiger Einstieg in den Monochromdruck: Ideal für Studenten

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Seine Stärken spielt Brother im Schwarzweiß-Laserbereich aus. Hier gibt es einen Drucker mit einem sehr günstiegen Anschaffungspreis: Den Brother HL-1110 und HL-1112. Beide Geräte sind identisch, nur das Plastikgehäuse unterscheidet sich ein wenig von seiner Farbe. Für 89 Euro bekommt man einen kompakten und relativ flotten Monochromdrucker. Ein perfekter Drucker für Büroplätze, die nur Schwarzweiß benötigen und wenig Stellplatz auf dem Schreibtisch haben. Es ist 34 cm breit und nur 24 cm tief – passt also sogar in ein Bücherregal. Leider kann das Gerät nur über USB angebunden werden – vergessen Sie also das Bücherregal – der Drucker muss in die Nähe des PCs, damit man über kein Kabel stolpert. Das Gerät hat eine gute Druckqualität und druckt 20 Seiten pro Minute. Mit dem TONERDUMPING-BUSINESSTONER druckt man zudem auch nur für 2,5 Cent pro Minute. Das ist bei einem so niedrigen Anschaffungspreis wirklich günstig. Doch Vorsicht: Nach 10.000 Seiten muss die Trommelkassette DR-1050 getauscht werden und diese kostet dann noch einmal um die 35 Euro. Idealerweise druckt man mit diesem Gerät sowieso höchstens 300 Seiten pro Monat.

Schnell und günstig im Verbrauch: der ideale Arbeitsgruppendrucker

Brother MFC8510DN - ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Brother MFC8510DN – ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Ein sehr schönes Gerät als Arbeitsgruppen-Drucker ist der Brother MFC-8510DN. Für kleinere bis mittlere Arbeitsgruppen, die auch noch ein Fax benötigen aber auf Farbdruck verzichten können, für die ist dieser flotte Drucker ideal. Ca. 500 Euro muss man investieren und bekommt ein netzwerkfähiges und schnelles Gerät (38 Seiten pro Minute) mit Duplexeinheit (doppelseitigem Druck). Und bei den Druckkosten kann man sich auf supergünstige Toner von TONERDUMPING freuen. Der Brother TN-3380 kostet im Original mehr ca 115 Euro. Das entspricht einem Seitenpreis von 1,44 Cent. Da kann man schon mal nicht meckern. Mit dem kompatiblen Toner kommt man bei TONERDUMPING auf einen Seitenpreis von unglaublichen 0,37 Cent. Hier kann man also drucken, bis der Arzt kommt. Zumindest mit der Einschränkung, dass das Gerät für ca. 3.500 Seiten konzipiert wurde. Für ganz viele Büros könnte das der ideale Brother-Arbeitsgruppen-Drucker sein.

Hier geht es weiter mit Teil 2 bis Teil 6:

Teil 2: Die besten Canon-Drucker

Teil 3: Die besten Epson-Drucker

Teil 4: Die besten HP-Drucker

Teil 5: Die besten Ricoh-Drucker

Teil 6: Die besten Samsung-Drucker

Bye, bye Laser: Epson entfernt Laserdrucker von ihrer Internetseite

Wenn man Informationen über technische Daten eines Druckers benötigt, sollte man am besten immer auf der Internetseite des Druckerherstellers nachsehen. So hatte ich das vor, um die Druckerkategorienbeschreibung für den EPSON Aculaser CX17 zu überarbeiten. Doch wenn man auf dem Webseitenauftritt von EPSON Informationen über deren Laserdrucker erhalten will, bekommt man eine leere Kategorie angezeigt.

EPSON löscht sämtliche Laserdrucker

EPSON löscht sämtliche Laserdrucker

Vermutlich hängt das damit zusammen, dass man sich auch im Marketingbereich nur noch um die Tintenstrahl-Technologie kümmern will. Frei nach dem Motto: Bye, bye, Laser.

HP-Tintenstrahldrucker mit 42 Seiten pro Minute

HP Officejet Pro X551dw Drucker

HP Officejet Pro X551dw Drucker

Brother hat es mit dem HL-S7000N vorgemacht: Einen Tintenstrahldrucker mit vollseitigem Druckkopf. HP macht diese Technologie mit dem HP Officejet Pro X551dw bezahlbar. Kostet das Brother-Gerät fast 3.000 Euro, ist der empfohlene Verkaufspreis von HP nur 599 Euro.  Weiterlesen

Kaufberatung: Welcher Drucker passt zu welchem Anwender?

Das Angebot an Druckern ist heute riesengroß. Da locken die einen Hersteller mit Anschaffungspreisen von 30 oder 40 Euro, wobei dann die Druckerpatronen kaum Tinte enthalten und in der Wiederbeschaffung fast so teuer sind wie der Drucker selbst. Und dann gibt es die Frage zu klären: Tinte oder Laser? Oder gibt es noch andere Alternativen? Für welche Anwendung ist welcher Typ am geeignetsten? Und welche Drucker sind empfehlenswert? Fragen, die sich vor allem jetzt – in der Vorweihnachtszeit aufdrängen. Weiterlesen