15 Jahre TONERDUMPING – Ein Rückblick (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich bereits über die Anfänge meiner Firma geschrieben. Als Erinnerungsstütze verwende ich das Buchhaltungs-Journal aus dem Jahr 2003. Anhand der Zahlungen und Buchungen kann man ja einige Erinnerungen wach rufen. Was auf jeden Fall eine tolle Unterstützung für meine Firmengründung war, war das Überbrückungsgeld. Das waren 1.415,40 Euro, die ich bis Oktober 2003 – also 6 Monate lang – vom Arbeitsamt erhalten habe.

Mahnverfahren und Zahlungsabgleich: ganz analog über einen Ordner verwaltet

Am 13. Juni 2003 habe ich das erste Mal Geld an einen Mitarbeiter überwiesen. Genauer gesagt, an eine Mitarbeiterin. Noch genauer gesagt, an meine Schwester. Sie hat Kunden angerufen, die ihre Rechnung nicht bezahlt hatten oder den Kontoauszug abgeglichen um die Rechnungen aus dem „Offenen Rechnungsordner“ auszusortieren. Hinter jeder bezahlten Rechnung wurde dann der Vermerk „bez.“ und das Datum notiert. Beim Mahnverfahren wurde im offenen Rechnungsordner mit Trennstreifen die Mahnstufen getrennt. Dazu wurden dann Vermerke notiert wie „Email geschrieben“ + Datum, oder „tel.“ + Datum, oder „Auf AB gesprochen“ + Datum. Das funktionierte auch ganz gut, auch wenn am Ende immer ein paar Kunden übrig blieben, die nicht bezahlen wollten oder konnten.

Kaum bezahlte Werbung

Die Werbeausgaben waren im Jahr 2003 noch sehr minimal gewesen. Für den deutschen Online-Dienst Web.de hatte ich einen Prämieneintrag gebucht und in einer PC-Zeitschrift eine Textanzeige gebucht. Das kostete nicht viel, brachte aber auch so gut wie keine Auswirkung auf den Umsatz. Etwas sinnvoller waren hingegen Listungen bei Preisvergleichsseiten. Abbuchungen von Overture, Pangora und Doyoo belegen, dass wir bereits im Jahr 2003 auf diversen Preisvergleichsseiten aktiv waren.

Suchmaschinenoptimierung als Erfolgsfaktor Nummer 1

Die beste Werbemaßnahme kostete kein Geld, sondern jede Menge Fleiß – die Suchmaschinen Optimierung. Die Optimierung für Google war damals deshalb relativ einfach, da viele große Firmen sich nicht darum gekümmert haben. Printus und Otto-Office hatten ihre Kataloge. Einen Büromarkt Böttcher gab es 2003 noch nicht – zumindest noch nicht mit einer relevanten Sichtbarkeit bei Google. Amazon hatte im Jahr 2003 noch keine Druckerpatronen und Toner im Sortiment. Bei Amazon fing man damals gerade an neben Büchern auch noch CDs und DVDs anzubieten. Toner und Druckerpatronen kaufte man im Jahr 2003 noch dort, wo man auch seinen Drucker gekauft hat. Und das war in Berlin bei Mediamarkt und Saturn. Vielleicht auch bei Karstadt oder im Kaufhof.

Im Jahr 2003 galt der sogenannte „Pagerank“ als Indikator dafür, welche Seite gut positioniert ist und welche schlecht positioniert ist. Für den damals sehr vertreiteten Internet Explorer konnte man eine Google-Toolbar installieren. Diese zeigte dann für jede Seite an, wie hoch der Pagerank war. Google-Chrome gab es damals noch nicht. Über die Toolbar sammelte Google nebenbei auch jede Menge Daten vom Nutzer ein. Wichtig war es nun möglichst viele Backlinks zu sammeln. Also Links auf Webseiten, die zu Tonerdumping verweisen. Es gab dafür eine große Anzahl von Firmenverzeichnissen und Internet-Katalogen. Hier konnte man sich manuell eintragen und die eigene Seite bewerben. Google zählte diese Links und vermutete eine hohe Autorität bei einer Seite, wenn sie nur oft genug verlinkt wurde. Es gab dann Artikelverzeichnisse, bei denen man einen kleinen inhaltlichen Artikel schreiben konnte und einen Backlink einbauen konnte. Später konnte man sogar Backlinks mieten. Auf einer amerikanischen Universität konnte man für 300 € pro Monat eine wertvolle Referenz buchen. Mit all diesen Methoden wuchs die Zahl der Links rasant an und Tonerdumping wurde bereits im Jahr 2003 zur Nummer-1 beim Suchwort „Toner“ – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern zeitweise sogar weltweit.

Heute funktionieren diese Methoden übrigens nicht mehr. Der Ansatz von Google war damals bemerkenswert, ist heute aber längst überholt.

Dank günstigem Dollarkurs: Druckerpatronen aus den USA

So sah die erste Schachtel aus, die wir von Perfect Ink erhalten haben.

So sah die erste Schachtel aus, die wir von Perfect Ink erhalten haben.

Mit dieser Aufmerksamkeit meldete sich ein Verkäufer aus den Vereinigten Staaten. Die Firma Perfect Ink existiert heute nicht mehr. Damals war Perfect Ink eine der größten Druckerpatronen-Fabriken in den USA. Am 8. August war es dann so weit. Ich bestellte in den USA und bezahlte per Vorauskasse. Bezahlt hatte ich die Lieferung mit meiner American Express Kreditkarte. Für einen anderen Zweck konnte man eine Amex ja kaum verwenden. Die erste Zahlung per Vorauskasse zu leisten war ein Risiko, das damals meine wirtschaftliche Existenz kosten konnte. Doch ein paar Wochen später kam die Ware an. Der Dollarkurs war damals gut – ein Euro entsprach im Jahr 2003 etwa 1,20 US-Dollar. Zwei Jahre zuvor war es noch genau umgekehrt, da war der Dollar mehr wert als der Euro. Dementsprechend preiswert war das Einkaufen in den USA. Mit diesem guten Preisvorteil waren dann die wiederbefüllten Druckköpfe für HP Tintenstrahldrucker konkurrenzfähig. Die Qualität war verglichen mit Emstar und 1A-EDV-Zubehör mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar einen Tick besser. Hauptlieferant war im zweiten Halbjahr 2003 weiterhin die Firma Emstar. Aber auch bei LDZ kauften wir Waren im Wert von mehreren Tausend Euro ein.

Wie ein Scheck beinahe meine wirtschaftliche Existenz gekostet hätte

Am 8. August flatterte ein Scheck in meinen Briefkasten. Etwas mehr als 9.000 € waren auf dem Scheck als Betrag vermerkt. Kurz zuvor hatte ein Kunde aus England eine Bestellung von zahlreichen Tonern für HP LaserJet 5000, und LaserJet 4100 getätigt. Die Betrag auf dem Scheck war also die Bezahlung für diese Bestellung. Euphorisch bestellte ich die Tonerkartuschen bei Emstar und wenige Tage später waren sie in meinem Arbeitszimmer eintroffen. Es waren riesige Kartons in denen diese großen Tonerkartuschen verpackt waren. Mein „Lager“ war also gut gefüllt und jetzt musste ich nur noch den Weiterversand nach England organisieren. Im Internet konnte ich dann aber keine Informationen zur Firma finden, die das bestellt hatte. Und so wurde ich stutzig. Ich ging also zur Bank und fragte, ob mir das Geld bereits sicher sei. Bei der Bank sagte man mir, der Betrag könne innerhalb von 30 Tagen noch zurück gebucht werden, sollte das Konto des Kunden nicht gedeckt sein. Nach wenigen Tagen war es dann auch soweit. Das Geld wurde zuzüglich einiger Gebühren wieder vom Konto abgebucht. Glücklicherweise hatte ich die Toner noch nicht verschickt. Doch ein Problem blieb – was soll nun mit diesen Tonern passieren?

Tonerdumping Startseite im September 2003

Tonerdumping Startseite im September 2003

Werfen wir einen Blick in die Wayback-Machine von archive.org. Im September gibt es einen Eintrag, der die Startseite von Tonerdumping zeigt… Man kann hier ganz gut sehen, wie ich versucht hatte die Toner zu verkaufen – einfach indem ich die Kartuschen verbilligt angeboten habe.

Ganz nebenbei: Das Startseiten-Layout erinnert nun doch sehr stark an die Startseite von Google. Ich wollte damals, dass die Kunden, die von Google kommen, sich gleich gut zurecht finden. Zudem waren Links auf der Startseite zu den wichtigsten Drucker-Marken-Kategorien verlinkt, damit diese auch ordentlich Ranking von der Startseite erhalten.

Wer abmahnt, schafft sich keine Freunde…

Doch diese Formulierung „statt 109,90 nur 89,90“ wurde mir zum Verhängnis. Wenige Tage später erreichte mich eine Abmahnung eines Händlers namens „Tonereinkauf“, die Seite wurde von BVL betrieben. Wer sich die Seite heute ansieht, sieht, wie sie damals ausgesehen hat… Aber egal, soll jeder selbst wissen, wie er seine Toner verkaufen will. Abgemahnt wurde, dass ich gegen das Wettbewerbsrecht verstoße, weil ich meine Kunden irre führe. Der Kunde wüsste bei diesem Angebot nicht, wofür das „statt“ stehe. Es könne ja ein UVP sein, ein alter Preis, oder vielleicht gab es diesen alten Preis ja vorher nicht. Diese Abmahnung kostete ein paar Nerven und am 24. November 2003 war die Sache dann mit einer Zahlung von 778 € an die Rechtsanwaltskanzlei von BVL.com vom Tisch. Am 4. Dezember 2003 hatte ich auch noch an unseren Rechtsanwalt 213,64 € überwiesen. Ich hatte in meiner Kundenkartei relativ wahllos nach einem Rechtsanwalt gesucht. Vermutlich war das nicht die beste Methode einen guten Rechtsanwalt zu finden. Wie man einen Streichpreis rechtlich einwandfrei gestaltet durfte ich so lernen. Das Lehrgeld betrug fast 1.000 €.

Drei Kunden mit 130 € Kassenumsatz am ersten Verkaufstag der ersten Filiale

Neue Startseite, erster Laden eröffnet.

Neue Startseite, erster Laden eröffnet.

Am 6. November 2003 eröffnete der erste TONERDUMPING-Laden. (5 Tage später als geplant). Im selben Haus, wo sich auch meine Wohnung befand, war schon seit langer Zeit ein kleiner Laden frei. In der Ladentür steckte eine Visitenkarte von Frank Fiedler, einem Werbegestalter für Leuchtkästen. Ich mietete den Laden der eine Fläche von etwa 30 Quadratmetern hatte für 270 € pro Monat. Am ersten Tag waren es drei Kunden insgesamt mit einem Tagesumsatz von ca. 130 €. Gleichzeitig war dieser Laden aber auch die Versandzentrale und ich konnte nun deutlich mehr Produkte lagern als vorher. Die Wände waren hoch – 30 Quadratmeter entsprachen daher 90 Kubikmeter Lagervolumen 😉

Die neue Startseite zeigt im Dezember nicht nur den neuen Laden, sondern auch ein etwas modernisiertes Logo. Beim Ladenfoto hatte ich das Graffiti weg retuschiert.

Irgendwann im Dezember bekam ich dann Unterstützung durch meine erste Mitarbeiterin: Jana Kretzschmar. Sie wurde mir von der Personalvermittlung Dirk Jaeck vermittelt. Der Personalvermittler hatte im selben Haus sein Büro und half mir dann später mit meiner Buchhaltung. Auch hier gab es eine Förderung vom Arbeitsamt. Insgesamt waren die Lohnkosten im Jahr 2003 knapp unter 1.000 € geblieben.

Jahresumsatz 2003: 232.000 €

Für mich sprang im ersten Jahr ein Jahresgewinn von nicht einmal 20.000 € heraus. Das Jahresumsatz im Jahr 2003 betrug 232.000 €. Ein Anfang war gemacht. Ich war nun reich – reich an ersten Erfahrungen. Mein Lager war voll, die Liquidität war äußerst knapp bemessen. Eine ordentliche Kapitalspritze kam dann im Jahr 2004, als Friedbert Baer, mein damals und auch heute bester Freund Partner von Tonerdumping wurde. Aus der Einzelfirma im Jahr 2003 wurde ab dem 1.1.2004 eine GBR. Friedbert investierte nicht nur Geld, sondern auch seine Kreativität und Arbeitskraft. Somit waren TONERDUMPING plötzlich doppelt so stark und bereit für den ersten großen Wachstums-Schub. Dazu gibt es im dritten Teil mehr zu lesen. Fortsetzung folgt. 

EPSON stellt Fernglas-Tintenpatronen vor

Ein Fernglas auf einem Holzstativ. Das Motiv der Epson 502 Druckerpatronen.

Ein Fernglas auf einem Holzstativ. Das Motiv der Epson 502 Druckerpatronen.

Ab Anfang April werden neue EPSON Druckerpatronen verfügbar sein. Die Serie nennt sich 502 und hat als Symbol ein Fernglas (siehe Abbildung).

Einzelfarben helfen beim Druckkosten-Sparen

Es gibt von dieser EPSON Druckerpatronen-Serie vier verschiedene Farben: schwarz, cyan, magenta und gelb. Zudem gibt es sie in jeweils zwei Füllmengen (Standard und XL).

Die EPSON 502 bzw. 502XL Druckerpatronen passen für folgende Drucker:

Kleine Füllmenge und mittlere Füllmenge verfügbar

Die in Indonesien hergestellten Originalpatronen haben folgende Seitenreichweiten: 210 Seiten schwarz bzw. 165 Farbseiten. Nimmt man die XL-Patronen kommt man auf 550 Monoseiten und 470 Farbseiten.

Epson 502 Tinten-Füllmengen ab 3,3 ml

Die von EPSON angegebene Tintenmenge beträgt für die schwarze Patrone 4,6 ml und 3,3 ml jeweils für die Farbpatronen. Bei den XL-Patronen betragen die Füllmengen 9,2 ml bei der Schwarzpatrone und jeweils 6,4 ml bei den einzelnen Farbdruckerpatronen.

Canon Pixma TS205 und TS305 – Kopierer ohne Scanfunktion

Der wohl zur Zeit billigste Canon Drucker auf dem Markt ist der Canon Pixma TS205. Sein UVP liegt bei derzeit 39 €. Dank der Canon App kann man mit diesem kleinen Drucker relativ komfortabel auch Dokumente einscannen, als PDF abspeichern oder gleich ausdrucken. Also kopieren ohne Scanfunktion. Beim Canon Pixma TS305 gibt es sogar noch ein Raster, mit dem man das zu scannende Dokument passend hin legen kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer also nur hin und wieder scannen und kopieren will, ist mit so einer Lösung gut beraten.

Nachteil: Hohe Druckkosten

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Ein Multifunktionsgerät für 39 €? Wo ist der Haken? Zum einen gibt es eben keine Scanfunktion. Wer scannen oder kopieren möchte, der braucht auf jeden Fall immer ein Smartphone. Das ist etwas umständlich. Zum anderen sind die Druckkosten sehr hoch. Zum Einsatz kommen die PG-545 Schwarzpatronen und CL-546 Farbpatronen. Diese gibt es dann optional auch noch in einer XL-Befüllung. Ob eine Reichweite von 400 Seiten ein richtiges XL ist? Zumindest wenn man die PG-545XL mit der Standardpatronen vergleicht. Diese druckt nämlich nur 180 Seiten. Somit kommt man bei der Standard PG-545 Patrone auf einen Seitenpreis von über 8 Cent. Bei der XL sind es etwas mehr als 5 Cent pro Seite.

Vom Fotodruck wollen wir erst gar nicht reden. Hier explodieren die Kosten regelrecht.

Für wen lohnt sich der Drucker?

Ganz klar, für alle, die ihre Dokumente auf Arbeit ausdrucken und einscannen können und nur im Notfall hin und wieder etwas privat zu Hause kopieren, scannen oder drucken müssen. Dass beide Drucker sehr langsam sind, passt gut ins Bild. 4 Farbseiten oder 7,7 Schwarzweißseiten schafft der TS305 pro Minute. Man muss aber auch fair bleiben, schließlich kostet beide Drucker kaum mehr als 2 Standard-Originalpatronen und die sind ja schließlich im Lieferumfang mit dabei.

Stellungnahme von Ninestar zur Canon Patentklage in den USA

Wir hatten ja darüber berichtet, dass Canon in den USA zahlreiche Importeure und Händler wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt hat. Heute hat Ninestar seine Kunden per Email darüber informiert, dass sich Ninestar sicher ist, dass deren Produkte keine Canon Patente verletzen. Ninestar werde weiterhin hinter ihren Produkten und Kunden stehen.

Hier die Erklärung im Wortlaut:

Dear Customer,

You are likely aware that Canon Inc. has filed proceedings against dozens of companies before the US International Trade Commission and United States District Court central District of California claiming certain cartridges sold by the respondents/defendants infringe Canon’s certain US patents. Ninestar does not believe that any of our products infringe any valid Canon patents.

We will continue to stand behind all of our products and our customers.  As always, if you have concerns please let us know.

Ninestar Image Tech Limited

Merkwürdige Bilder im Clover Newsletter

Am 6. März hatte Clover seine Kunden über Canons Patentklage informiert. In diesem Newsletter bildete Clover Toner ab, die Canon an die US-Bezirksgerichte übermittelt hat. Interessant ist beim letzten Bild unten, dass hier ein Karton abgebildet wurde, der womöglich von Ninestar stammen könnte. Allerdings ist diese Artikelnummer seit vielen Jahren nicht mehr bei Ninestar erhältlich und wurde durch ein anderes Produkt ersetzt, das keine Canon-Patente verletzt. Abgebildet ist eine kompatible HP 05A Tonerkartusche. Die aktuelle Artikelnummer bei Ninestar heißt „NT-PH505C“ und nicht „NH-CE505A“. Das „P“ in der Artikelbezeichnung steht für patentsicher.

Beispielbilder aus einem Clover Newsletter

Wenn die freundliche Mitarbeiterin bei Pen&Paper das 10er-Tintenset anbietet, freuen sich die Kunden über die große Ersparnis.

Interview mit den Inhabern von Pen&Paper

Im Juni 2017 hat TONERDUMPING 2 Regalmeter voll mit TONERDUMPING Druckerpatronen an den Kölner Schreibwarenhändler Pen&Paper verschickt. Seitdem freuen wir uns über häufige Nachbestellungen der Tintenpatronen und haben uns gefragt, warum Druckerpatronen aus Berlin in Köln so gut verkauft werden. Anlass genug um einmal nachzufragen bei den beiden Pen&Paper Chefs.

Daniel Orth: Markus und Heinz-Peter, wie kamt ihr auf die Idee Schreibwaren und Schulbearfs-Artikel zu verkaufen?

Markus Vey: Die Faszination von Schreibwaren hat uns schon immer begeistert. Schulartikel sind hierbei eine gute Ergänzung. In den 10 Jahren unserer Selbstständigkeit haben wir unsere Sortimente immer weiter optimiert und den Sortimentsbereich Büroartikel mit integriert.

Mit Schulranzen, einem wichtigen Segment, gewinnen wir eine Vielzahl neuer Kunden, die wir dann teilweise, während der gesamten Schul- und Studienzeit begleiten.

Pen&Paper – 500 Quadratmetern für Büro und Schule im Kölner Einkaufszentrum Galerie Wiener Platz

Daniel Orth: Warum meint ihr, dass auch Druckerpatronen gut in euer Sortiment passen?

Heinz-Peter Vey: In den vergangenen Jahren stiegen die Anforderungen unserer Kunden an das Sortiment stetig. Deshalb sind wir im letzten Jahr von einem Ladenlokal mit 240m² Verkaufsfläche in ein neues Geschäft mit ca. 500m² umgezogen.

Mit dieser Vergrößerung konnten wir vielen Kundenwünschen nachkommen und haben unter Anderem auch den Bereich Druckerpatronen in unserem Sortiment erweitert.

Auf einer beeindruckenden Fläche von 500 Quadratmetern bietet Pen&Paper ein Riesensortiment für Büro und Schule an.

Auf einer beeindruckenden Fläche von 500 Quadratmetern bieten Pen&Paper ein Riesensortiment für Büro und Schule an.

Umstieg von Pelikan zu TONERDUMPING

Daniel Orth: Im letzten Jahr seid ihr von Pelikan-Druckerpatronen auf TONERDUMPING-Druckerpatronen umgestiegen. Welche Erfahrungen habt ihr mit der Umstellung gemacht?

Markus Vey: Der Wettbewerb mit Druckerpatronen wurde immer aggressiver. Wir haben einen Lieferanten gesucht, der qualitativ gute Druckerpatronen liefert, uns eine ständige Präsenz des Sortiments sichert und gleichzeitig aggressive Verkaufspreise garantiert, um diesem Wettbewerb begegnen zu können.

Mit Tonerdumping haben wir einen verlässlichen Partner gefunden, der diese Voraussetzungen erfüllt. Da Pelikan den Direktvertrieb der Druckerpatronen zwischenzeitlich eingestellt hat werden wir uns in Zukunft nur noch mit dem umfangreichen Sortiment von Tonerdumping bedienen.
Mit diesen 2 Tegoregal-Metern können Schreibwarenläden mehr als 95 % der Tintenstrahldrucker-Kundenwünsche erfüllen.

Mit diesen 2 Tegoregal-Metern können Schreibwarenläden mehr als 95 % der Tintenstrahldrucker-Kundenwünsche erfüllen.

Die letzten Canon Pixma IP7250 kosten jetzt nur noch 59,99 €

Solange der Vorrat reicht…

Es ist ja eigentlich schon erstaunlich wie oft sich der Canon Pixma IP7250 in den letzten Monaten verkauft hat. 231 Stück hatten wir von diesem Tintenstrahldrucker verkauft über einen sehr, sehr langen Zeitraum. Die ersten IP7250 Geräte gingen mit dem Weihnachtsgeschäft aus dem Jahr 2013 über den Ladentisch. Die letzten 100 Drucker verkaufen wir jetzt noch einmal günstiger – nämlich für nur noch 59,99 €. Wer also gerade ein Schnäppchen sucht, kann mit diesem Angebot schon einmal wenig falsch machen.

Gründe die für den Canon Pixma IP7250 sprechen

Neben dem wirklich sehr günstigen Anschaffungspreis von nur noch 59,99 €, spricht für den Kauf des IP7250 die sehr geringen Folgekosten. Die Tintenpatronen-Serie dieses Canon-Druckers wurden in den letzten 4 Jahren zwei mal bereits ersetzt. Dementsprechend günstig sind die Alternativpatronen für den Canon Pixma IP7250. Die CLI-551 und PGI-550 Patronen kosten als Ersatzpatronen im 10er-Set bei TONERDUMPING nur 44,99 € – also ca. 4,50 € pro Patrone. Kauft man zweimal das Zehnerset, dann gibt es 10 Prozent Rabatt. Wer vier Zehnersets kauft, sogar 15 % Rabatt. Die Nachfolgegeneration ist bereits deutlich teurer. Ersatzpatronen für die CLI-571 und PGI-570 kosten fast die Hälfte mehr. Das Zehnerset kostet 64,99 €. Und die Nachfolgepatronen der Nachfolgepatronen sind die CLI-581 und PGI-580 – von denen es bisher überhaupt keine Alternativpatronen gibt. Die Originalpatronen kosten ein halbes Vermögen – also mindestens doppelt so viel, wie die CLI-571/ PGI-570 und dreimal mehr als die CLI-551/ PGI-550. Wer also jetzt die Chance nutzt, kann sich günstige Folgekosten beim Drucken für die nächsten Jahre sichern.

Für den IP7250 spricht auch seine gute mobile Anbindung. Egal ob Apple oder Android – das Drucken mit dem Smartphone funktioniert sehr gut. Der Textdruck ist für einen Tintendrucker gut und Fotos sehen auf glänzendem Fotopapier dank der hohen Auflösung von 9600 x 1200 dpi ausgezeichnet aus. Als kleines Highlight bietet der IP7250 auch die direkte Bedruckung von CDs oder DVDs. Wie das mit dem Bedrucken von CDs funktioniert, hatten wir schon einmal im Blog geschrieben.

Gründe die gegen den Pixma IP7250 sprechen

Gut, der IP7250 ist leider kein Multifunktionsgerät. Wer also seitenweise Dokumente scannen möchte, sollte sich ein Multifunktionsgerät mit automatischen Dokumenteneinzug anschaffen. Dafür ist der IP7250 nicht geeignet. Da beim IP7250 die Smartphone-Anbindung sehr gut gelöst ist, kann die Handykamera die Funktion eines Scanners gut ersetzen. Mit etwas Übung gelingen auch gute Kopien, aber komfortabel ist das natürlich nicht und nur wirklich dann okay, wenn man eben nur hin und wieder etwas kopieren will. Dann ist das Papierfach etwas dünn. Für die wöchentlichen 20 Ausdrucke passt das schon. Wer diese Menge täglich druckt, dem wird das kleine Papierfach dann doch sehr bald auf die Nerven gehen. Vom Einschalten des Druckers, bis zum ersten Ausdruck können auch schon einmal zwei Minuten vergehen. Bevor der Canon Drucker den Druckjob startet, will es erst einmal die Druckerdüsen mit Tinte durchspülen. Das kostet Zeit und Tinte, verlängert dafür das Leben des kostbaren Druckkopfs. Das größte Gegenargument ist der teure Canon Druckkopf. Wer mit dem IP7250 mehrere Monate nicht druckt, der riskiert einen defekten Druckkopf. Auch nach zwei bis drei Jahren intensiver Nutzung gibt irgendwann der Druckkopf seinen Geist auf. Vorzugsweise leider erst nachdem die Gewährleistung von zwei Jahren abgelaufen ist.

Aber was will man für 59,99 € erwarten? Man erhält einen soliden Drucker mit günstigen Folgekosten, der seine Stärken im Privatsektor hat. Denn beim Fotodruck ist der IP7250 wirklich ein Meister seiner Klasse. Was die Druckqualität betrifft ist es natürlich egal, ob TONERDUMPING-Druckerpatronen oder Canon Druckerpatronen verwendet wurden. Das bestätigt nicht nur unser Test im hauseigenen Testlabor, das können auch unsere vielen zufriedenen Kunden bestätigen. Und die fehlende Kopierfunktion lässt sich dank der gelungenen Anbindung an das Smartphone gerne verschmerzen.

Ach, was erzähl ich hier eigentlich, schaut euch doch einfach mal das Werbevideo von Canon an…

Safescan Produkte jetzt bei TONERDUMPING

Das mit der Falschgeldprüfung klappt auch mit anderen Währungen.

Das mit der Falschgeldprüfung klappt auch mit anderen Währungen.

Seit dieser Woche gibt es im Onlineshop 12 Produkte der Firma Safescan zu kaufen. Bisher hatten wir schon den Geldscheinprüfstift Safescan 30 im Angebot. Von diesem Geldscheinprüfer haben wir jetzt auch ein Dreierpack im Angebot, mit dem sich noch einmal etwa ein weiterer Euro einsparen lässt. So ein Stift schreibt quasi unsichtbar auf dem echten Geldschein. Bei Falschgeld wird der geschriebene Strich sichtbar. Das klappt zumindest bei Falschgeld, bei dem das Papier schlecht nachgemacht wurde.

Etwas sicherer sind die UV-Lampen, bei denen diverse unsichtbare Geheimzeichen auf dem Geldschein plötzlich sichtbar werden. Mit so einer Lampe kann man auch Sicherheitsmerkmale von Kreditkarten oder Reisepässen überprüfen. Diese UV-Geldscheinprüfer gibt es von Safescan als batteriebetriebenes Gerät in der Größe eines USB-Sticks, oder als etwas größeres Handgerät – ebenfalls batteriebetrieben. Die USB-Stick-Größe kostet bei TONERDUMPING 10,99 €. Das größere Handgerät kostet 12,99 €.

Wer es mit der UV-Prüfung dauerhaft versuchen will, sollte den Safescan 50 kaufen. Für 29,99 € erhält man eine leuchtstarke UV-Lampe, deren Lampe dreimal länger leuchtet als herkömmliche Lampen. Die Ersatzlampe kostet 16,99 €.

Die meistverkaufte Geldscheinprüfer Deutschlands ist der Safescan 155-S. Mit diesem Gerät werden nicht nur die UV-Sicherheitsmerkmale geprüft, sondern auch die Merkmale Infrarottinte, magnetische Tinte, Metallfaden, Farbe, Größe, Dicke und Wasserzeichen – und das zusammen in einer halben Sekunde. Das 99,99 € teure Gerät wird per Netzgerät an die Steckdose angeschlossen. Wer dieses Gerät mobil nutzen möchte – zB im Taxi oder beim Flohmarkt – der kann einen optionalen Akku für 17,99 € kaufen. Mit dem Akku kann man ca. 30 Stunden lang Geldscheine prüfen.

Safescan bietet nicht nur Geldscheinprüfgeräte, sondern auch Kassenschubladen an. Bei TONERDUMPING gibt es zwei dieser Schubladen zu kaufen. Bei der etwas teureren Schublade bieten wir auch eine Montagehalterung an.

Safescan ist auch bekannt für seine Geldzählgeräte. Wir starten dieses Sortiment mit einem Münzzählgerät. Oben kippt man die Münzen hinein. Unten werden die Münzen dann sortiert ausgeworfen und gezählt. Einen Report kann man über ein Display ablesen, oder über einen externen Bonducker ausdrucken. Den Bondrucker bieten wir ebenfalls an.

Dongle-Gear-Patent: Canon räumt in den USA auf

In einer Pressemitteilung hat Canon verlautbart, dass man gegen 49 Toner-Hersteller und Toner-Händler bei der ITC (US International Trade Commission) Beschwerde eingelegt hat. Gleichzeitig kündigt Canon an gegen diese Händler bei zahlreichen Bezirksgerichten eine Klage einzureichen. Laut der Canon-Verlautbarung verletzten die Firmen gegen folgende US-Patente: 9746826, 9836021, 9841727, 9841728, 9841729, 9857764, 9857765, 9869960 und 9874846. In der Erklärung veröffentlicht Canon auch die Liste der Firmen, gegen die man gerichtlich vorgehen wird. In dieser Liste finden sich nicht nur mittelständische Online-Händler, sondern auch namhafte Niederlassungen großer chinesischer Alternativtoner-Anbieter wie Aster, Printrite (der neue Eigentümer von Pelikan Hardcopy) und Ninestar. Und das macht die Geschichte brisant. Schließlich haben diese drei Hersteller bereits neue Produkte entwickelt, die die genannten Patente umgehen sollen. Wir haben heute bei Ninestar nachgefragt und man arbeite gerade an einer offiziellen Stellungnahme, die wir dann sobald diese verfügbar ist, hier veröffentlichen werden.

2014 gab es schon einmal eine Abmahnwelle zu den gleichen Produkten. Damals lauteten die Patentnummern aber etwas anders. Damals waren folgende US Patentnummern betroffen: 8280278, 8433219, 8437669, 8494411, 8630564, 8676090, 8682215 und 8688008. Unterschiede zwischen beiden Patentserien lassen sich auf dem ersten Blick erst einmal nicht erkennen.

Das Vorgehen von Canon war noch nie so aggressiv wie dieses Mal. Vermutlich will Canon einen großen Rundumschlag gegen die gesamte Konkurrenz per Gericht ausfechten. Vermutlich entscheidet dann die Kriegskasse, welche Seite sich am Ende bis zur höchsten Instanz durchkämpfen möchte. WTA und KMP hatten es in Deutschland vorgemacht, dass es nicht klug ist, gleich klein bei zu geben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die betroffenen Hersteller sich zusammentun und eine Nichtigkeitsklage gegen das Patent anstreben. Schließlich ist die letztendliche Erfindung des Laserdruckers schon sehr alt und die aktuellen Patente stellen eigentlich keine wirkliche neue Errungenschaft dar.

Hier ein Vergleich: Eine Abbildung aus dem aktuell abgemahnten Patentanspruch aus dem Patent 9746826 und aus dem Patent 8280278:

Das Dongle Gear Patent

Abb. aus dem Dongle Gear Patent 8280278

Das Dongle Gear Patent 9746826

Abb. aus dem Dongle Gear Patent 9746826

Verschwindet Xerox nun von der Bildfläche?

Der Xerox 914 war das meistverkaufte Industrieprodukt aller Zeiten.

Der Xerox 914 war das meistverkaufte Industrieprodukt aller Zeiten.

Ende Januar hat der japanische Kamerahersteller Fujifilm den Erfinder des Fotokopierers gekauft. Für 6 Milliarden Dollar verschaffte sich Fujifilm die Aktienmehrheit von Xerox. Die beiden Konzerne betreiben bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert die Gemeinschaftsfirma Fuji Xerox, die auf Kopierer spezialisiert ist. Auch in diesem Geschäft dümpeln die Umsätze vor sich hin. Fuji Xerox steht im Zentrum der Übernahmevereinbarung. Das Joint Venture soll mit dem Anteilseigner Xerox verschmolzen werden, der bislang 25 Prozent daran hielt. Dazu kauft Fuji Xerox mit Hilfe von Bankdarlehen für rund 6,1 Milliarden Dollar das 75-prozentige Aktienpaket von Fujifim zurück. Fujifilm wiederum soll mit den Geldern 50,1 Prozent der Xerox-Anteile erwerben. Der Deal soll bis Juli oder August über die Bühne gehen.

Xerox: Erfinder des Click-Preises und des Kopierers

Aus Xerox wird nun Fuji Xerox und vermutlich wird der Name Xerox in ein paar Jahren komplett von der Bildfläche verschwinden. Dabei war Xerox einmal die Nummer 1 mit seiner Erfindung der Laserdruck-Technologie. Der Kopierer mit der Modellnummer 914 war seit seiner Einführung im Jahr 1960 das erfolgreichste Industrieprodukt aller Zeiten. Aber nicht das Gerät selbst war verantwortlich für seinen großen Erfolg. Es war das Geschäftsmodell, das dahinter stand. Denn Xerox hat nicht nur den Laserkopierer, sondern auch den Click-Preis erfunden. Der Kunde hat den Kopierer nicht gekauft, sondern geleast. Abgerechnet wurde dann je gedruckte Seite.

Fast 100.000 Verkäufer versuchten diese Verträge weltweit zu verkaufen und die Xerox-Kopierer machten Xerox zum unangefochtenen Marktführer für Büroprodukte in den 60er, 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Xerox inspirierte Steve Jobs

An seiner Spitze seines Erfolges wurde in Palo Alto das legendäre Palo Alto Research Center (PARC) im Jahr 1971 gegründet. Aufgabe des Labors war es das Büro der Zukunft zu erfinden. In diesem Labor wurde der Laserdrucker, der Personal Computer und das Ethernet erfunden. Anfang der 80er-Jahre wurde dort ein Computer entwickelt, der bereits ein Betriebssystem mit Fenstern hatte und der mit einer Maus bedient wurde. Steve Jobs griff damals diese Idee auf und setzte sie mit seinem Macintosh im Jahr 1984 um. Die obere Geschäftsetage von Xerox hatte aber nur wenig Interesse an den bahnbrechenden Erfindungen, die im eigenen Haus entwickelt wurden. Xerox wollte mit einem papierlosen Büro nichts zu tun haben und überlies die PC-Revolution 1981 dem IBM-Konzern, der darauf hin den Personal Computer ohne Grafikoberfläche, dafür aber für einen 2.000-Dollar-Preis auf den Markt brachte. Der Xerox-Star Computer sollte im Vergleich dazu 16.500 $ kosten.

IBM übernahm das Ruder

Aber auch ein Riese wie IBM hat seine Vormachtsstellung an Microsoft abgeben müssen. Letztlich kam es nicht auf die richtige Hardware, sondern auf die Software an, die für Einnahmen sorgte. Erst vor kurzem hatte übrigens der chinesische PC-Hersteller Lenovo die PC-Sparte von IBM übernommen.

Microsoft wiederum hat das Internetzeitalter verschlafen und seine Vormachtstellung an Apple, Facebook und Google verloren.

Warnung an Google, Apple und Facebook

Die heutigen Marktführer in der Technologiebranche sollten sich immer wieder Xerox als mahnendes Beispiel vor Augen halten. Marktführerschaft kann zu Trägheit führen und zu einer Größe, die einen unbeweglichen Konzern wird, der sich bei neuen Trends nicht mehr neu erfinden kann. Vielleicht werden wir in 10 oder 20 Jahren über Facebook, Google und Apple ähnliches erzählen können, wie wir das heute über Xerox tun.

Wie alles begann… Teil 1 (Januar bis Juni 2003)

Ich starte heute einmal eine neue Serie anlässlich des 15jährigen Bestehens von Tonerdumping. Was ist also vor genau 15 Jahren passiert?

Dazu muss ich etwas zurück gehen in den Januar 2003. Es muss Ende Januar gewesen sein, als der Geschäftsführer der Firma, bei der ich vor meiner Selbstständigkeit angestellt war, mich in sein Büro bat. Er teilte mir mit, dass man mich innerhalb der Probezeit kündigen wollte. Ende Februar würde dann das Arbeitsverhältnis zu Ende sein. Zum ersten Mal war ich arbeitslos. Und das ganze 6 Wochen lang. Vom 1. März 2003 bis zum 16. April 2003. So richtig arbeitslos war ich allerdings nicht. Ich bereitete tage- und nächtelang meine Selbstständigkeit vor. Den Onlineshop hatte ich gleich nach meiner Kündigung aufgesetzt. Noch während ich bei meinem Arbeitgeber angestellt – aber bereits freigestellt war, bastelte ich am Onlineshop und versuchte im Google-Ranking von Anfang an mich nach vorne zu arbeiten.

2003 war die Zeit von Geiz-ist-geil und ich wusste ich kann mich mit meiner Firma erst dann behaupten, wenn ich preislich attraktiver bin. Daher suchte ich nach einem passenden Namen. Die Domainnamen Tonerdiscounter und Tonerbilliger waren schon vergeben. Nach vielen Versuchen fand ich Tonerdumping. Ich registrierte die Domain mit und ohne Bindestrich. Als Onlineshop setzte ich – so wie auch schon bei meinem Arbeitgeber, der eine Internetapotheke betrieben hat – auf die kostenlose Software OSCommerce. Es gab viele Erweiterungen dafür und alles war kostenlos. Super, dachte ich mir. Die Installation war aber trotzdem nicht einfach gewesen.

Wichtig war für mich, dass Kunden mich immer erreichen konnten. Ich schrieb auf meiner Website, dass ich von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr an das Telefon gehen kann. Das war in Wirklichkeit ein Handy bei Genion (später O2). Da gab es eine Homezone, wenn man sich dort befand, war man mit seinem Handy unter einer Festnetz-Telefonnummer erreichbar. Ich war also Onlineshopgestalter, Produktmanager, Kundendienstmitarbeiter, Lagerarbeiter und vor allem Suchmaschinenoptimierer.

Ein Blick in die WayBackMachine zeigt, wie die Seite von Toner-dumping.de damals aussah. Das Design war noch sehr monochrom. Das passte zum Produktsortiment. Ich begann schwarzweiß-Rebuilt-Toner anzubieten. Der erste Schnappschuss, den man in der WayBackMachine sehen kann, stammt vom 16. Februar 2003 und zeigt im Grunde nur eine Fehlermeldung. Vermutlich lief bei der Installation noch nicht alles rund. Den nächsten Einblick sieht man leider erst im April. Fehlerfrei ist der Schnappschuss erst im Juni 2003. Bis dahin mussten aber schon ein paar Bestellungen eingegangen sein. Auf meinem privaten Bankkonto ging die erste Vorkassenbestellung am 26. Februar ein. Die erste Lieferantenrechnung habe ich am 24. Februar überwiesen.

Die Startseite von TonerΔdumping.de im Juni 2003

Die Startseite von TonerΔdumping.de im Juni 2003

Eine kleine Suchfunktion rechts unten war kaum zu erkennen. Die Seite war grundsätzlich eher für Google gebaut, als für den Endkunden. Google sollte sofort die Druckerhersteller-Begriffe gewichten und Zusätzlich kam das Wort Toner in der Hauptüberschrift zwei mal vor. Auch im Domainnamen steckte das Wort „Toner“ – damals Grund genug für Google die Seite von Anfang an sehr gut zu bewerten.

Das Logo war damals noch etwas eigentümlich. Die 12 pyramidenförmig aufgebauten, schwarzen Kugeln, sollten Tonerpulver symbolisieren. Der Nachteil war, dass die Kunden nicht recht wussten, welche Domain das nun war. Toner minus Dumping de?

Die ersten Rechnungen, die ich bezahlt hatte waren zwei Rechnungen bei IKEA. Es waren IVAR-Regale, die ich für mein Arbeitszimmer bestellt hatte. In der Eldenaer Straße 29, im obersten Stockwerk befand sich meine Wohnung. Das Arbeitszimmer hatte etwa eine Fläche von zwanzig Quadratmetern. Neben dem ca. 2,5 Meter langem IVAR Regal befand sich auf der anderen Seite des Zimmers ein kleiner Computertisch.

Erst einmal nur Schwarz-Weiß-Rebuilt Toner

Der erste Lieferant war die Firma 1A-EDV-Zubehör. Aufmerksam wurde ich auf diese Firma durch Werbeanzeigen bei PCWelt und CHIP. Die Marke die auf dem Toner stand war „Uprint“. Die Einkaufspreise waren damals zumindest so gut, dass ich eine Gewinnspanne von 60 bis 80 Prozent aufschlagen konnte. Für ca. 1.700 € habe ich meine erste Lieferung im Voraus bezahlt. Diese muss dann Ende Februar angekommen sein.

Im ersten halben Jahr kamen weitere Lieferanten dazu: Emstar Deutschland, KMP und LDZ. Mit dem Lieferant Emstar kamen auch die ersten kompatiblen Tintenpatronen ins Sortiment.

Eine kleine Erbschaft, das Überbrückungsgeld und eine weiterer Werbeauftrag finanzierten den Start

Als meine Großmutter ihr Haus verkaufte, erhielt mein Vater 10 Prozent des Kauferlöses und hat daraufhin mir 10 Prozent von seinem Anteil gegeben. Das waren immerhin 2.000 €. Damit konnte man schon einmal ein paar Toner einkaufen.

Hilfe gab es auch vom Vater Staat. Ich habe ein Überbrückungsgeld in der Höhe meines letzten Angestelltengehalts für 6 Monate erhalten. Voraussetzung dafür war ein Beratungstermin bei einem Steuerberater, der meine Rentabilitätsvorschau, mein Gründungskonzept und meinen Liquiditätsplan absegnen musste.

Mein vorheriger Arbeitgeber hat mich in den ersten Monaten meiner Selbstständigkeit noch mit der Pflege eines Google-Adwords-Kampagne beauftragt. Auch das hat sehr geholfen.

Was richtig gut funktioniert hat

  • Das Ranking bei Google ging sehr schnell nach oben. Das lag an der Manipulierbarkeit von Google, aber auch an den schlecht gemachten Webseiten der Konkurrenz, die ein Suchmaschinenoptimierung nicht für nötig hielten.
  • Die Konkurrenz schlief im Jahr 2003. Toner wurden in erster Linie beim Versandhändler Printus oder Otto Office zu überhöhten Preisen eingekauft. Amazon begnügte sich mit dem Versand von Büchern, Filmen auf  DVD und CDs. Toner konnte man bei Amazon im Jahr 2003 noch keine finden.
  • Die Warenwirtschaft war eine einfache Access-Datenbank. Die Buchhaltung war mit Lexware schnell erledigt. Dank Einnahmen-Überschuss-Rechnung musste man fast nur den Bankkonto-Auszug verbuchen.

Die Schwierigkeiten am Anfang

  • Eigentlich war nie genug Geld da, um beispielsweise eine Werbung schalten zu können. Das verdiente Geld wurde gleich wieder in weitere Produkte investiert.
  • Es gab keine Möglichkeit für mich die Bonität der Kunden zu prüfen, daher hatte ich anfangs nur Vorauskasse akzeptiert, später auch Bankeinzug. Das führte aber bald zu vielen Rücklastschriften. Ich würde schätzen, dass 3 Prozent aller Kunden ihre Rechnung einfach nicht bezahlt hatten.
  • Die Qualität der Rebuilt-Toner waren leider nicht so gut wie heute. Das Austauschen von defekten Tonern hat sich als sehr kostspielig herausgestellt. Jeder neue Lieferant versprach es besser zu machen, was dann aber nicht wirklich eintrat. Ich hatte mit einer Defektenquote von 2 bis 3 Prozent. Das Abholen der Ware vom Kunden und das Zurückschicken zum Lieferanten war teuer und oft hatten die Lieferanten eine Gutschrift verweigert, weil die Toner angeblich leer gedruckt waren oder von einem anderen Lieferanten stammten.
  • Am 25. März gab es ein Problem mit der Datenbank bei 1und1.de. Das führte dazu, dass der Onlineshop neu aufgesetzt werden musste. Sehr ärgerlich.
Klickte man auf der Startseite auf "in den Shop", kam man auf diese Seite.

Klickte man auf der Startseite auf „in den Shop“, kam man auf diese Seite. Rechts oben kann man ein Bild von mir sehen.

Erst in die Postfiliale, später GLS und UPS

Eine interessante Episode war mein erster Versandtag. Ich sammelte die ersten Bestellungen aus dem Februar und Anfang März und fuhr damit zur Postfiliale in Berlin-Friedrichshain. Ich musste lange anstehen und als ich an die Reihe kam, wollte der Postbeamte meine Pakte nicht mehr annehmen, weil die Postfiliale schließen musste. Es hat mich etwas Überzeugungsarbeit gekostet, doch noch meine Pakete dort los zu werden.

Die erste Abholung mit GLS war am 13. März 2003. Es waren 6 Pakete.

Die erste Abholung mit GLS war am 13. März 2003. Es waren 6 Pakete.

Der erste Versanddienstleister, mit dem ich einen Abholvertrag vereinbart hatte war GLS. Es gab damals noch keine Versandsoftware – ich hatte Formulare ausfüllen müssen. Der Fahrer musste dann die Stufen bis in das oberste Stockwerk nach oben laufen und brachte mir einen leeren Sack und nahm den vollen Sack Pakete wieder mit nach unten. Mit UPS war der Ablauf etwas professioneller, hier kam der Fahrer mit einer Sackkarre die Stufen hochgelaufen.

Wenn Ware ankam, kam sie meistens in großen Kisten an. Diese hatten die Paketfahrer auch nach oben getragen. Kam aber hin und wieder eine Palette an, dann musste ich die Palette im Hausflur auspacken und die Toner dann einzeln nach oben tragen. Die leere Palette hatte ich dann in meinen Keller „entsorgt“.

Fortsetzung folgt…