Vor 40 Jahren erfand Canon den Bubble-Jet Drucker

Es war eigentlich ein witziger Zufall. Im Canon Entwicklungszentrum in Kawasaki machte der Chemie Ingenieur Ichiro Endo eine bahnbrechende Entdeckung. Mit seinem Lötkolben berührte Endo aus Versehen die Nadel einer aufgezogenen Spritze. Die Spritze war mit Tinte befüllt. Durch das unbeabsichtigte Erhitzen der Spritzennadel bildete sich eine heiße Luftblase, die einen großen Tintentropfen aus der Spritze schießen ließ.

Ichiro Endo gab dem von ihm entdeckten Verfahren den Namen Bubble-Jet. Nur zwei Monate nach seiner Entdeckung wurde das Bubble-Jet-Verfahren zum Patent angemeldet.

1981 stellt Canon den ersten Canon Ink Jet Printer vor. Dieser war allerdings für den Massenmarkt noch zu teuer.

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ-80

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ80

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ80

1985 kam dann der erste Bubble-Jet-Drucker auf den Markt: Der Canon BJ-80. Der Druckkopf hatte 24 Düsen und die Auflösung betrug 180 dpi. Also vergleichbar mit einem 24-Nadel-Drucker. Die Zuverlässigkeit des BJ-80 war allerdings bahnbrechend. Etwa 100.000 Seiten konnte man mit diesem Tintenstrahl-Pionier drucken. Als Tintenpatrone kam die Canon BC-01 zum Einsatz.

1986 bringt Canon den ersten Farbtintenstrahldrucker auf den Markt: Den Canon BJC-440.

Den nächsten großen Innovationsschub brachte die Single-Ink-Technologie im Jahr 1992. Anstatt einer Farbdruckerpatrone mit mehreren Farbkammern, konnte man bei einem Single-Ink-Drucker jede Farbe einzeln austauschen. Auch heute setzt Canon noch bei seinen Tintenstrahldruckern auf Single-Ink. Nur bei den billigen Einstiegsgeräten verkauft Canon Tintenstrahldrucker mit 3-Farb-Druckerpatronen. Der erste Canon Single-Ink-Drucker war der Canon BJC-800.

Erstmals mit Füllstandsanzeige: Der Canon BJC-3000

Der Canon BJC-3000

Der Canon BJC-3000

1999 kam der Canon BJC-3000 auf den Markt – noch nie war Canon so erfolgreich wie mit diesem Modell. Das Verdankt Canon auch der funktionierenden Füllstandsanzeige. Diese funktionierte über eine optische Messung. Auch der Kunde konnte noch selbst sehen wieviel Tinte in der Patrone war – denn die Patrone hatte ein transparentes Plastik.

Der Fotodruck in Laborqualität kam mit dem FINE Druckkopf. Somit waren seit 2004 Tropfengrößen von einem picoliter möglich. Der Canon PIXMA iP5000 war Canons erster Fotodrucker mit einer Auflösung von 9.600 x 2.400 dpi. Das geschah 2 Jahre nach der Firmengründung von TONERDUMPING. Zu diesem Zeitpunkt hatten Canon-Druckerpatronen noch keinen Seitenzahl-Chip. Die BCI-3 und BCI-6 Patronen aus dem Jahr 2004 sollten die letzten Patronen von Canon ohne Seitenzähl-Chip sein.

Seit 2004 wurde die Auflösung nicht mehr verbessert, allerdings sind 9.600 x 2.400 dpi eine sehr gute Fotodruckqualität, die sich mit Laborqualität vergleichen lässt.

Seit dem Jahr 2005 baut Canon Chips in seine Druckerpatronen

Mit den CLI-8 und PGI-5 Patronen kam dann im Jahr 2005 das erste Mal ein Seitenzählchip auf eine Druckerpatrone. Das machte das Nachbauen der Patronen für Alternativ-Hersteller sehr kompliziert. Ein Nachfüllen der Originalpatronen war möglich, allerdings musste man die Füllstandsanzeige danach deaktivieren. Etwas später kamen Ersatzpatronen auf die man die Originalpatrone umsetzen musste. Eine komplizierte Angelegenheit – nachfüllen war vergleichsweise einfach, als das Ablösen und Ankleben von kleinen Patronenchips.

Die Lösung 2 Jahre später: Das ARMOR Tuning Kit

Die erste wirklich praktikable Lösung war das Tuning-Kit von ARMOR im Juli 2007. Bei TONERDUMPING hatten wir dann den Canon Pixma IP4200 gleich mit dem Tuning-Kit verkauft. Allerdings haben dann nur noch die Patronen von ARMOR gepasst. Diese Patronen haben wir fast 10 Jahre lang verkauft, bis wir sie wegen zu geringer Nachfrage aus dem Sortiment genommen haben.

Die erste Alternativpatrone mit Chip stammte von G&G Ninestar

Anfang 2008 war dann G&G Ninestar der erste Hersteller, der Ersatzpatronen für CLI-8/PGI-5 anbieten konnte, die ganz genauso einfach verwendet werden konnten, wie das Canon-Original – und das nach drei Jahren Wartezeit!

Danach wurden die Patronen nur noch kleiner

Die Änderungen der nächsten Canon-Tintendrucker waren eher zum Kundennachteil. Die Druckerpatronen wurden von Generation zu Generation kleiner. Die enthaltene Tinte immer weniger. Dafür wurde die Bedienung der Geräte immer flexibler und einfacher. Heute kann man aus dem Internet oder vom Smartphone direkt Bilder ausdrucken. Bei der neuesten PIXMA Generation gibt es jetzt auch noch eine neue Farbe: Fotoblau.

Welcher Drucker ist der Richtige?

Es ist jetzt schon über ein Jahr her nachdem wir ausführlich aktuelle Drucker verschiedener Hersteller vorgestellt haben. Jetzt gibt es hier einmal ein Update und wieder einmal fragen wir uns…

Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker?

Hier gehen die Meinungen weiterhin auseinander. Epson bleibt auf seinem „Good bye, Laser“-Kurs, HP und Brother fahren weiterhin zweigleisig, bieten also Drucker mit beiden Technologien an. Samsung, Kyocera, Konica-Minolta, Lexmark und Xerox schwören weiterhin auf die gute, alte Lasertechnik. Geändert hat sich allerdings, dass die Druckersparte von Samsung und das Unternehmen Lexmark verkauft wurden. Die Samsung-Drucker ging an HP, die ganze Firma Lexmark wurde von einem chinesischen Investmentfond übernommen, der auch bei Lenovo und Apex Beteiligungen hält. Zu Apex gehört der chinesische Druckerhersteller Pantum und die Druckerpatronen-Marke G&G. Ricoh war in den letzten drei Jahren mit seiner Geljet-Technologie deutlich erfolgreicher als mit seinen Laserdruckern. In vielen Behörden wurden Laserdrucker durch Geljet-Drucker ersetzt. Hier waren der niedrigere Energieverbrauch, die günstigen Folgekosten und der fehlende Feinstaub-Ausstoß die Hauptargumente für einen Umstieg. Punktsieg also für die Tintentechnik. Doch wie sieht es bei kleinen und mittleren Unternehmen aus?

Welche Technologie ist für welche Anwendung empfehlenswert?

Ich persönlich habe neben meinem Schreibtisch einen HP Color LaserJet Pro MFP M476nw. Ich drucke relativ wenig. Das meiste läuft bei mir elektronisch ab. Hier unterstützt mich das Multifunktionsgerät mit einer einfachen Scan-to-USB-Funktion. Die Ausdrucke sehen immer einwandfrei aus. Obwohl ich seit einem Jahr den Hinweis erhalte, dass das Verbrauchsmaterial so gut wie leer sei, drucke ich immer noch ohne Probleme mit den Original-Starterpatronen. Manchmal steht das Gerät für drei Wochen still und wenn ich den Drucker dann benötige, druckt er ohne Probleme in perfekter Qualität. Nun bin ich aber auch kein Foto-Freak. Sicher, Fotos sehen mit 1.200 dpi passabel aus. Eine feine Rasterung ist allerdings mit dem freien Auge, bei genauerem Hinsehen, erkennbar. Hobbyfotografen benötigen also zwingend einen Tintenstrahldrucker.

Bei mir zu Hause befindet sich ein Ricoh Aficio SG2100. Ein Geljet-Drucker der ebenfalls gut zu meinen Ansprüchen passt. Jeden Abend meldet er sich kurz zu Wort, macht ein paar Geräusche und schläft dann wieder ein. Das ist die tägliche Düsenreinigung, die den Drucker am Leben hält. Sie verbraucht ein bisschen Tinte, dafür druckt auch der Geljet jedes Mal auf neue immer wie ein Neugerät. Auch hier ist der Drucker perfekt auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Auch hier eignen sich die Ausdrucke selbst auf Fotopapier eher weniger für den Fotodruck. Für alle anderen Anwendungen ist das Teil aber perfekt. Hin und wieder hätte ich mir einen Scanner gewünscht, aber ich kann auch auf Arbeit scannen oder verwende einfach mein iPhone als Scanner und schicke mir die Datei dann per Email an mein MacBook und drucke dann die Datei aus. Die Qualität ist nicht mit einem richtigen Scanner vergleichbar, aber für einen Unterschriftsnachweis auf einem Vertrag ist es allemal eine ausreichend gute Methode.

In der Vergangenheit hatte ich Brother-Tintenstrahldrucker und Canon-Tintenstrahldrucker im privaten Gebrauch. Bei Canon hat mir die Fotoqualität besonders gut gefallen. Als dann aber nach vier Jahren der Druckkopf von einem Tag auf den anderen defekt war – vermutlich ein Elektronikfehler der auf einen mehr oder weniger geplanten Verschleiß zurück zu führen war – hat mich zum Umstieg zu einer anderen Marke gebracht aber auch bei Brother waren die oft verstopften Druckkopfdüsen mit der Zeit sehr ärgerlich.

An den Vor- und Nachteilen von Tinte und Laser hat sich nichts geändert.

Für Laserdruck spricht:

  • Hohe Zuverlässigkeit
  • Schnelle Druckergebnisse
  • Präzise Text- und Grafikdrucke möglich
  • In der Regel seltener Verbrauchsmaterialwechsel

Gegen Laserdruck spricht:

  • Hoher Energieverbrauch
  • Größerer Platzbedarf
  • Feinstaub-Emission
  • Schwächen beim Fotodruck

Für Tintenstrahldruck spricht:

  • Niedriger Energieverbrauch
  • Kleinere Stellfläche
  • Kein Toner-Feinstaub
  • Guter bis sehr guter Fotodruck möglich

Gegen Tintenstrahldrucker spricht:

  • Tinte trocknet nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Druckkopf.
  • Viele Tintendrucker wackeln beim Druck, weil der Druckkopf hin- und herflitzt.
  • Kurzlebigkeit – viele Tintenstrahldrucker sind nach 2 bis 4 Jahren nicht mehr brauchbar.
  • Die Folgekosten sind oft höher als beim Laserdrucker, zumindest müssen Verschleißteile in der Regel häufiger getauscht werden.

Und was ist mit Business-Inkjet-Druckern oder Geljet-Geräten?

Hier sind die Vor- und Nachteile normaler Tintenstrahldrucker auf beiden Seiten abgeschwächt. Auf der einen Seite sind die Folgekosten niedriger und Verschleißteile müssen nicht so häufig getauscht werden. Allerdings ist der Fotodruck nicht mehr so deutlich besser als bei modernen Farblaserdruckern. Für die Business-Geräte spricht dann noch der niedrige Energiebedarf und die fehlenden Feinstaubpartikel.

Singlefunction oder Multifunction?

Der Trend geht eindeutig zum Multifunktionsgerät. Sicher, Drucker, die nur drucken brauchen etwas weniger Platz und manche können auf eine Scan- und Kopierfunktion verzichten. Ein weiterer Grund, der für Singlefunction spricht, ist der Anschaffungspreis, der niedriger als bei einem Multifunktionsgerät ist. An sonsten überwiegen die Vorteile der 3-in-1 oder 4-in-1-Geräte. Vor allem Privatkunden oder kleine Büros schätzen die kleinen Alleskönner.

Ein weiterer Trend ist aber die Abkehr von großen Abteilungsdruckern wieder hin zu Arbeitsplatzgeräten. Hier haben die Chefs erkannt, dass das Laufen zum Gerät zu ungewollten Arbeitsunterbrechnungen führen kann. Auch ein Mitarbeiterstau vor einem Gerät ist unproduktiv. Allerdings kann der informelle Informationsaustausch von Mitarbeitern am Gang-Kopierer auch das Betriebsklima positiv beeinflussen.

Bei einer Druckerberatung eines Berliner Radiosenders konnte ich den Alles-Könner-A3-Farbkopier-Scanner-Fax-Xerox durch drei Geräte ersetzen. Die Redaktion eines Radiosender benötigt weder ein A3-Gerät, noch einen Farbdrucker. Also bekam die Redaktion ein A4-4-in-1-Gerät von Brother. Der Vertrieb muss hin und wieder auch schöne Farbausdrucke erstellen. Beispielsweise um Kunden mit farbigen Charts davon zu überzeugen, dass sich die Schaltung eines Werbespots lohnt. Auch hier reicht ein A4-4-in-1-Gerät. Da das Druckvolumen trotzdem sehr hoch ist, ist hier ein Gerät der obersten Klasse bei Brother die richtige Wahl gewesen. Für die wenigen A3-Ausdrucke habe ich noch ein A3-Tintenstrahlgerät empfohlen. Das Risiko dass ein Drucker ausfällt und dass dann eine ganze Firma blockiert wird, ist bei der Verwendungen von zwei oder mehr geraten deutlich geringer. Die Wege sind auch kürzer wenn jede Abteilung sein eigenes Gerät verwenden kann.

Fortsetzung folgt noch in dieser Woche. Wir schauen uns die aktuellen Geräte von Brother und Canon an. In der nächsten Woche werfen wir einen Blick auf Lexmark, Samsung und HP und übernächste Woche nehmen wir die Drucker von Epson, Ricoh, Pantum und Kyocera unter die Lupe.

Welchen Drucker soll ich mir kaufen? Teil 1: Brother

Der Druckermarkt ist in den letzten Jahren übersichtlicher geworden. Epson macht nur noch Tinte. Samsung und Lexmark nur noch Laserdrucker. Kodak hat sich komplett vom Endkunden-Druckermarkt verabschiedet. Trotzdem fällt die Wahl schwer und viele Kunden ärgern sich über ihre Kaufentscheidung. In diesem Beitrag will ich eine Antwort auf die Frage geben: Welchen „Drucker soll ich kaufen?“ Oder: „Welcher Drucker passt perfekt zu meinen Ansprüchen?“

Grundregel Nummer 1: Wer viel druckt, sollte nicht bei der Anschaffung sparen – Wer wenig druckt, sollte ein Gerät kaufen, das in der Anschaffung möglichst preiswert ist.

Bevor also einzelne Drucker verglichen werden können, sollte man sich im klaren sein, wofür man den Drucker künftig verwenden will. Stellen Sie sich also vorher die Fragen:

  • Wollen Sie damit Fotos drucken? Und wenn ja, wie hoch sind Ihre Ansprüche auf Qualität und Folgekosten?
  • Reicht Ihnen Schwarzweiß? Oder muss es ein Farbdrucker sein?
  • Muss das Gerät auch scannen, kopieren oder faxen können?
  • Wie wichtig ist Ihnen eine Netzwerkanbindung. Benötigen Sie die Anbindung an ein kabelloses Netzwerk?
  • Und zu guter letzt: Wieviele Seiten werde ich pro Monat drucken? Sind es ca. 10, ca. 100 oder sogar mehr als 1000 Seiten pro Monat?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, dann lohnt sich ein Blick zu den aktuell wichtigsten Druckerherstellern: Brother, Canon, Epson, HP, Kyocera, Lexmark, Ricoh und Samsung. Das sind zumindest die Anbieter, die für fast jeden Bedarf noch ein passendes Gerät anbieten können. Hersteller wie oder Konica-Minolta oder Xerox richten sich zur Zeit eher an größere Firmen, die leistungsfähige Kopierer oder Netzwerkdrucker benötigen.

Bei Brother galt bis 2014: Tinte für Privat, Toner fürs Büro

Brother ist sowohl im Tintenbereich also auch im Laserbereich mit vielen aktuellen Geräten vertreten. Brother richtete sich bisher mit seinen Geräten immer an das Homeoffice oder an kleinere und mittlere Unternehmen. Zumindest hat Brother mit seinem Gerätespektrum keinen wirklich guten Fotodrucker. Bringt Brother einen Tintenstrahldrucker auf den Markt, dann muss es zwingend ein Multifunktionsgerät sein. Tintenstrahldrucker sind immer für das Homeoffice und Laserdrucker für Firmen geeignet.

Tintenflaggschiff, ideal für Architekten und Baufirmen geeignet

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

Das Tintenflaggschiff: MFC-J6925DW

So war das zumindest bisher. Seit diesem Jahr gibt es bei Brother das erste Mal auch sogenannte Business-Tintenstrahldrucker. Also Tintendrucker, die auch schon mal 750 Euro kosten aber dafür auch sehr flott drucken und preiswert im Verbrauch sind.

Das Tintenflaggschiff ist dabei der Brother MFC-J6925DW. Er druckt 20 Farbseiten pro Minute und ist für 1500 Seiten pro Monat geeignet. Die Druckkosten sind dank riesiger Tintenpatronen mit Laserdruckern gleicher Preisklasse vergleichbar. Besonderheit bei diesem Gerät: Das 4-in-1-Gerät druckt bis DIN-A3. Sehr flexibel ist das Multifunktionscenter sowohl beim Betriebssystem (Windows, Linux und MacOS werden unterstützt), als auch bei den Anschlussmöglichkeiten (USB, Netzwerk, WLAN und diverse mobile Anbindungen über eine Brother App).

Die LC12EBK - eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Die LC12EBK – eine Patrone, die 2.400 Seiten druckt und 30 Euro kostet.

Für Baufirmen dürfte das Gerät perfekt sein. Damit kann man nicht nur Angebote und Rechnungen ausdrucken, sondern auch Baupläne in DIN-A3. Auch ein Foto ist damit schnell gedruckt. Als Familiendrucker eignet sich das Gerät nur unter der Voraussetzung, dass genügend Platz vorhanden ist – die Stellfläche ist nämlich enorm und auch der Anschaffungspreis von ca. 750 Euro ist für viele Familien einfach zu hoch. Da das Gerät allerdings auch nur für ein Druckvolumen von ca. 1.500 Seiten pro Monat ausgelegt ist, ist das doch recht teure Gerät nicht für größere Arbeitsgruppen geeignet – hier sollte es dann doch besser ein Laserdrucker werden. Aber Vorsicht: noch gibt es keine kompatiblen Alternativ-Patronen. Die Originalpatronen drucken zwar 2.400 Seiten, kosten aber auch entsprechend viel.

Das Familiengerät: Der MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Einstiegs-Multifunktionscenter: MFC-J470DW

Für Familien eignet sich da schon eher der Brother MFC-J470DW. Auch dieses Gerät kann drucken, scannen, kopieren und faxen. Es kostet nur 150 Euro und die Verbrauchskosten sind dank bereits verfügbarer kompatibler Patronen immer noch erschwinglich. Verglichen mit dem Tintenflaggschiff ist dafür die Geschwindigkeit nur halb so schnell und auch bei der Papierauswahl ist bei DIN-A4 schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Trotzdem: Für 150 Euro bekommt man ein ordentliches Gerät und die Stellfläche von 41 x 37 cm passt auch auf fast jeden Schreibtisch gut. Idealerweise druckt man mit einem solchen Einsteiger-Gerät zwischen 5 und 100 Seiten pro Monat. Doppelseitigen Druck und WLAN ist übrigens auch dabei.

Brother kann auch Laserdrucker

Für das Büro muss man zwei Druckertypen unterscheiden: Den Arbeitsplatzdrucker und den Arbeitsgruppendrucker. Beim Arbeitsplatzdrucker ist Kompaktheit wichtig. Auch hier schadet es nicht, wenn das Gerät scannen und kopieren kann, während es hier auf eine Faxfunktion nicht ankommt. Für manche Büro-Einzelplatz-Drucker ist auch ein Drucker okay, der nur drucken kann. Bei Brother bieten sich hier Laserdrucker an. Sie sind robust, halten 50.000 bis 100.000 Seiten lang, während ein Tintenstrahlgerät oft schon nach 20.000 Seiten das Zeitliche segnet.

Brothers Farblaserdrucker und Farblaser-Multifunktionsgerät sagen mir insgesamt weniger zu. Die Anschlaffungskosten sind zu hoch. Der billigste Farblaserdrucker ohne Kopier- und Scanfunktion soll mehr als 200 Euro kosten.

Günstiger Einstieg in den Monochromdruck: Ideal für Studenten

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Der Einstiegsdrucker: HL-1112

Seine Stärken spielt Brother im Schwarzweiß-Laserbereich aus. Hier gibt es einen Drucker mit einem sehr günstiegen Anschaffungspreis: Den Brother HL-1110 und HL-1112. Beide Geräte sind identisch, nur das Plastikgehäuse unterscheidet sich ein wenig von seiner Farbe. Für 89 Euro bekommt man einen kompakten und relativ flotten Monochromdrucker. Ein perfekter Drucker für Büroplätze, die nur Schwarzweiß benötigen und wenig Stellplatz auf dem Schreibtisch haben. Es ist 34 cm breit und nur 24 cm tief – passt also sogar in ein Bücherregal. Leider kann das Gerät nur über USB angebunden werden – vergessen Sie also das Bücherregal – der Drucker muss in die Nähe des PCs, damit man über kein Kabel stolpert. Das Gerät hat eine gute Druckqualität und druckt 20 Seiten pro Minute. Mit dem TONERDUMPING-BUSINESSTONER druckt man zudem auch nur für 2,5 Cent pro Minute. Das ist bei einem so niedrigen Anschaffungspreis wirklich günstig. Doch Vorsicht: Nach 10.000 Seiten muss die Trommelkassette DR-1050 getauscht werden und diese kostet dann noch einmal um die 35 Euro. Idealerweise druckt man mit diesem Gerät sowieso höchstens 300 Seiten pro Monat.

Schnell und günstig im Verbrauch: der ideale Arbeitsgruppendrucker

Brother MFC8510DN - ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Brother MFC8510DN – ein Arbeitsgruppendrucker mit niedrigen Folgekosten

Ein sehr schönes Gerät als Arbeitsgruppen-Drucker ist der Brother MFC-8510DN. Für kleinere bis mittlere Arbeitsgruppen, die auch noch ein Fax benötigen aber auf Farbdruck verzichten können, für die ist dieser flotte Drucker ideal. Ca. 500 Euro muss man investieren und bekommt ein netzwerkfähiges und schnelles Gerät (38 Seiten pro Minute) mit Duplexeinheit (doppelseitigem Druck). Und bei den Druckkosten kann man sich auf supergünstige Toner von TONERDUMPING freuen. Der Brother TN-3380 kostet im Original mehr ca 115 Euro. Das entspricht einem Seitenpreis von 1,44 Cent. Da kann man schon mal nicht meckern. Mit dem kompatiblen Toner kommt man bei TONERDUMPING auf einen Seitenpreis von unglaublichen 0,37 Cent. Hier kann man also drucken, bis der Arzt kommt. Zumindest mit der Einschränkung, dass das Gerät für ca. 3.500 Seiten konzipiert wurde. Für ganz viele Büros könnte das der ideale Brother-Arbeitsgruppen-Drucker sein.

Hier geht es weiter mit Teil 2 bis Teil 6:

Teil 2: Die besten Canon-Drucker

Teil 3: Die besten Epson-Drucker

Teil 4: Die besten HP-Drucker

Teil 5: Die besten Ricoh-Drucker

Teil 6: Die besten Samsung-Drucker

EPSON meldet: Deutsche Behörden steigen auf Tintenstrahl um

20.000 Tintenstrahldrucker der EPSON WorkForce Pro M4095, 5190 und 5690-Serie werden an öffentliche Einrichtungen in insgesamt vier Bundesländern geliefert. Sie ersetzen Schwarzweiß- und Farblaserdrucker.

Bayern hat einen Rahmenvertrag mit Epson geschlossen. Auch hier werden Epson WorkForce Pro-Geräte eingesetzt. Geschäftsführer von Epson Deutschland, Henning Ohlsson begründet die Entscheidung des Freistaats: „Energiesparen hat sich zu einer wichtigen Aufgabe in den Behörden entwickelt – aus Umwelt- und aus Kostengründen. Die Einführung einer sauberen Tintenstrahltechnologie unterstützt sie, dieses Ziel zu erfüllen. Dieser Trend zeichnet sich sowohl in vielen Bundesländern als auch beim Mittelstand ab“.

Auch das Bundespräsidialamt setzt auf Tintenstrahldrucker von Epson. Für den Urkundendruck wird das WorkForce Pro-Modell WP-M4095DN eingesetzt.

Das Landesamt für Steuern, in Bayern, hat zudem 12.000 Tintenstrahldrucker des Modells WP-M4095DN bestellt und auch die Justiz in Niedersachsen setzt auf dieses Modell und ordert 4.000 Stück.

Wo bleibt denn die ganze Tinte?

Wofür nutzen Tintenstrahldrucker Tinte noch, außer zum drucken?

wo_bleibt_die_tinteImmer wieder kommt in unseren Filialen und im telefonischen Kundenservice die Frage auf wo denn eigentlich die ganze Tinte der leeren Patronen abgeblieben ist, man hätte doch gar nicht so viel gedruckt. Warum wird also die angegebene Reichweite nicht erreicht? Die Erklärung ist einfach: erstens geben die ISO-Normen nach denen die Reichweite von Druckerpatronen ermittelt wird nicht das Druckverhalten jeden Anwenders wieder, und zweitens wird Tinte wird in Tintenstrahldruckern nicht nur beim drucken verbraucht!

Der ISO/IEC 24712 Teststandard zur Reichweitenmessung

Die Reichweite bzw. Seitenleistung wird heute von den meisten Herstellern – so auch bei TONERDUMPING-Druckerpatronen – nach ISO 24712 gemessen und angegeben. Dabei wird ein fünfseitiges Testdokument mit einer Mischung aus Texten, Grafiken, Farbflächen und Fotos genutzt. Da aber das Druckverhalten der meisten Anwender längst nicht so ausgeglichen ist wie das ISO-Dokument, wird es alleine deshalb im Alltag schon zu deutlichen Abweichungen kommen.

ISO Testdokument zur Reichweitenmessung

ISO Testdokument zur Reichweitenmessung

Wer beispielsweise seinen Tintenstrahldrucker für Geschäftskorrespondenz nutzt und als einzigen farbigen Bestandteil seiner Dokumente ein blaues Logo mitdruckt, der verbraucht natürlich deutlich mehr Cyan als Magenta und Gelb.

Ein Teil der Tinte wird zur Reinigung genutzt

Feine Staubpartikel und Papierfasern lagern sich – vermischt mit eintrocknenden Tintenresten – mit der Zeit am Druckkopf von Tintenstrahldruckern ab. Selbst wenn man nicht explizit eine Druckkopfreinigung über das Druckermenü startet wird von Tintenstrahldruckern regelmäßig eine kleine Menge Tinte durch die Düsen gepumpt um stärkeren Verschmutzungen vorzubeugen und vor dem Druck Partikel »wegzuspülen« die das Druckergebnis verschlechtern könnten.

druckerreinigung verbraucht viel tinte

Eine Reinigung über den Druckertreiber verbraucht viel Tinte!

Bei einer vom Drucker selbst oder vom Nutzer gestarteten Reinigung wird sogar eine erhebliche Menge Tinte durch den Druckkopf gespült.

Da können dann in manchen Fällen schon mal 20-30 Seiten von der angegebenen Reichweite der Druckerpatrone in einem Reinigungsvorgang verloren gehen.

Wer seltener druckt verbraucht mehr Tinte

Zum Tintenverlust durch Druckerreinigungen muss man so absurd es im ersten Moment klingt noch anmerken: wer seltener druckt, der verbraucht tatsächlich mehr Tinte. Je seltener ein Tintenstrahldrucker genutzt wird, um so häufiger muss er gereinigt werden, bzw. reinigt er sich selbst. Und wie oben beschrieben, verbraucht die Reinigung des Druckkopfs teilweise enorme Mengen an Tinte.

Es bleibt immer Tinte in der Patrone zurück

HP 901 geöffnet mit sichtbarem Schwamm

HP 901 geöffnet mit sichtbarem Schwamm

Die meisten Tintenstrahler-Druckerpatronen nutzen einen Schwamm zur Speicherung und kontrollierten Abgabe der Tinte. In einem solchen Schwamm bleibt ebenso wie in anderen Patronenkonstruktionen auch immer gewisse Mengen an Tinte zurück die nicht vom Drucker genutzt werden kann.

Ein Teil der Tinte verdunstet mit der Zeit

Druckerpatronen sind nicht hermetisch versiegelt. Entsprechend geht auch ein kleiner Teil an Tinte mit der Zeit durch Verdunstung verloren. Dabei handelt es sich wirklich nur um sehr geringe Mengen, aber je länger man die gleichen Druckerpatronen im Einsatz hat, um so größer ist auch die Menge der Tinte die auf diesem Weg verloren geht.

Mehr Tintenverbrauch durch unterschiedliche Druckeinstellungen

tinte sparen mit schnelldruck

Im Schnelldruck- oder Entwurfsmodus wird weniger Tinte verbraucht

Wer jedes unbedeutende Dokument in höchster Qualität druckt, wird immer mehr Tinte verbrauchen als ein Nutzer der je nach Dokument auch mal auf den Entwurfs- bzw. Schnelldruck ausweicht.

Jeder Druckertreiber bietet die Möglichkeit einen Schnelldruck, bzw. Sparmodus zu nutzen in dem weniger Tinte verbraucht wird.

Die Qualitätsnachteile die sich ergeben sind in den meisten Fällen, bzw. bei den meisten Ausdrucken bedeutungslos – probieren Sie es also ruhig mal aus!

Bunte Tinte wird auch in schwarzen Flächen genutzt

Auch beim drucken schwarzer Texte und Flächen wird bunte Tinte mit verbraucht. Das ist keineswegs ein Trick der Druckerhersteller um den Tintenverbrauch in die Höhe zu treiben. Vielmehr hilft die Verwendung der zusätzlichen Farbe dabei das Schwarz satter und tiefer erscheinen zu lassen. So ist es z.B. im professionellen Offsetdruck üblich schwarze Flächen mit 40% – 60% Cyan zu unterlegen um ein sattes, tiefes schwarz zu erzielen.

Viele Druckertreiber bieten jedoch die Möglichkeit explizit nur mit schwarzer Tinte zu drucken.

Fazit – ISO-Werte spiegeln den Alltag nur ungenau wieder

Die genannten Punkte verdeutlichen warum die Reichweitenangaben bei Druckerpatronen keine absolute Größe darstellen, und das Tinte eben nicht nur sichtbar auf dem Papier landet, sondern auch anderweitig verbraucht wird.
Je nach Druckverhalten, Anzahl der Druckerreinigungen, Standzeiten etc. kann die Reichweite deutlich von den Herstellerangaben abweichen. Dennoch sind die Angaben wichtig und sinnvoll, denn sie ermöglichen – sofern das selbe Testverfahren genutzt wurde – den Vergleich der Reichweiten unterschiedlicher Patronentypen und Druckermodelle.

EPSON meint: Tinte etabliert sich in Büros

„Bye, bye Laser“ lautete das Jahresmotto von EPSON im Jahr 2013. Und das mit Erfolg. Zumindest meint Henning Ohlsson, Geschäftsführer der EPSON Deutschland GmbH: „Wir haben den Durchbruch im Markt für Tinte im Büro geschafft. Im letzten Jahr verkauften wir über 275.000 WorkForce Pro Drucker, und doch liegt noch ein weiter Weg vor uns“.

WorkForce Pro Tintenstrahldrucker konnten sich im Vorjahr vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen vermehrt gegen Laser-Konkurrenz durchsetzen. Energieeffizienz, einfache Wartung und die bessere Raumluft (Stichwort: Feinstaub aus Laserdruckern) führte dazu, dass die Business-Tintenstrahldrucker auf dem Vormarsch sind. Ohlsson geht davon aus, dass bis 2016 ca. die Hälfte der Drucker in Büros Tintenstrahldrucker sein werden. EPSON bleibt dabei – auch im Jahr 2014 – „Bye, bye Laser“.

Für die CeBIT verspricht EPSON wieder einige neue Business-Tintenstrahldrucker, aber auch das Thema „Mobile Printing“ werde berrücksichtigt.

Epson Tintenstrahldrucker in schwarz/weiß für 300 Euro

Epson WP-M4015 DN

Epson WP-M4015DN

Epson entfernt sich immer mehr von der Lasertechnik und wendet sich mit dem Epson Workforce Pro WP-M4015DN jetzt sogar mit einem Monochrom-Drucker der Tintenstrahltechnik verstärkt zu. Mit der passenden Tintenpatrone, der T7441 druckt man 10.000 Seiten bei einem Inhalt von 181,1 ml. Weiterlesen

HP-Tintenstrahldrucker mit 42 Seiten pro Minute

HP Officejet Pro X551dw Drucker

HP Officejet Pro X551dw Drucker

Brother hat es mit dem HL-S7000N vorgemacht: Einen Tintenstrahldrucker mit vollseitigem Druckkopf. HP macht diese Technologie mit dem HP Officejet Pro X551dw bezahlbar. Kostet das Brother-Gerät fast 3.000 Euro, ist der empfohlene Verkaufspreis von HP nur 599 Euro.  Weiterlesen

Kaufberatung: Welcher Drucker passt zu welchem Anwender?

Das Angebot an Druckern ist heute riesengroß. Da locken die einen Hersteller mit Anschaffungspreisen von 30 oder 40 Euro, wobei dann die Druckerpatronen kaum Tinte enthalten und in der Wiederbeschaffung fast so teuer sind wie der Drucker selbst. Und dann gibt es die Frage zu klären: Tinte oder Laser? Oder gibt es noch andere Alternativen? Für welche Anwendung ist welcher Typ am geeignetsten? Und welche Drucker sind empfehlenswert? Fragen, die sich vor allem jetzt – in der Vorweihnachtszeit aufdrängen. Weiterlesen