IFA 2017: EPSON ET-16500 A3 Ecotank Drucker für Heimbüros

Auf der Internationalen Funkaustellung – vom 1.-6. September in Berlin – hat Epson sein neuestes Druckermodell der Ecotank-Reihe vorgestellt: den EPSON Workforce ET-16500 – einen A3-duplexfähigen 4-in-1-Tintenstrahler. Neu ist jedoch nur der Marktstart in Deutschland, in den USA ist das Gerät bereits seit einem guten Jahr erhältlich. Und selbstverständlich kann man bei Tonerdumping auch Ecotank Tinte kaufen.

Touchscreenbedienung und perfekte Konnektivität

Über einen 10,1-Zentimeter-Touchscreen kann der ET-16500 komfortabel bedient werden. In der Konnektivität lässt er keine Wünsche offen: WLAN, Ethernet und USB stehen zur Verfügung, und über Epsons iPrint-App ist auch die Verbindung mit einem Android- oder iOS-Gerät kein Problem. Epson Connect ist ebenfalls an Bord, was Remote-Druckertreiber und E-Mail-Druck ermöglicht. Zu guter letzt wird noch Googles Cloud-Print unterstützt, womit sich wirklich für jeden Bedarf die passende Verbindung finden sollte.

Scanner mit 1200dpi, integriertes Fax

Der ET-16500 ist ein klassisches 4-in-1-Multifunktionsgerät, bietet also die Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen. Dank ordentlicher 1.200 dpi Scanauflösung sollte die Qualität im Alltag kaum Wünsche offen lassen. Mit dem Fax eignet der ET-16500 sich für kleinere Büros oder das HomeOffice.

Epson liefert den ET-16500 mit zwei Tintenpaketen für bis zu 10.500 DIN-A4-Seiten in Schwarz-Weiß oder 11.300 A4-Seiten-in Farbe. Beim Drucktempo gibt Epson zehn Seiten pro Minute in Farbe und 18 Seiten pro Minute in Schwarz-Weiss an. Zum deutschen Preis des ab November 2017 erhältlichen Geräts hat sich EPSON bisher nicht geäußert, laut epson.com beträgt der Preis in den USA 999,99 US-Dollar.

Kaum Kostenvorteile durch Ecotank-Tintenflaschen

Epson Tintenflaschen

© Seiko Epson Corporation

Die Ecotank-Drucker die von Epson seit einigen Jahren angeboten werden könnten theoretisch durch den Wegfall der teuren Tintenpatronen bedeutende Kostenersparnisse bringen.

Da die Anschaffungspreise jedoch deutlich höher als für klassische Patronendrucker angesetzt werden, kommt dieser theoretische Vorteil über die normale Lebensdauer des Druckers nicht wirklich zum tragen.

In Ausnahmefällen könnte sich das Prinzip rechnen, bei den meisten Nutzern egalisiert der hohe Anschaffungspreis aber die geringeren Verbrauchskosten.

Druckertest: HP DeskJet 3636 Testbericht


Ein Multifunktions-Tintenstrahldrucker für 44€, kann der etwas taugen? Diese Frage stellten wir uns, als kürzlich HP selbst beim großen Onlinehändler mit dem kleinen »a« seinen HP DeskJet 3636 verschleuderte. Also wurde der kleine Tausendsassa bestellt, und bei uns einem Test unterzogen.

Was bietet der DeskJet 3636 fürs Geld?

Vor einigen Wochen hatten wir mit dem DeskJet 3720 den kleinsten Multifunktionsdrucker der Welt im Test. Und waren etwas enttäuscht. Der Einzugsscanner war nur als Notlösung zu gebrauchen, so richtig multifunktional ist der Drucker also nicht. Beim DeskJet 3636 setzt HP glücklicherweise auf einen klassischen DIN A4-Flachbettscanner. Damit lassen sich auch schon mal Buchseiten oder Fotos einscannen.

Ansonsten bietet der 3636 noch WLAN und unterstützt AirPrint und Mopria – kann also direkt vom Smartphone oder Tablet drucken.

Das war es dann aber auch schon an Ausstattung – für den Preis ist das aber völlig in Ordnung.

Alles drin, alles dran. Der DeskJet 3636 kommt sogar inklusive – sehr kurzem – Druckerkabel

Gehäuse und Verarbeitung

Runde, organische Formen bestimmen die Optik des HP 3636. Luigi Colani könnte sich damit sicher ebenso anfreunden, wie er niemandem im Auge schmerzt, oder schnell veraltet wirken würde.

Ja, das Design ist gelungen. Eine Papierschublade gibt es nicht, der 3636 verfügt nur über den hinteren Einzug. Wer wenig druckt sollte immer nur das Papier einlegen, das er benötigt, sonst kann am Papiereinzug auf Dauer eine Menge Staub eindringen.

Die Bedienung erfolgt über Folientasten an der Oberseite des Druckers, ein kleines Display gibt dem Nutzer Rückmeldungen zum Druckerstatus.

Die Bedienung des HP DekJet 3630 ist kinderleicht

Die Kunststoffe machen einen soliden Eindruck – gemessen am Preis – und die Verarbeitung ist wie meist bei HP einwandfrei. Bei einem Drucker für 44€ muss man natürlich auf robuste Details wie Metallscharniere am Scannerdeckel verzichten, das tut der Funktion aber keinen Abbruch.
Nicht besonders sinnvoll ist die Kabelführung an der Rückseite, das Netzkabel ragt mittig aus dem Gerät heraus – das hätte man kompakter lösen können.

Installation und Inbetriebnahme

HP liefert eine Schnellstartanleitung mit, und wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, dann ist der HP 3636 auch schnell aufgebaut. Windows installiert automatisch Basistreiber, wer die volle Funktionsvielfalt des DeskJet 3636 nutzen will, der muss aber die Treiber von CD installieren, oder sich aktuelle Treiber bei HP herunterladen.

Die Installation verlief einfach, HP versucht aber penetrant einem das Instant-Ink-Abo aufzudrängen. Mit einem Gratismonat will man möglichst viele Kunden zum Abschluss des Tintenabos bewegen. Damit schneiden sich die Anwender aber ins eigene Fleisch, denn HP nimmt so das für alternative Tintenpatronen benötigte Leergut aus dem Kreislauf – kein Leergut = keine günstigen Refill-Druckerpatronen

Drucken vom Smartphone oder Tablet

Dank WiFi-Direct kann man den Drucker auf direkt vom Smartphone oder Tablet ansteuern. Das klappte im Test problemlos, und ist im Alltag ein klares Plus an Komfort.

Drucken – Druckqualität des HP Deskjet 3636

Einfach das Bild anklicken, um es in voller Größe zu sehen, oder unten die Testdruck-Scans in 1200dpi herunterladen

Wir haben die Druckqualität mit den Original-Setup-Patronen getestet. Dabei waren die Ergebnisse wie erwartet ordentlich, aber auch nicht mehr als das. Beim Foto- und Grafikdruck auf Normalpapier zeigen sich horizontale Streifen in den Farbflächen, in der Qualitätseinstellung »Optimal« fallen diese nicht mehr ganz so ins Gewicht. Die Farben zeigen allgemein ein gewisses Rauschen.

Texte werden ordentlich gedruckt, zeigen aber Ausfransungen am Rand, und wirken allgemein etwas verwaschen – auf Fotopapier sind detailierte Schriften in kleinen Größen deutlich schärfer.

Für den Fotodruck ist der 3636 mit seiner Kombipatrone für Cyan, Magenta und Gelb nicht wirklich geeignet. Für unsere Testseite benötigte der DeskJet 3636 etwas über 5 Minuten, die Qualität scheint dabei erst einmal ausreichend für den gelegentlichen Fotodruck. Auf unserem Fotopapier bildete sich jedoch eine feine Schicht »Farbstaub« auf den schwarzen Flächen. Der lässt sich einfach abwischen, damit ist der Druck aber nicht sonderlich haltbar.

Hier die Scans der Testdrucke zum Download in 1200dpi:

Testdruck auf Normalpapier in Entwurfseinstellung

Testdruck auf Normalpapier in Normaleinstellung

Testdruck auf Foto-Glanzpapier in Einstellung »Optimal«

Scannen und kopieren – ein klassischer Scanner, mit wenig Einstellmöglichkeiten

Der Scanner reicht für einfache Scans und Kopien vollkommen aus. Die Detailqualität reicht jedoch nicht für Vergrößerungen oder hochwertige Fotoscans aus. Dafür bietet die Scansoftware von HP eine übersichtliche, einsteigerfreundliche Oberfläche. Der Kenner ärgert sich über fehlende Einstellmöglichkeiten, die jedoch den Normalnutzer kaum interessieren dürften.

Patronenempfehlung: Tonerdumping HP 302 Refill-Patronen mit mehr als doppelter Reichweite!

Wir empfehlen als Patronen unsere Refill-302, die in der schwarzen Variante auf satte 1030 Seiten, statt der 480 Seiten der Original HP 302 XL kommt. Bei der dreifarbigen sind es immerhin 370 statt 330. Die Standardpatronen von HP sollte man nicht in Betracht ziehen, diese haben eine geringe, kaum praxistaugliche Reichweite.

Fazit: Multifunktionsgerät für Gelegenheitsnutzer

Der DeskJet 3636 dürfte vielen Gelegenheitsnutzern voll und ganz ausreichen. Dank WLAN-Unterstützung ist er schnell ins Heimnetz eingebunden, das Gehäuse ist angenehm kompakt und ansehnlich, und die Druck- und Scanbedürfnisse von Wenignutzern werden abgedeckt. Wenn man auf unsere Refill-Druckerpatronen setzt, sind sogar die Druckkosten in einem erträglichen Rahmen, auf den Fotodruck sollte man jedoch verzichten – das wird sonst teuer.

Warum sich viele Billigdrucker nicht für Fotos eignen

Wir hatten kürzlich einen HP DeskJet 3720 im Test. Den kleinsten Multifunktionsdrucker der Welt – auch wenn wir den Einzugscanner eher als Spielerei betrachten. Seit einigen Tagen nun steht ein HP DeskJet 3636 im Testlabor, und zugleich laufen Tests mit Druckerpatronen für den Canon PIXMA MG2450. Was haben all diese Drucker gemeinsam? Sie setzen auf Druckkopfpatronen.

Druckkopfpatronen – Cyan, Magenta und Gelb in einer Patrone

Druckkopfpatronen sind wenn man so will der Klassiker unter den Drucker-Tintenpatronen. In unserem Know-How-Bereich erklären wir zum Thema Druckerzubehör die Vor- und Nachteile von Druckkopfpatronen. Einer der wichtigsten Nachteile, vor allem im Bezug auf den Druck von Grafiken und Fotos: Cyan, Magenta und Gelb werden in einer einzigen Patrone zusammengefasst. Damit disqualifizieren sich diese Geräte für den Foto- und Grafikdrucker mehr oder weniger von selbst.

Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz = alle Farben

Viel Luft in der HP 62 – und Cyan, Magenta und Gelb kombiniert

Im Druck kommt das Prinzip der subtraktiven Farbmischung zum Einsatz. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: durch das mehr oder minder starke überlagern von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz lassen sich unzählige Farben aufs Papier zaubern. Hochwertige Fotodrucker verfügen mitunter über zusätzliche Farben wie Hellmagenta, Hellcyan, zusätzliche Grautöne, um eine noch bessere Farbdarstellung zu erzielen, aber hier soll es um einfache Billigdrucker gehen, die nur eine Trennung in Schwarz- und CMY-Patrone aufweisen.

Wer druckt so, dass alle Farben gleichmäßig verbraucht werden?

Beim genutzten Beispielbild, der Nahaufnahme eines Grashüpfers, wurden die Kanäle einzeln ausgegeben, um die Anteile von Cyan, Magenta und Gelb zu verdeutlichen. Es fällt zunächst mal auf, dass auch dort, wo wir nur schwarz sehen, alle Prozessfarben verdruckt werden. Das ist nicht einmal ein Fehler. Auch im professionellen Offsetdruck wird dem Schwarz z.B. Cyan beigemischt, um ein tiefes, sattes schwarz zu erzeugen.

Was aber vor allem auffällt: bei dem Bild wird wesentlich mehr Gelb und Magenta verbraucht, als Cyan. Die Farben werden also nicht gleichmäßig, sondern sehr ungleichmäßig verbraucht.

Ein paar Fotos und eine halbvolle Patrone landet im Müll

Stellen wir uns nun vor, wir wollen von diesem Foto eine handvoll Abzüge für Familienmitglieder drucken, oder wir drucken eine Einladungskarte mit pinker Schrift, einige Fotos vom blauen Himmel über der Ostsee: in allen Fällen wird die Farbe in unserer Kombipatrone sehr ungleichmäßig verbraucht.

Sitzt im Drucker eine Patrone mit so lächerlich geringer Reichweite wie etwa die Original HP 304 Color mit ihren ca. 100 Seiten – die bei Fotos aufgrund des viel höheren Farbauftrags im Vergleich zum Messverfahren zur Ermittlung der Reichweite nie erreicht werden -, dann kann es einem passieren, dass bereits nach einigen Fotos die Patrone meldet sie sei leer.

Tinte ist extrem teuer – und dann soll man sie einfach wegwerfen?

Dieses Preisschild ist bei Twitter aufgetaucht und machte Schlagzeilen.

Dieses Preisschild ist bei Twitter aufgetaucht und machte Schlagzeilen.

Nicht erst, seit ein MediaMarkt-Preisschild versehentlich den Literpreis von 7.998€ für Epson-Tinte anzeigte, wissen wir, was für eine teure Flüssigkeit Druckertinte ist. Freiwillig dürfte die also niemand wegwerfen. Bei Druckkopfpatronen die Cyan, Magenta und Gelb kombinieren muss man das aber. Denn wenn auch nur eine der Farben aufgebraucht ist, lässt die Patrone sich nicht länger benutzen.

Deshalb ist das Drucken von Fotos und bunten Grafiken mit Billigdruckern nicht nur aufgrund der teuren Patronen nicht zu empfehlen! Denn man zahlt nicht nur die hohen Patronenpreise, sondern wirft auch noch einen mehr oder minder großen Teil des investierten Geldes einfach in den Müll.

Wer Fotos oder bunte Grafiken druckt, sollte einen Drucker mit Einzeltinten wählen

Wenn man also vor der Kaufentscheidung steht, und die Wahl zwischen einem Drucker mit Druckkopfpatronen und einem mit Einzeltinten hat, dann sollte man sich Gedanken darüber machen, ob die Kombipatrone mit Cyan, Magenta und Gelb zum eigenen Druckverhalten passt. Und ob die Ersparnis von oft nur 10-20€ zum Drucker mit Einzeltinten die deutlich höheren Folgekosten rechtfertigt. Wir empfehlen außer für Nutzer die wirklich sehr, sehr selten drucken immer Drucker mit Einzeltinten!

Enttäuschend: die drei neuen Epson-Workforce Drucker

Epson stellt drei neue Workforce, beziehungsweise drei neue Workforce PRO-Modelle vor. Der Hinweis auf das »Pro« im Namen ist wichtig, denn Epsons Annahme was ein Profi-Gerät auszeichnet haben sich zum Nachteil der Kunden gewandelt.

Epson Workforce Pro WF-3720DWF, Pro WF-4720DWF und Pro WF-4740DTWF

In der Vergangenheit hat Epson – sicher nicht zuletzt wegen des Abschieds vom Laser – die Ausstattung und Fähigkeiten seiner Workforce-Pro Drucker ständig optimiert. Die Geräte zeichneten sich durch Funktionen aus, die im Büroalltag eine spürbare Produktivitätssteigerung ermöglichten.
Bei den drei neuen Pro-Modellen hat Epson jedoch spürbar den Rotstift angesetzt und beliebte Ausstattungsmerkmale gnadenlos gestrichen.

Kein hinterer Einzug mehr

Alle drei Modelle verfügen über keinen hinteren Papiereinzug mehr. Dieser war bei den günstigeren Modellen bisher als 1-Blatt-Einzug zum Beispiel für Fotopapier vorgesehen, bei den Workforce-Pro 46xx sogar als vollwertiger zusätzlicher Einzug mit einer Kapazität von immerhin 80 Blatt ausgelegt. Epson geht wohl davon aus, dass das keiner braucht, also wird es gestrichen

Kein Ziffernblock mehr

Nicht nur bei Computertastaturen greift dieser Trend um sich, auch Epson hat bei seinen neuen Workforce-Pro auf den – physischen – Ziffernblock verzichtet. Dabei war der etwa bei der Eingabe von Faxnummern deutlich angenehmer zu bedienen als ein Touchpad. Nun versenden Privatpersonen kaum noch Faxe, im Büroumfeld ist das aber immer noch Gang und Gäbe.

Kein Duplex-ADF mehr bei Workforce Pro WF-3720DWF und Pro WF-4720DWF

Alle drei Geräte bieten automatischen Duplexdruck. Die beiden kleineren Geräte jedoch keinen Duplex-ADF mehr. Wer also den Komfort schätzt doppelseitig bedruckte Originale einfach einscannen, kopieren oder faxen zu können, der muss jetzt zum teuersten Modell, dem Pro WF-4740DTWF greifen.

Neue »Golfball«-Patronen mit geringerer Reichweite beim Workforce Pro WF-3720DWF

Während der Vorgänger des WF-3720 auf die Epson 27 »Wecker«-Patronen setzte, bei der eine XXL-Schwarzpatrone mit 2.200 Seiten Reichweite verfügbar war, kommen im neuen WF-3720 jetzt Epson 34 »Golfball«-Patronen zum Einsatz, bei denen die Reichweite verringert wurde, und so z.B. der Preis im SW-Druck mal eben nahezu verdoppelt wird. Bei den XL-Farbpatronen in Cyan, Magenta und Gelb reduziert sich die Reichweite von 1.100 auf 950 Seiten.

»Zahlenschloss«-Patronen für die WF-47xx Drucker

Auch in den beiden großen Brüdern kommen neue Patronen zum Einsatz, die Epson 35 »Zahlenschloss«-Patronen. Die Reichweite ist hier in etwa gleich geblieben, die Druckkosten nur wenig höher als bisher.

Resttintentanks austauschbar, Preise geringfügig günstiger

Positiv erwähnen muss man, das die Resttintentanks bei den drei neuen Workforce-Pros weiterhin einfach auszutauschen sind. Hier werden die Drucker dem »Pro«-Anspruch also durchaus gerecht.
Die Preise hat Epson ebenfalls etwas nach unten korrigiert, statt bei ca. 200€ geht es jetzt schon bei etwa 170€ los. Ob das die gestrichenen Funktionen aufwiegt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Snapseed 2.16 für Android und iOS mit Neuerungen

Snapseed zählt unzweifelhaft zu den beliebtesten und besten Bildbearbeitungs-Apps für Smartphone und Tablet. In der neuesten Version hat Google der App einige interessante Neuerungen spendiert, die noch mehr spannende Möglichkeiten bieten. Damit kann man seine Bilder jetzt noch besser und einfacher bearbeiten bevor man sie teilt, oder auf dem heimischen Drucker ausgibt.

Neu: Looks erstellen und teilen

Neben vielen Detailverbesserungen gibt es auch eine große Neuerung: die sogenannten »Looks«. Hierbei handelt es sich um Stilvorlagen, die man bequem auf mehrere Bilder anwenden, speichern, und per QR-Code sogar teilen kann. Eine spannende, hilfreiche neue Funktion über die viele Nutzer dankbar sein dürften.

Selektive Korrektur: jetzt auch Struktur selektiv anpassen

Konnte man bisher nur Helligkeit, Kontrast und Sättigung selektiv anpassen, funktioniert das nun unter Snapseed 2.16 auch mit der Struktur. So kann man noch besser als bisher einzelne Bereiche eines Bildes betonen und hervorheben.

Video: vom Schnappschuss zum druckreifen Foto mit Snapseed

Automatische Perspektivkorrektur unter Android

Die Android-Version von Snapseed verfügt nun auch über die Möglichkeit einer automatischen Perspektivkorrektur. Dabei kann man natürlich auch noch von Hand nachregeln, bis einem das Ergebnis zu 100% zusagt.

»Tipps & Tricks« jetzt auch unter Android

iOS-User kennen den »Tipps & Tricks«-Bereich schon länger. Jetzt kommen auch Android-User in den Genuss der Anleitungen, Videos und Looks die sich dort finden.

Aktuelle Versionen per automatischem Update, oder Snapseed installieren

Wer Snapseed bereits auf seinem Smartphone oder Tablet installiert hat, der erhält das Update automatisch. Wer bisher noch kein Snapseed nutzt, der sollte sich die App unbedingt anschauen!

Preisschock nach dem Kauf: extrem hohe Druckkosten beim HP DeskJet 3636

Über diverse Webportale wie chip.de wird recht unreflektiert zur Zeit der HP DeskJet 3636 beworben. Ein Multifunktionstintenstrahldrucker für zeitweise nur 44€ statt der UVP von 79,99€. Das klingt erst einmal nach einem unglaublich günstigen Angebot. Und der Drucker bietet in der Tat einiges: Drucken, Scannen, Kopierfunktionen und WLAN. Da erscheint der Preis geradezu absurd niedrig.

Die böse Überraschung folgt beim Patronenkauf: teure HP 302 Druckerpatronen

Im DeskJet 3636 setzt HP wie bei all seinen Einsteigerdruckern auf Druckkopfpatronen. Im Falle des DeskJet 3636 auf die Serie HP 302. Sowohl von der schwarzen HP 302 als auch von der bunten 302 sind optional sogenannte XL-Varianten erhältlich. Wie man sich eine XL-Patrone von HP vorstellen muss, das haben wir mit unserer Patronenöffnung der HP 304 kürzlich deutlich gemacht.

Die HP 302 Standardpatronen bieten in schwarz 190 und in Farbe 165 Seiten Reichweite. Gemessen nach ISO sind diese Werte nur im Vergleich aussagekräftig, denn je nach Druckverhalten kann die Seitenleistung auch deutlich geringer ausfallen. Wer zum Beispiel viele Fotos druckt, der verbraucht entsprechend mehr Tinte und kommt auf weniger Druckseiten. Zudem muss die dreifarbige HP 302 auch dann ausgetauscht werden, wenn nur eine der Farben aufgebraucht ist.

HP 302 XL – 330 und 480 Seiten

Die XL-Varianten der HP 302 kommen auf Seitenleistungen von 330 Seiten bei der Cyan-Magenta-Gelb-, und 480 Seiten bei der Schwarzpatrone. Im Vergleich zu den Standardpatronen erscheint das als deutlicher Vorteil. Wenn man jedoch berücksichtigt, das unsere Refill-HP 302 in Schwarz auf ca. 1.030 Seiten nach ISO kommt, dann wird klar, dass HP die 302 XL besser 302 M genannt hätte.

Wie schon bei der HP 304 verkauft HP auch bei der 302 viel Luft an seine Kunden. Die Patronengehäuse sind groß wie eh und je – der Inhalt wurde immer weniger.

Ist der HP DeskJet 3636 ein schlechter Drucker?

Bedeutet das nun, dass man den DeskJet 3636 auf keinen Fall kaufen sollte? NEIN! Der Drucker ist ohne jeden Zweifel ein Schnäppchen für 44€. Allerdings sollte man vor dem Kauf sorgfältig abwägen, ob man so wenig druckt, dass die hohen Folgekosten nicht so sehr ins Gewicht fallen, oder nicht doch lieber zu einem Gerät greift für dessen Patronen man nicht so tief in die Tasche greifen muss.

Druckkosten senken beim HP DeskJet 3636

Wer sich für den DeskJet 3636 entscheidet, und dennoch seine Druckkosten reduzieren will, dem empfehlen wir als erste und in unseren Augen beste Möglichkeit, zu unseren Refill-Druckerpatronen zu greifen. Für handwerklich geschickte Nutzer kommt natürlich auch die Möglichkeit in Betracht zu unseren Refill-Sets für die HP 302 zu greifen. Alle passenden Produkte finden sich im Shop.

 

Druckerpatrone aufgesägt: jetzt auch die HP 304 „XL“

Unser Beitrag zum inneren Aufbau der HP 304 Druckerpatrone hat für einiges an Presseecho, und viele Reaktionen von Besuchern geführt. Berichtet haben unter anderem golem.de und in Österreich die Website der Tageszeitung »der Standard«. Dabei kamen einige Fragen auf, die hier beantwortet werden sollen.

Warum wurde die HP 304 und nicht die HP 304 XL verglichen

Der Unterschied zwischen unserer HP 304 Ersatzpatrone und der originalen HP 304 mit normaler Füllmenge ist mit 120 zu 975 Seiten so unglaublich groß, dass wir schlicht Angst hatten unsere angegebene Seitenleistung könnte unrealistisch erscheinen. Eine etwas höhere Leistung erscheint im Bereich des möglichen, aber die achtfache Reichweite der normalen HP 304, und immer noch eine mehr als dreifache Leistung im Vergleich zur HP 304 XL – wer sollte uns das denn glauben?

Aus diesem Grund öffneten wir die Original HP 304, die wir bereits im Test leergedruckt hatten, und verglichen sie mit unserer HP 304 Ersatzpatrone. Um visuell zu untermauern, dass der extrem große Reichweitenunterschied nicht in magischer Tinte, sondern einem komplett anderen Innenleben begründet ist.

Jetzt haben wir auch die HP 304 XL geöffnet

Leergedruckte Patronenschwämme Von links nach rechts: HP 304, HP 304 XL, Tonerdumping 304 XXL

Wie angekündigt haben wir nun auch die HP 304 XL geöffnet. Anders als von uns erwartet nutzt diese nicht den gleichen Schwamm mit einer größeren Tintenfüllung, sondern setzt tatsächlich einen größeren Schwamm ein. Allerdings füllt auch dieser das Patronengehäuse wieder bei weitem nicht vollständig aus, was HP durch zwei Stege in der Patrone kaschiert.

Ebenfalls wieder deutlich zu erkennen: auch bei der HP 304 XL lässt HP ordentlich Platz im Schwamm, dieser ist nur zum Teil mit Tinte gefüllt. Man könnte nun auf die Idee kommen, diese Füllmenge mit technischen Gründen zu rechtfertigen. Das würde im Umkehrschluss aber bedeuten, dass unser Produzent über ein besseres Know-How verfügt als HP. Wie glaubwürdig das ist, möge jeder selbst für sich entscheiden.

»Das ist doch nicht neu, dass günstige Drucker hohe Folgekosten haben«

Vielfach gab es auch die Anmerkung, dass es keine Neuigkeit sei, dass Drucker die in der Anschaffung besonders günstig sind – wie eben z.B. die DeskJet 3700-Serie in der die HP 304 zum Einsatz kommt – hohe Preise beim Verbrauchsmaterial aufweisen. Und dem stimmen wir zu: das ist keine Neuigkeit.

Den wenigsten Nutzern dürfte aber klar sein, wie hier über den psychologischen Trick einer äußerlich gleichbleibenden Patronengröße kaschiert wird, dass man immer weniger für sein Geld bekommt. Daher finden wir den Einblick in die Patrone durchaus sehenswert, und denken, dass es auch vielen Nutzern so geht. Die Reaktionen geben uns hier recht.

»Die HP 304 mit kleiner Füllmenge ist aus Kompatiblitätsgründen im XL-Gehäuse«

Auch diese Behauptung wurde in den Kommentarspalten bei golem.de laut. Das ist aber leicht zu widerlegen. Denn wenn dem so wäre, warum setzt HP dann bei der HP 304 XL ebenfalls sehr große Spacer ein? Diese lassen sich aus unserer Sicht nicht technisch begründen. Und ein kleineres Gehäuse ließe sich problemlos mit dem Druckkopf und der Patronenelektronik kombinieren. Die 304 wird in die DeskJet 3700 Drucker von vorne eingesetzt. Eine Bauform mit einer Art Griffzone wäre hier sogar besser zu handhaben.

Ist nur die HP 304 betroffen, oder gibt es auch für andere Drucker so viel günstigere Alternativen

Die HP 304 ist ein Extremfall, bei dem die Unterschiede optisch sehr deutlich zu Tage treten, wenn man die Druckerpatronen öffnet. Das bedeutet aber nicht, das man nur bei der HP 304 derartige Ersparnisse erzielen kann. Ganz im Gegenteil. Da Druckkopfpatronen nicht nachgebaut, sondern aus patentrechtlichen Gründen nur wiederbefüllt werden können, sind die Ersparnisse hier im Vergleich zu kompatiblen Produkten sogar geringer.

Unser Shop bietet für viele Druckermodelle Alternativen mit Ersparnissen über 80% im Vergleich zu den Originalpatronen und -tonern. Und das ohne Verlust der Druckergarantie und mit 3 Jahren Garantie auf die Patronen oder Toner aus unserem Hause. Bewährt bei zahllosen Privatkunden, und vor allem auch in zigtausend Büros und Behörden.

 

Wieso unsere Refillpatrone achtmal so viel druckt wie die Original HP 304

Im Tonerdumping-Testlabor musste sich letzte Woche unsere neue Refill-Druckerpatrone bewähren, die als Ersatz für die originale HP 304 Druckerpatrone dient. Dabei kam unser Testleiter bei der Refill-Druckerpatrone auf eine Druckleistung von 975 Seiten. Wenn man sich anschaut, dass die Original HP 304 eine Leistung von 120 Seiten erbringen soll, dann druckt unser Ersatz also mehr als ACHTMAL so viel.

Äußerlich die gleiche Patrone, innen viel Luft beim Original

Um das ganze nicht nur in Textform zu erklären, und den Eindruck zu erwecken es handle sich um reines Marketing, haben wir eine HP 304 und unsere Refill-Druckerpatrone geöffnet. Die Tinte wird heutzutage in den meisten Druckkopfpatronen in einem Schwamm gespeichert. Unsere Abbildungen zeigen recht deutlich die Unterschiede zwischen dem Schwamm der Originalpatrone von HP, und unserer Refill-Druckerpatrone.
Im direkten Vergleich wirkt der Schwamm der Originalpatrone geradezu winzig.

Die genauen Abmessungen der Tintenschwämme im Vergleich:

19 x 14 x 27mm bei der OriginalHP 304

45 x 28 x 26mm bei unserer Refill-Druckerpatrone

Das ist ca. die sechsfache Größe beim Schwamm. Den Rest zur höheren Reichweite trägt die Befüllung mit mehr Tinte bei. Deutlich zu erkennen, bei beiden leer gedruckten Patronen: der HP-Tintenschwamm hat im oberen Bereich noch nie Tinte enthalten.

Heiße Luft bei der Originalpatrone, satte Tintenfüllung bei Tonerdumping!

Der nur mit Luft gefüllte Bereich in der Original HP 304 ist rot hervorgehoben.

So wird klar, dass es sich bei der achtfachen Seitenleistung nicht um Marketinggeschrei oder unhaltbare Versprechen handelt, sondern Tonerdumping schlicht weniger Luft ausliefert als HP. Die Patronengröße der HP Originalpatrone passt nicht wirklich zum Tintenreservoir, man hat eine Patronengröße beibehalten, die seit Jahren bekannt ist, und baut einfach nur Kunststoff-Spacer ein, um die kleine Füllung und den kleinen Schwamm zu kaschieren.

Nicht so bei Tonerdumping: unsere Patrone ist randvoll. Das sorgt nicht nur für wesentlich mehr Reichweite, man muss auch nicht so häufig einen Ausrichtungstest vornehmen wie beim Original, der ja bei jedem Patronenwechsel ansteht.

Das zeigt sich denn auch im Vergleich der Druckkosten:

Nachteile beim selbst refillen

Wer sich die Originalpatrone anschaut, erkennt auch, dass es beim refillen zu Problemen kommen kann. Nämlich dann, wenn man versehentlich nicht in den Schwamm, sondern die Kunststoffkammer Tinte einfüllt. Aber dank des günstigen Preises unserer Refill 304 lohnt sich das selbst refillen bei den meisten Nutzern sowieso nicht – und wir geben 3 Jahre Garantie auf unsere Refill-Patrone für den HP DeskJet 3720! Das sollten genug Argumente für eine sinnvolle Kaufentscheidung sein.

Update 04.03.2017

Dank einer Erwähnung bei golem – einer der wichtigsten deutschen Seiten für IT-News – haben wir sehr viele Rückmeldungen erhalten. Dabei gibt es relativ viele Anmerkungen, wir hätten statt der „kleinen“ HP-Patrone die XL-Variante öffnen sollen. Wir kennen das Ergebnis, holen das aber als Beweis am kommenden Montag nach, und liefern entsprechendes Bildmaterial.

Druckertest: HP DeskJet 3720 Testbericht

»Na der ist aber süß«, so oder ähnlich dürften viele Reaktionen beim ersten Anblick des HP DeskJet 3720, dem kleinsten Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker der Welt, lauten. Und in der Tat ist HP ein sehr ansehnliches Design gelungen. Ähnlich wie vor gut 20 Jahren der erste Apple iMac einen Weg weg von den grauen Kisten beschritt und mit organischer Form und farblichen Akzenten neue Ansätze verfolgte, wirkt der DeskJet 3720 erfrischend anders.

Überzeugt der HP DeskJet 3720 auch auf den zweiten Blick?

Ein hübsches äußeres ist zwar ein netter Bonus, aber ein Drucker soll in erster Linie gut und zuverlässig drucken, und ein Multifunktionsgerät sich beim scannen und kopieren bewähren. Entsprechend hat sich unser Druckerexperte Michael Schneider nicht blenden lassen, und dem DeskJet 3720 genau unter die Haube geschaut – und dort glänzte dann nicht mehr alles ganz so hell.

Nehmen wir uns als erstes dem Alleinstellungsmerkmal der kleinste Multifunktionsdrucker der Welt zu sein an. Im ungenutzten Zustand, alle Klappen geschlossen, stimmt das. Dafür zahlt man allerdings mit dem Nachteil eines reinen Einzugscanners. Um mal einen Brief oder eine andere einseitige Vorlage einzuscannen reicht das aus, wer versucht ein Buch oder auch nur eine Zeitschrift durch den Einzug zu befördern, der steht vor einer unlösbaren Aufgabe.

Auch beim drucken relativiert sich der Größenvorteil. Sind die Klappen für Papiereinzug und -ausgabe geöffnet, ergibt sich eine Grundfläche von 40x50cm bei 30 Zentimeter in der Höhe. Kompakt, ohne Frage, aber die Stellfläche ist nicht kleiner als bei vergleichbaren Druckern.

Gehäuse und Verarbeitung

Der DeskJet 3750 kommt in einem schicken Kunststoffgehäuse daher. Während das weiße Grundgehäuse und die bunte, halbtransparente Applikation oben eine leicht raue Oberfläche aufweisen glänzt das Kunstoffmaterial der Oberfläche der Scaneinheit, die bügelförmig das Gehäuse überspannt. Das sieht gut und für den Preis durchaus hochwertig aus, allerdings auch etwas modisch, und man könnte sich eventuell schnell daran satt sehen.

Die Verarbeitung ist ordentlich, man merkt dem DeskJet 3720 aber auch deutlich an, dass er nicht für den harten Büroalltag, sondern für Gelegenheitsdrucker konzipiert wurde. Besonders beim etwas ruckelig von statten gehenden Patronenwechsel verwinden sich einzelne Teile deutlich hör- und spürbar. Aber für die Preisklasse hält sich das alles im Rahmen.

Installation und Inbetriebnahme

Der Patronenwechsel gestaltet sich wie bereits erwähnt etwas ruckelig, das gilt natürlich auch beim einsetzen der ersten Patronen. Die Treiberinstallation ist hingegen ebenso einfach wie die Einbindung ins WLAN, man merkt HP die jahrzehntelange Erfahrung im Druckergeschäft hier deutlich an. Das Bedienpanel am Drucker ist ebenso einfach und übersichtlich geraten wie die Software.

Nach dem Einsetzen der Patronen ist ein Ausrichtungstest fällig, um bestmögliche Druckqualität zu garantieren, und der macht nicht wirklich Spaß. Von HPs Kompetenz merkt man an dieser Stelle nämlich nichts mehr, der Ausrichtungstest beim DeskJet 3720 erinnerte unseren Tester an Klassiker wie den seligen DeskJet 550C. Das löst HP bei anderen Druckern wesentlich besser.

Besonders unschön ist das im Zusammenspiel mit der geringen Reichweite der kleinen Original HP 304, die Schwarzpatrone kommt auf 120 ISO-Seiten, die bunte gar nur auf 100. Wer also den Drucker häufiger nutzt sollte alleine schon wegen des aufwändigen Ausrichtungstests zumindest zu den Original HP 304XL-Patronen greifen, die kommt in Schwarz und Bunt wenigstens auf 300 Seiten.

Drucken – Druckqualität des HP Deskjet 3720

Nach dem etwas nervigen Ausrichtungstest kann man dann losdrucken. Was bietet der DJ 3700 hier an Qualität? Wir wurden nicht enttäuscht, aber auch nicht überrascht. Texte und Dokumente druckt der DeskJet 3720 in ordentlicher Qualität, allerdings bei – mit Originalpatronen – happigen Druckkosten.  HP empfiehlt den DeskJet 3720 allerdings auch nur für ein monatliches Druckvolumen von 50 bis 200 Seiten.

Als Fotodrucker disqualifiziert sich der DeskJet 3720 alleine schon wegen der exorbitanten Druckkosten und der Kombipatrone für Cyan, Magenta und Gelb. Wer dennoch mal ein Foto mit dem kleinen HP druckt erhält eine erträgliche Qualität, die allerdings im Detail nicht an aktuelle Mittelklasse-Tintenstrahldrucker heranreicht. Beim Drucktempo des HP DeskJet 3720 empfiehlt sich ein ausreichender Tee-Vorrat, denn das Drucktempo kann im Fotodruck nicht überzeugen.

Satte 6:35 Minuten benötigte der 3720 für unsere DIN A4-Testseite im Fotodruck. Abwarten, Tee trinken, und in Anbetracht der Druckkosten den Bankberater bezüglich einer Erweiterung des Dispos ansprechen.

1200dpi Scans der Ausdrucke herunterladen

Druck auf Fotopapier

Druck auf Normalpapier 

Scannen und kopieren – was taugt der Einzugscanner?

Rechts der für den Notfall noch akzeptable Scan von Normalpapier, links der verzerrte Scan von Fotopapier.

Gleich vorweg: der Scanner des DeskJet 3720 konnte uns nicht überzeugen. Um die DeskJet3700-Serie zu den kleinsten Multifunktionsdruckern der Welt machen zu können, setzt HP auf einen Einzugscanner. Das sorgt für massive Einschränkungen bei den möglichen Scanvorlagen. Eine Seite aus einem Buch oder einer Zeitschrift scannen? Unmöglich. Andere gebundene Dokumente scannen? Unmöglich.

Es besteht wirklich ausschließlich die Möglichkeit einseitige Dokumente zu scannen. Und dabei wiederum konnte uns die Scanqualität nicht überzeugen. Die Scan- und Kopierfunktion ist weder Fisch noch Fleisch, erlegt dem Nutzer im Alltag sehr unschöne Beschränkungen auf, und bleibt so leider wirklich nur eine reine Notlösung.

Während die Scan-Qualität bei Normalpapier noch für eine schnelle Kopie ausreicht, sorgt Fotopapier für stark verzerrte Scans.

Originalscans zum Download – unbearbeitet:

Originalscan Normalpapier mit dem DeskJet 3720

Originalscan Fotopapier mit dem DeskJet 3720

Patronenempfehlung: Tonerdumping HP 304 Refill-Patronen mit dreifacher Reichweite!

Zusammen mit dem Drucker haben wir auch unsere neuen HP 304 Refill-Druckerpatronen getestet. Dabei erreichte die schwarze Patrone sensationelle 975 Seiten nach ISO. Damit sinkt der Seitenpreis von 8,32 Cent mit der Original HP 304 auf nur noch 2,56Cent! Eine Ersparnis von knapp 70%, das ist für einen Druckkopfpatronen-Drucker geradezu rekordverdächtig.

Bei der Farbpatrone mit Cyan, Magenta und Gelb kamen wir im Test auf immerhin 345 Seiten, 45 mehr als das Original verspricht. Hier bewegt sich dann die Ersparnis im Bereich von 25% im Vergleich zur normalen HP 304 Originalpatrone

Fazit: Drucker für Gelegenheitsnutzer, Scanner als Notlösung

Der DeskJet 3720 hat bei uns einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits überzeugen Design, Konnektivität und Preis, andererseits erkauft sich HP das Alleinstellungsmerkmal des kleinsten Multifunktionsdruckers der Welt durch einen im Alltag kaum nützlichen Scanner. Das Prinzip des Einzugscanners macht für Dokumentenscanner Sinn, für Privatanwender schränkt es die Nutzung unschön ein.

Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, der erhält für einen Straßenpreis von aktuell knapp unter 70€ einen Drucker der für das gelegentliche ausdrucken von Briefen oder anderen Dokumenten ausreicht. Als Fotodrucker eignet der DeskJet 3720 sich nicht, allein schon aufgrund der Druckkosten, aber auch die Druckqualität und das Tempo können hier nicht überzeugen. Gut gefällt uns die hervorragende Konnektivität und die simple Installation.

Abraten müssen wir von den HP 304 Standardpatronen. Mit einer ISO-Reichweite von 100 Seiten bei der Farb- und 120 Seiten bei der Schwarzpatrone sind diese sehr schnell verbraucht, und der bei jedem Patronenwechsel fällige Ausrichtungstest ist ein Ärgernis sondergleichen, das hätte man besser lösen können.

Und jeder der sich dennoch für den DeskJet 3720 entscheidet, sollte regelmäßig die Innenseite der Patronenklappe öffnen. Dort lagerte sich bei unserem Testgerät eine Menge Tintennebel ab.

Drei neue A4-Laser für HomeOffice und kleine Büros: Ricoh SP 220Nw/SNw/FNw

Wir hatten bereits vor wenigen Tagen 2 neue Ricoh-Laserdrucker für kleine und mittelgroße Büroumgebungen vorgestellt. Ricoh hat seinem Drucker-Portfolio aber noch drei weitere leistungsstarke Laserdrucker und Multifunktionslaser hinzugefügt, die sich eher an die Zielgruppe der kleineren Büros und Home-Offices richten.

Die Ricoh SP 220 Drucker

Schauen wir uns zunächst die Gemeinsamkeiten der drei neuen Geräte von Ricoh an. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um drei Geräte mit identischer Drucktechnik aber unterschiedlicher Ausstattung.

Das Laserdruckwerk schafft bei einer maximalen Auflösung von 1200 x 600 dpi bis zu 23 Seiten pro Minute. Eine Aufwärmzeit von 30 Sekunden ist ebenso respektabel wie die 10 Sekunden die bis zum ersten Ausdruck vergehen. Da kann man wahrlich nicht meckern, für die avisierte Zielgruppe sind das gute Werte.

Ebenfalls hervorzuheben, da bei Ricoh keine Selbstverständlichkeit: eine automatische Treiberinstallation soll die Drucker schnell und mühelos betriebsbereit machen – wir werden das bei Gelegenheit testen.

Treiber und Konnektivität der SP 220-Serie

Was die Konnektivität angeht lassen die SP 220-Drucker keine Wünsche offen. USB, LAN, WLAN in allen drei Modellen, Unterstützung für Apple AirPrint™, Mopria, Google Cloud Print und NFC – perfekt.

An Treibern werden alle wichtigen Windows-Versionen seit Windows Vista unterstützt und Treiber für OS X >10.8 geboten. Zum Thema Linux konnten wir bisher nichts in Erfahrung bringen.

Unterschiedliche Ausstattung der Geräte

Der SP 220Nw ist ein reiner Schwarzweiß-Drucker ohne besondere Zusatzfunktionen, wenn man mal von der Netzwerkfähigkeit absieht. Der SP 220SNw kommt als klassischer MFP daher, bietet also die Funktionen drucken, scannen und kopieren. Wer zusätzlich noch eine Faxfunktion benötigt, der greift zum 4-in-1-Modell SP 220SFNw.

Die beiden Multifunktionsgeräte bieten auch einen automatischen Dokumenteinzug (ADF) beim mit 600dpi auflösenden Scanner – das ist aber bei Geräten für diese Zielgruppe auch nicht anders zu erwarten.

Toner und Druckkosten bei Ricoh SP 220-Druckern

Alle drei Geräte kommen laut Ricoh mit einem Startertoner der 700 Seiten schafft. Das ist wahrlich nicht viel. Wer nachkauft hat die Wahl zwischen einer kleinen Tonerkartusche mit 1.000 Seiten Reichweite und einer großen die immerhin 2.600 bietet. Der SP 201HE Originaltoner bietet 2.600 Seiten Reichweite – bei unserem aktuellen Shoppreis kommt man so auf Seitenpreise von ca. 2,88 Cent mit dem Originaltoner.
Greift man sinnvollerweise zu unserem Businesstoner, reduziert sich der Seitenpreis auf nur noch ca. 1,23 Cent. Das sind deutlich über 55% Ersparnis – so wird der Ricoh SP 220 zu einem Drucker mit guter Ausstattung und durchaus niedrigen Seitenpreisen.