Die Patentlösung von Aster

Canon erwirkt einstweilige Verfügung gegen einen weiteren amazon-Tonerhändler

Canon gibt heute bekannt, dass Canon eine einstweilige Verfügung gegen die „Inkjets Toners and Cartridges Ltd.“ am Düsseldorfer Amtsgericht erwirkt hat. Laut der Canon-Presseerklärung habe die Gegenseite mit dem Verkauf von kompatiblen Tonern bei amazon gegen das europäische Patent EP2087407 verstoßen. Die betreffenden Produkte wurden von amazon umgehend gelöscht. Es handelt sich um Alternativtoner, die mit dem HP CE255X, CE505A, CF280X und CF280A kompatibel sind. Canon hält die Patente dieser HP-Tonerkartuschen.

Die einstweilige Verfügung des Amtsgerichts Düsseldorf ist noch nicht rechtskräftig. Beklagte haben die Möglichkeit, Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einzulegen. Da jedoch die Zustellung an die Beklagten durchgeführt wurde, kann Canon diese Entscheidung durchsetzen.

Hintergrund: beim Patent EP2087407 ist der Knackpunkt ein Zahnrad auf einer beweglichen Kugel-Gelenk. Diese 360-Grad-Beweglichkeit ist von Canon als Erfindung gesichert. Im Moment gibt es zwei Lösungen auf dem Markt dieses Patent zu umgehen:

  1. Man nutzt das Original Canon-Gear – löst es von der Trommel und ersetzt die Trommel durch eine neue Trommel. Das gilt als zulässige Reparatur – das wurde bereits durch die oberste Instanz in Karlsruhe bestätigt. KMP und WTA konnten sich mit dieser Lösung gegen eine Canon-Klage durchsetzen.
  2. Man verwendet ein Zahnrad, dass durch einen komplizierten Mechanismus sich erst dann nach außen bewegt, wenn der Nutzer die Klappe des Druckers schließt. Das Donglegear ist dann ein nondongling Donglegear. Diese Lösung wird von Aster und Ninestar (G&G) verkauft.
Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Es gibt allerdings weiterhin sehr billige 1:1 Klone auf dem Markt bei denen die Canon-Lösung einfach kopiert wurde. Diese sind mit einer großen Sicherheit patentverletzend und werden immer noch im großen Stil bei amazon und ebay verkauft. Canon mahnt diese Händler allerdings Stück für Stück ab. Wegen der Hohen Rechtsstreitkosten ist das Anbieten von Tonerklonen für Marketplace Händler ein existenzbedrohendes Risiko. Amazon und ebay kooperieren mit Canon in diesen Fällen auch anstandslos. Neben der Rechtskosten riskiert der Marketplace-Händler auch eine komplette Verkäufer-Kontosperrung.

Canon Pixma TS205 und TS305 – Kopierer ohne Scanfunktion

Der wohl zur Zeit billigste Canon Drucker auf dem Markt ist der Canon Pixma TS205. Sein UVP liegt bei derzeit 39 €. Dank der Canon App kann man mit diesem kleinen Drucker relativ komfortabel auch Dokumente einscannen, als PDF abspeichern oder gleich ausdrucken. Also kopieren ohne Scanfunktion. Beim Canon Pixma TS305 gibt es sogar noch ein Raster, mit dem man das zu scannende Dokument passend hin legen kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer also nur hin und wieder scannen und kopieren will, ist mit so einer Lösung gut beraten.

Nachteil: Hohe Druckkosten

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Ein Multifunktionsgerät für 39 €? Wo ist der Haken? Zum einen gibt es eben keine Scanfunktion. Wer scannen oder kopieren möchte, der braucht auf jeden Fall immer ein Smartphone. Das ist etwas umständlich. Zum anderen sind die Druckkosten sehr hoch. Zum Einsatz kommen die PG-545 Schwarzpatronen und CL-546 Farbpatronen. Diese gibt es dann optional auch noch in einer XL-Befüllung. Ob eine Reichweite von 400 Seiten ein richtiges XL ist? Zumindest wenn man die PG-545XL mit der Standardpatronen vergleicht. Diese druckt nämlich nur 180 Seiten. Somit kommt man bei der Standard PG-545 Patrone auf einen Seitenpreis von über 8 Cent. Bei der XL sind es etwas mehr als 5 Cent pro Seite.

Vom Fotodruck wollen wir erst gar nicht reden. Hier explodieren die Kosten regelrecht.

Für wen lohnt sich der Drucker?

Ganz klar, für alle, die ihre Dokumente auf Arbeit ausdrucken und einscannen können und nur im Notfall hin und wieder etwas privat zu Hause kopieren, scannen oder drucken müssen. Dass beide Drucker sehr langsam sind, passt gut ins Bild. 4 Farbseiten oder 7,7 Schwarzweißseiten schafft der TS305 pro Minute. Man muss aber auch fair bleiben, schließlich kostet beide Drucker kaum mehr als 2 Standard-Originalpatronen und die sind ja schließlich im Lieferumfang mit dabei.

Stellungnahme von Ninestar zur Canon Patentklage in den USA

Wir hatten ja darüber berichtet, dass Canon in den USA zahlreiche Importeure und Händler wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt hat. Heute hat Ninestar seine Kunden per Email darüber informiert, dass sich Ninestar sicher ist, dass deren Produkte keine Canon Patente verletzen. Ninestar werde weiterhin hinter ihren Produkten und Kunden stehen.

Hier die Erklärung im Wortlaut:

Dear Customer,

You are likely aware that Canon Inc. has filed proceedings against dozens of companies before the US International Trade Commission and United States District Court central District of California claiming certain cartridges sold by the respondents/defendants infringe Canon’s certain US patents. Ninestar does not believe that any of our products infringe any valid Canon patents.

We will continue to stand behind all of our products and our customers.  As always, if you have concerns please let us know.

Ninestar Image Tech Limited

Merkwürdige Bilder im Clover Newsletter

Am 6. März hatte Clover seine Kunden über Canons Patentklage informiert. In diesem Newsletter bildete Clover Toner ab, die Canon an die US-Bezirksgerichte übermittelt hat. Interessant ist beim letzten Bild unten, dass hier ein Karton abgebildet wurde, der womöglich von Ninestar stammen könnte. Allerdings ist diese Artikelnummer seit vielen Jahren nicht mehr bei Ninestar erhältlich und wurde durch ein anderes Produkt ersetzt, das keine Canon-Patente verletzt. Abgebildet ist eine kompatible HP 05A Tonerkartusche. Die aktuelle Artikelnummer bei Ninestar heißt „NT-PH505C“ und nicht „NH-CE505A“. Das „P“ in der Artikelbezeichnung steht für patentsicher.

Beispielbilder aus einem Clover Newsletter

Die letzten Canon Pixma IP7250 kosten jetzt nur noch 59,99 €

Solange der Vorrat reicht…

Es ist ja eigentlich schon erstaunlich wie oft sich der Canon Pixma IP7250 in den letzten Monaten verkauft hat. 231 Stück hatten wir von diesem Tintenstrahldrucker verkauft über einen sehr, sehr langen Zeitraum. Die ersten IP7250 Geräte gingen mit dem Weihnachtsgeschäft aus dem Jahr 2013 über den Ladentisch. Die letzten 100 Drucker verkaufen wir jetzt noch einmal günstiger – nämlich für nur noch 59,99 €. Wer also gerade ein Schnäppchen sucht, kann mit diesem Angebot schon einmal wenig falsch machen.

Gründe die für den Canon Pixma IP7250 sprechen

Neben dem wirklich sehr günstigen Anschaffungspreis von nur noch 59,99 €, spricht für den Kauf des IP7250 die sehr geringen Folgekosten. Die Tintenpatronen-Serie dieses Canon-Druckers wurden in den letzten 4 Jahren zwei mal bereits ersetzt. Dementsprechend günstig sind die Alternativpatronen für den Canon Pixma IP7250. Die CLI-551 und PGI-550 Patronen kosten als Ersatzpatronen im 10er-Set bei TONERDUMPING nur 44,99 € – also ca. 4,50 € pro Patrone. Kauft man zweimal das Zehnerset, dann gibt es 10 Prozent Rabatt. Wer vier Zehnersets kauft, sogar 15 % Rabatt. Die Nachfolgegeneration ist bereits deutlich teurer. Ersatzpatronen für die CLI-571 und PGI-570 kosten fast die Hälfte mehr. Das Zehnerset kostet 64,99 €. Und die Nachfolgepatronen der Nachfolgepatronen sind die CLI-581 und PGI-580 – von denen es bisher überhaupt keine Alternativpatronen gibt. Die Originalpatronen kosten ein halbes Vermögen – also mindestens doppelt so viel, wie die CLI-571/ PGI-570 und dreimal mehr als die CLI-551/ PGI-550. Wer also jetzt die Chance nutzt, kann sich günstige Folgekosten beim Drucken für die nächsten Jahre sichern.

Für den IP7250 spricht auch seine gute mobile Anbindung. Egal ob Apple oder Android – das Drucken mit dem Smartphone funktioniert sehr gut. Der Textdruck ist für einen Tintendrucker gut und Fotos sehen auf glänzendem Fotopapier dank der hohen Auflösung von 9600 x 1200 dpi ausgezeichnet aus. Als kleines Highlight bietet der IP7250 auch die direkte Bedruckung von CDs oder DVDs. Wie das mit dem Bedrucken von CDs funktioniert, hatten wir schon einmal im Blog geschrieben.

Gründe die gegen den Pixma IP7250 sprechen

Gut, der IP7250 ist leider kein Multifunktionsgerät. Wer also seitenweise Dokumente scannen möchte, sollte sich ein Multifunktionsgerät mit automatischen Dokumenteneinzug anschaffen. Dafür ist der IP7250 nicht geeignet. Da beim IP7250 die Smartphone-Anbindung sehr gut gelöst ist, kann die Handykamera die Funktion eines Scanners gut ersetzen. Mit etwas Übung gelingen auch gute Kopien, aber komfortabel ist das natürlich nicht und nur wirklich dann okay, wenn man eben nur hin und wieder etwas kopieren will. Dann ist das Papierfach etwas dünn. Für die wöchentlichen 20 Ausdrucke passt das schon. Wer diese Menge täglich druckt, dem wird das kleine Papierfach dann doch sehr bald auf die Nerven gehen. Vom Einschalten des Druckers, bis zum ersten Ausdruck können auch schon einmal zwei Minuten vergehen. Bevor der Canon Drucker den Druckjob startet, will es erst einmal die Druckerdüsen mit Tinte durchspülen. Das kostet Zeit und Tinte, verlängert dafür das Leben des kostbaren Druckkopfs. Das größte Gegenargument ist der teure Canon Druckkopf. Wer mit dem IP7250 mehrere Monate nicht druckt, der riskiert einen defekten Druckkopf. Auch nach zwei bis drei Jahren intensiver Nutzung gibt irgendwann der Druckkopf seinen Geist auf. Vorzugsweise leider erst nachdem die Gewährleistung von zwei Jahren abgelaufen ist.

Aber was will man für 59,99 € erwarten? Man erhält einen soliden Drucker mit günstigen Folgekosten, der seine Stärken im Privatsektor hat. Denn beim Fotodruck ist der IP7250 wirklich ein Meister seiner Klasse. Was die Druckqualität betrifft ist es natürlich egal, ob TONERDUMPING-Druckerpatronen oder Canon Druckerpatronen verwendet wurden. Das bestätigt nicht nur unser Test im hauseigenen Testlabor, das können auch unsere vielen zufriedenen Kunden bestätigen. Und die fehlende Kopierfunktion lässt sich dank der gelungenen Anbindung an das Smartphone gerne verschmerzen.

Ach, was erzähl ich hier eigentlich, schaut euch doch einfach mal das Werbevideo von Canon an…

HP und Canon erhöhen Tintenpreise, Samsung erhöht Tonerpreise

HP erhöht Preise für Samsung Toner

Eigentlich müsste die Überschrift korrekt heißen: HP erhöht Tintenpreise und Samsung Toner. HP hat ja die Druckersparte von Samsung übernommen und ersetzt die Samsung Originaltoner nun durch HP Originaltoner für Samsung Drucker. Dies hat zur Folge, dass die Preise hier deutlich nach oben gehen werden. Nachteil für die Händler: EAN-Codes und Artikelbezeichnungen ändern sich. Die höhere Gewinnspanne soll vermutlich den Kaufpreis, den HP bezahlt hat wieder hereinspielen.

HP Tinten bis zu 10 Prozent teurer

Erhöht hat HP teilweise mit mehr als 10 Prozent die Preise für Original HP Tintenpatronen. Offiziell soll die Preiserhöhung erst am 1. Februar über die Bühne gehen, sämtliche Großhändler und Distributoren haben aber schon einmal vorweg die Preise angezogen, damit nicht gegenseitig die Läger leergekauft werden. Bei manchen Toprennern ist selbst der teure Onlineshop von hp.com zur Zeit nicht lieferbar. Die Distributoren decken sich also jetzt ordentlich mit billiger Ware ein, geben aber jetzt schon die höheren Preise ab. Das ist dann der Zeitpunkt, wo der Großteil des Jahresgewinns erwirtschaftet wird.

Canon erhöht Preise für Tinten Multipacks

Bei Canon Original Tinten geht es nicht ganz so drastisch nach oben, dafür sind die Preise rückwirkend zum 1. Januar erhöht worden. Somit haben sich nicht nur die Einkaufspreise für die Händler und Distributoren schon nach oben bewegt, sondern auch die unverbindlichen Verkaufspreise. Die Toprenner PG-540, CL-541, PG-545 und CL-546 sind von der Erhöhung nicht betroffen. Besonders stark erhöht wurden dafür Doppelpacks und Multipacks. Manche Zweierpacks hat Canon gleich aus dem Sortiment genommen. Auf der shop.canon.de findet man beispielsweise keine PGI-570BK- und PGI-550BK-Doppelpackungen mehr.

TONERDUMPING gibt Erhöhungen vorerst nur zum Teil weiter

Bei TONERDUMPING haben wir auch noch größere Mengen zum günstigeren Preis einkaufen können, mussten aber schon bei einigen Artikeln den Preis nach oben korrigieren. Ärgerlich ist bei HP, dass zwar unsere Einkaufspreise jetzt schon erhöht wurden, die UVPs weiterhin die alten geblieben sind. Die UVPs werden sich dann erst ab 1. Februar ändern.

Canon geht erneut gegen Amazon-Händler wegen Patentverletzungen vor

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Wie Canon in einer Pressemitteilung berichtet, hat Canon gegen den deutschen Amazon-Händler New Time Trade GmbH am Landesgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dabei geht es erneut um Toner mit dem Dongle-Gear. In diesem Fall um eine HP kompatible CE255A Kartusche.

Das von KMP und WTA gewonnene BGH-Entscheidung scheint also vor Abmahnungen von Canon nicht generell zu schützen. Das Dongle-Gear-Patent als solches wurde nicht für nichtig erklärt, sondern gilt weiterhin. Es scheint nur so zu sein, dass das Recyceln der Kartusche keine Patentverletzung darstellt. Insbesonders wenn man das Original-Dongle-Gear weiter verwendet und nicht durch ein neues baubleiches Gear ersetzt.

Wer die Originalkartusche nur 1:1 nachbaut, der verletzt weiterhin das Patent von Canon EP2087407.

Im Fall der New Time Trade GmbH hat Amazon bereits reagiert und den Artikel mit der ASIN B00VQPUUZU gelöscht. New Time Trade verkauft Produkte in einem Amazon-Shop unter der Marke N.T.T.

Die kompatiblen Toner, die TONERDUMPING anbietet sind hingegen patentsicher. Sie stammen entweder von Ninestar, Aster oder Printrite – den drei Anbietern, die jeweils eine patentsichere Lösung für das Dongle-Gear gefunden haben.

WTA und KMP gewinnen Rechtsstreit gegen Canon in Karlsruhe

Da werden heute in Suhl und in Eggenfelden die Sektkorken geknallt haben. Wie heute der Branchen-Newsdienst PBS-Business berichtet, kippte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Canon-Patentklage gegen WTA und KMP. Bei der angeblichen Patentverletzung ging es um das sogenannte „Dongle-Gear“, einem beweglichen Kupplungszahnrad an der Tonerkartusche. In den beiden Vorinstanzen ist bislang Canon als Sieger hervor gegangen. In der nun letzten Instanz wurde die Klage abgewiesen.

Eine Revision ist nicht möglich

Die Kosten dieses Verfahren und die Kosten der letzten Instanzen inklusive aller Anwaltskosten muss nun Canon bezahlen. Mit einem solchem Urteil im Rücken könnten WTA und KMP auch Schadenersatz gegen Canon einklagen. Schließlich wurde ihnen mehrere Jahre verboten Toner einiger HP-Laserdrucker zu verkaufen.

Urteilsbegründung liegt noch nicht vor

Eine Urteilsbegründung liegt im Moment noch nicht vor. Die Begründung der Klageabweisung könnte durchaus interessant werden. WTA und KMP haben ja beim Recyceln der Toner die Original-Dongle-Gears weiter verwendet und nur die Trommelwalze getauscht. Das Produkt wurde sozusagen repariert. In den Instanzen vor der BGH-Entscheidung wurde die Trommeleinheit und das Zahnrad als ein ganzes Teil betrachtet, das patentrechtlich geschützt sei. Zumindest in diesem Punkt müsste der BGH nun widersprochen haben.

Ist jetzt das Dongle-Gear Patent tot?

Denkbar wäre aber auch, dass der BGH das ganze Patent als zu schwach einstuft. Schließlich ist ein bewegliches Zahnrad keine wirkliche technische Errungenschaft im 21. Jahrhundert. In diesem Fall wäre als nächster logischer Schritt eine Patentnichtigkeitsklage. In diesem Fall wäre dann auch für den chinesischen Billig-Toner-Anbieter die Türe wieder weit geöffnet und Canon müsste seine einstweiligen Verfügungen der letzten Monate wieder zurückziehen.

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Canon erwirkt einstweilige Verfügung gegen JT Company UG

Die Kupplung beim CE505- bzw. CF280-Toner

Die Kupplung beim CE505- bzw. CF280-Toner. Sie ist in alle Richtungen beweglich – und das hat sich Canon als Patent schützen lassen.

Canon veröffentlicht eine Pressemitteilung, bei der über eine weitere Einstweilige Verfügung wegen einer Patentverletzung berichtet wird. Die in Aschheim ansässige Firma „JT Company UG“ erhielt eine einstweilige Verfügung. Bei den Patentansprüchen geht es wieder einmal um HP-Toner der Serie  CE505X. Und beim Patent mit der Nummer EP 2087407 ist der Knackpunkt erneut die in alle Richtungen bewegliche Kupplung, das sogenannte „Dongle Gear“. Diese Kupplung wird auch bei Tonern der Serie CF280X und auch bei den neueren CF226A Tonern verwendet.

JT Company UG habe diese Toner auf amazon.de verkauft. Die betreffenden Artikel sind von Amazon gelöscht worden – zumindest sind sie nicht mehr auffindbar. Auch der Marketplace Account dieses Anbieters ist vermutlich gesperrt worden.

Canon geht also nun verstärkt gegen Amazon-Marketplace Händler vor. Ganz besonders gerne gegen jene, die ihren Firmensitz in Deutschland haben. Schließlich konnte Canon bereits in weiteren Instanzen seine Patentansprüche durchsetzen. Theoretisch könnte nun JT Company UG gegen diese einstweilige Verfügung vorgehen. Das Landgericht in Düsseldorf hat aber bereits in anderen Fällen bei diesem Patent immer für Canon entschieden.

Eine sehr sichere Umgehung der entsprechenden Patente gibt es von den Anbietern Ninestar G&G und von Aster. Für Recycler bietet Printrite ebenfalls eine Kupplung an, die laut Printrite ebenfalls patentsicher sei.

Die G&G Toner bei TONERDUMPING sowie die TONERDUMPING-Eigenmarke basiert auf einer sehr intelligenten Umgehung des Patents. Die Kupplung wird bei dieser Lösung erst durch das Schließen des Druckerdeckels nach außen geschoben und ist dann nicht mehr seitlich beweglich. Wer also keine Patentprobleme haben will, kann sich gerne bei uns melden. Händlerkunden sind bei uns willkommen!

Vor 40 Jahren erfand Canon den Bubble-Jet Drucker

Es war eigentlich ein witziger Zufall. Im Canon Entwicklungszentrum in Kawasaki machte der Chemie Ingenieur Ichiro Endo eine bahnbrechende Entdeckung. Mit seinem Lötkolben berührte Endo aus Versehen die Nadel einer aufgezogenen Spritze. Die Spritze war mit Tinte befüllt. Durch das unbeabsichtigte Erhitzen der Spritzennadel bildete sich eine heiße Luftblase, die einen großen Tintentropfen aus der Spritze schießen ließ.

Ichiro Endo gab dem von ihm entdeckten Verfahren den Namen Bubble-Jet. Nur zwei Monate nach seiner Entdeckung wurde das Bubble-Jet-Verfahren zum Patent angemeldet.

1981 stellt Canon den ersten Canon Ink Jet Printer vor. Dieser war allerdings für den Massenmarkt noch zu teuer.

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ-80

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ80

Der erste Tintenstrahldrucker für das Büro: Der Canon BJ80

1985 kam dann der erste Bubble-Jet-Drucker auf den Markt: Der Canon BJ-80. Der Druckkopf hatte 24 Düsen und die Auflösung betrug 180 dpi. Also vergleichbar mit einem 24-Nadel-Drucker. Die Zuverlässigkeit des BJ-80 war allerdings bahnbrechend. Etwa 100.000 Seiten konnte man mit diesem Tintenstrahl-Pionier drucken. Als Tintenpatrone kam die Canon BC-01 zum Einsatz.

1986 bringt Canon den ersten Farbtintenstrahldrucker auf den Markt: Den Canon BJC-440.

Den nächsten großen Innovationsschub brachte die Single-Ink-Technologie im Jahr 1992. Anstatt einer Farbdruckerpatrone mit mehreren Farbkammern, konnte man bei einem Single-Ink-Drucker jede Farbe einzeln austauschen. Auch heute setzt Canon noch bei seinen Tintenstrahldruckern auf Single-Ink. Nur bei den billigen Einstiegsgeräten verkauft Canon Tintenstrahldrucker mit 3-Farb-Druckerpatronen. Der erste Canon Single-Ink-Drucker war der Canon BJC-800.

Erstmals mit Füllstandsanzeige: Der Canon BJC-3000

Der Canon BJC-3000

Der Canon BJC-3000

1999 kam der Canon BJC-3000 auf den Markt – noch nie war Canon so erfolgreich wie mit diesem Modell. Das Verdankt Canon auch der funktionierenden Füllstandsanzeige. Diese funktionierte über eine optische Messung. Auch der Kunde konnte noch selbst sehen wieviel Tinte in der Patrone war – denn die Patrone hatte ein transparentes Plastik.

Der Fotodruck in Laborqualität kam mit dem FINE Druckkopf. Somit waren seit 2004 Tropfengrößen von einem picoliter möglich. Der Canon PIXMA iP5000 war Canons erster Fotodrucker mit einer Auflösung von 9.600 x 2.400 dpi. Das geschah 2 Jahre nach der Firmengründung von TONERDUMPING. Zu diesem Zeitpunkt hatten Canon-Druckerpatronen noch keinen Seitenzahl-Chip. Die BCI-3 und BCI-6 Patronen aus dem Jahr 2004 sollten die letzten Patronen von Canon ohne Seitenzähl-Chip sein.

Seit 2004 wurde die Auflösung nicht mehr verbessert, allerdings sind 9.600 x 2.400 dpi eine sehr gute Fotodruckqualität, die sich mit Laborqualität vergleichen lässt.

Seit dem Jahr 2005 baut Canon Chips in seine Druckerpatronen

Mit den CLI-8 und PGI-5 Patronen kam dann im Jahr 2005 das erste Mal ein Seitenzählchip auf eine Druckerpatrone. Das machte das Nachbauen der Patronen für Alternativ-Hersteller sehr kompliziert. Ein Nachfüllen der Originalpatronen war möglich, allerdings musste man die Füllstandsanzeige danach deaktivieren. Etwas später kamen Ersatzpatronen auf die man die Originalpatrone umsetzen musste. Eine komplizierte Angelegenheit – nachfüllen war vergleichsweise einfach, als das Ablösen und Ankleben von kleinen Patronenchips.

Die Lösung 2 Jahre später: Das ARMOR Tuning Kit

Die erste wirklich praktikable Lösung war das Tuning-Kit von ARMOR im Juli 2007. Bei TONERDUMPING hatten wir dann den Canon Pixma IP4200 gleich mit dem Tuning-Kit verkauft. Allerdings haben dann nur noch die Patronen von ARMOR gepasst. Diese Patronen haben wir fast 10 Jahre lang verkauft, bis wir sie wegen zu geringer Nachfrage aus dem Sortiment genommen haben.

Die erste Alternativpatrone mit Chip stammte von G&G Ninestar

Anfang 2008 war dann G&G Ninestar der erste Hersteller, der Ersatzpatronen für CLI-8/PGI-5 anbieten konnte, die ganz genauso einfach verwendet werden konnten, wie das Canon-Original – und das nach drei Jahren Wartezeit!

Danach wurden die Patronen nur noch kleiner

Die Änderungen der nächsten Canon-Tintendrucker waren eher zum Kundennachteil. Die Druckerpatronen wurden von Generation zu Generation kleiner. Die enthaltene Tinte immer weniger. Dafür wurde die Bedienung der Geräte immer flexibler und einfacher. Heute kann man aus dem Internet oder vom Smartphone direkt Bilder ausdrucken. Bei der neuesten PIXMA Generation gibt es jetzt auch noch eine neue Farbe: Fotoblau.

Apex bringt zahlreiche neue Chips auf den Markt

Über die neuen Kyocera-Chips von Apex, bzw über die neuen Toner von G&G haben wir ja bereits berichtet. Es handelt sich um die Monochromtoner TK-1150, TK-1160, TK-1170, TK-3160, TK-3170 und TK-3190 sowie die dazu passenden Modelle für die übrigen Regionen der Welt.

Dann gibt es Chips für Canon Farbtoner der Serien C-EXV-51 (für imageRUNNER Advance C5540), C-EXV-47 (für imageRUNNER Acvance C350i), C-EXV-49 (für imageRUNNER Advance C3520i) und für den Monochromkopierer imageRUNNER 1435 den Toner C-EXV-50.

Neu ist auch der Tonerchip für den OKI B721dn, B731dnw, MB760dn und MB770dfn mit der OKI-Tonernumer 45488802.