Gerücht: Printrite kauft Pelikan Hardcopy

Pelikan Hardcopy bietet Tinte, Toner und Farbbänder an.

Pelikan Hardcopy bietet Tinte, Toner und Farbbänder an.

Aus zwei gut informierten Quellen konnten wir erfahren, dass bei Pelikan in Hannover eine chinesische Delegation dabei ist, sich mit Pelikan Hardcopy Mitarbeitern auszutauschen. Es geht wohl um eine Übernahme der Hardcopy-Sparte.

Wegen des Brexit möchte zudem Printrite seine Europazentrale auf das europäischen Festland verlegen und will einen erfahrenen Marktteilnehmer kaufen. Vorzugsweise mit einer deutschen Vertriebszentrale. Unsere Nachfrage, ob es sich um Pelikan Hardcopy handle, wurde nicht dementiert, sondern mit einem schweigenden Grinsen beantwortet.

Was bedeutet eine Übernahme von Pelikan Hardcopy für den Markt?

Printrite hat hauptsächlich nur Toner im Programm.

Printrite hat hauptsächlich nur Toner im Programm.

Der Zusammenschluss von Pelikan Hardcopy und Printrite würde für beide Partner große strategische Vorteile bringen. Printrite könnte Pelikan mit einer großen Bandbreite von Tonerkartuschen unterstützen, die zum einen preiswert in der Produktion und außerdem patentrechtlich relativ sicher sind. Printrite würde von der hochpreisigen Marke Pelikan profitieren und von der deutschen Logistik. Für den deutschen Markt würde ein großer Player entstehen.

Pelikan-Toner und Druckerpatronen sind seit Jahren rückläufig im Umsatz. Zum einen muss Pelikan immer wieder juristische Angriffe der Druckerhersteller abwehren. Zum anderen ist die Verwaltungsstruktur bei Pelikan teuer. Und zu guter letzt ist Pelikan seit Jahren bei Produktneuheiten meist der langsamste Anbieter.

Doch eines kann Pelikan heute noch bieten: Eine bekannte Marke, die immer noch für Qualität steht.

Printrite leidet zur Zeit unter der mächtigen Konkurrenz, die von der Seine-Gruppe ausgeht (G&G, Ninestar, Apex, Pantum, Lexmark). Für Printrite ist auch der bevorstehende Brexit ein echtes Problem. Die Europazentrale befindet sich nämlich in Großbritannien. Wenn für die Briten der Weg zum gemeinsamen Binnenmarkt abgeschnitten wird, dann würde das Printrite empfindlich treffen.

Printrite und Pelikan könnten mit einem Zusammenschluss also einem ernsthaften Mitspieler entwickeln. Ins Hintertreffen könnten Clover und Turbon geraten. Clover ist seit ein paar Monaten auf der Suche nach einem Käufer und auch Turbon muss sich mit einem Umsatzrückgang auseinander setzen. Auch für die Armor-Gruppe, die zur Zeit Edding beliefert, könnte ein Wiederaufstieg der Pelikan-Marke gefährlich werden. Hat man dort doch erst vor kurzem mühevoll Pelikan von Karstadt, Mediamarkt und Saturn verdrängen können, so könnte Pelikan hier vielleicht wieder Boden gut machen.

5 Gedanken zu „Gerücht: Printrite kauft Pelikan Hardcopy#8220;

  1. Die miese Qualität der Pelkantinten hat ja schon nach Übernahme die Marke Geha gekillt. Ob Printrite dieses versaute Image wieder hoch bringen kann bezweifele ich doch stark. Aber wer Tinten und Toner bei Karstadt, Mediamarkt und Saturn kauft, dem ist ja eh nicht zu helfen.

  2. Jetzt ist Pelikan endgültig am A…..
    China und Qualität… naja…… kauft man halt wieder Originalware, da weiss man was man hat.

    • Naja, Qualität und China schließen sich nicht automatisch aus. Mein MacBook und mein iPhone wurden beispielsweise in China produziert. Übrigens werden die sogenannten Originalpatronen auch in Südostasien hergestellt. Lesen Sie mal, was auf Ihrer HP-Patrone steht. Da finden Sie „Made in Malaysia“ oder „Made in China“ – und sie funktionieren.

  3. Apple, HP und wie sie alle heissen sind natürlich die Originalhersteller. Pelikan war ein Nachbauer und „wiederaufbereiter“ von Tonerpatronen…. Sie vergleichen da Äpfel mit Birnen.
    Bei diesem Deal geht es darum, die Marke Pelikan für Chinamassenprodukten zu missbrauchen. Das wäre so als würde man bei China-Autos das BMW- oder Mercedes- Logo aufzukleben……

    • Ich habe noch kein Printrite-Produkt gesehen, dass mit einem HP-Logo überklebt wurde. Printrite – der neue Eigentümer der Pelikan Hardcopy-Marke – ist ein renomiertes chinesisches Unternehmen, das auch vorher sehr gute Produkte hergestellt hat. Und dass diese nicht wiederbefüllt, sondern zu 100 Prozent aus Neuteilen bestehen, ist ein Vorteil. Printrite baut auch nicht 1:1 nach, sondern umgeht Geschmacksmuster und Patente der Druckerhersteller. Ein Produkt als schlecht abzutun, nur weil es aus China stammt ist mir zu einfach gedacht.

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