Kostenfalle Druckkopfpatrone – wenn der billige Drucker zum teuren Spaß wird

Eine Druckkopfpatrone - hier eine Refill-336
Eine typische Druckkopfpatrone – hier die HP 336 als Refill-Variante von TONERDUMPING

Regelmäßig gibt es sowohl im Nonfood-Bereich der Lebensmitteldiscounter als auch in den bekannten Elektro-Märkten besonders günstige Tintenstrahldrucker im Angebot, mitunter für weniger als 50€. Während ich diesen Artikel verfasse bietet z.B. ein bekannter Discounter den HP DeskJet 2540 für knapp 60€ an. Ein Multifunktionsgerät mit WLAN. Was erstmal den Eindruck eines guten Angebots macht, sorgt schnell für ein böses Erwachen, nämlich dann wenn zum ersten Mal Tinte nachgekauft werden muss.

Druckkopfpatronen bei Canon und HP

In ihren günstigsten Modellen setzen HP und Canon bis heute auf sogenannte Druckkopfpatronen. Im oben erwähnten Deskjet 2540 ist das z.B. die HP 301. Diese Patronen hatten zu Beginn der Tintenstrahler-Ära sicher ihre Berechtigung, mit jedem Patronenwechsel wird auch gleich der zu einem großen Teil für die Druckqualität verantwortliche Druckkopf getauscht.

Da der Druckkopf ein Verschleissteil ist konnte man auf diesem Weg einen enormen Puffer schaffen um eine gleichbleibend hohe Druckqualität zu gewährleisten. Dummerweise machtder integrierte Druckkopf diesen Patronentyp natürlich auch deutlich teurer.

Druckkopfpatronen kombinieren Cyan, Magenta und Gelb in einer Patrone

Das zweite Problem ist die Tatsache das bei Druckkopfpatronen in der Regel nur eine Trennung der Schwarz- und der Farbpatrone erfolgt. In der Farbpatrone sind Cyan, Magenta und Gelb kombiniert. Ist eine der Farben aufgebraucht muss die komplette Patrone getauscht werden – egal wie voll die anderen Farbkammern noch sind! Nun verdruckt kein Nutzer mit normalem Druckverhalten alle Farben gleichmäßig, man wirft also immer einen Teil der teuer bezahlten Tinte ungenutzt weg.

Drucker mit Einzeltinten bieten ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis

Seit ca. einem Jahrzehnt hat sich wegen der Nachteile der Kombipatronen und der Weiterentwicklung von Tinten und Druckköpfen auf breiter Front die Trennung von Druckkopf und Tintentank durchgesetzt. In der Regel mit getrennten Tintentanks für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz – oft ergänzt durch zusätzliches Fotoschwarz und ggf. noch weitere Farben.

Diese Bauform ist aus für jedermann nachvollziehbaren Gründen günstiger: der Druckkopf ist ein separates Bauteil und muss nicht mit jedem Patronentausch ersetzt werden, und die Tinten können selektiv ausgetauscht werden.

Auch beim Kauf kompatibler Produkte sind Druckkopfpatronen teurer

Nun hat man dank Angeboten wie unseren natürlich die Möglichkeit durch den Verzicht auf originales Verbrauchsmaterial Geld zu sparen. Doch auch hier sind Druckkopfpatronen immer noch der schlechtere Deal.

Bei Druckkopfpatronen werden aus diversen Gründen im Normalfall keine Nachbauten angeboten, sondern leere Patronen eingesammelt, gereinigt, geprüft und wieder befüllt. Das kostet natürlich mehr Geld als einen Tintentank nachzubauen – selbst wenn dieser mit einem Chip versehen ist.

Fazit: Angebote genau prüfen, und lieber ein paar Euro mehr investieren!

Es sollte also einleuchten, dass es in der Regel mehr Sinn macht sich die jeweiligen Angebote genauer anzuschauen, und die Folgekosten im Auge zu behalten. Während man grundsätzlich sagen kann, dass Tintenstrahldrucker mit Einzeltinten die bessere Wahl sind, macht es immer auch Sinn sich vor dem Kauf eines Druckers ganz konkret zum Beispiel in unserem Shop zu informieren welche Kosten beim Tintenkauf auf einen zukommen.

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