HP infiziert massenweise Drucker mit Schadsoftware

Bei sämtlichen kompatiblen Tintenpatronen mit neuem Chip gibt es massive Probleme, seit dem HP ein Firmwareupdate seinen Kunden aufgezwungen hat. Diese Updates sind automatisch über das Internet erfolgt.

Es geht um folgende Patronenserien:

HP hat gegenüber dem niederländischen Radiosender NOS mitgeteilt, dass man die Kommunikation zwischen Drucker und Druckerpatronen schützen will. Wiederbefüllte Patronen würden nur dann nicht funktionieren, wenn der Chip durch einen kompatiblen Chip getauscht wurde.

Offenbar wurde das Update am 12. März 2016 automatisch installiert und löste zum 13. September 2016 aus, dass Patronen mit kompatiblen Chip nicht mehr funktionieren sollen. Ein Update mit eingebauter Zeitbombe. Wir bezeichnen dieses „Update“ daher als Schadsoftware. Sie wurde vom Anwender ungewollt installiert, startet erst ein halbes Jahr später und verhindert den freien Wettbewerb.

Unser Tipp: Rufen Sie HP an und fordern Sie HP auf das alte Firmwareupdate (aus dem Jahr 2014) einzuspielen. Das ist technisch möglich, wenn man als Kunde lange genug und oft genug beim HP Support anruft. Einer unserer Kunden hatte damit Erfolg als er mit einem polnischen HP-Support verbunden wurde. Über Fernwartung wurde dann das alten Firmwareupdate auf den Drucker übertragen.

Hier die Telefonnummer des HP-Supports: 069 2999 3434

Als HP-Partner haben wir heute einmal bei HP angefragt, ob denn eine Möglichkeit besteht die Firmware wieder auf den alten Stand zurück zu spielen. Wir sind auf eine Antwort gespannt.

Einfach austauschbarer Chip: Eine Lösung gute für das Problem?

Einfach austauschbarer Chip: Eine Lösung gute für das Problem?

Da wir diese Prozedur unseren Kunden ersparen wollen, stoppen wir vorerst den Verkauf dieser Tintenpatronen. Unser Lieferant wird uns in den nächsten Tagen neue Tintenpatronen schicken. Zudem werden wir Chips erhalten, die nach Lego-Prinzip austauschbar sind. Diese werden wir dann auch in unseren Läden vorrätig halten um Reklamationen vor Ort direkt abwickeln können.

Patronenschutz abschalten

Dann gibt es auch noch das Problem mit dem „Patronenschutz“. Wer eine Originalpatrone verwendet, der wird diese nicht mehr wieder befüllen können, da beim HP Officejet 8100 und 8600 standardmäßig der Patronenschutz eingeschalten ist. Beim Druckertreiber dieser Drucker gibt es im Druckermenü einen Menüpunkt „Einkaufsressourcen“. Hier auf den Link „Geschätzte Tintenfüllstände“ klicken. Es erscheint dann ein Registermenü. Auf dem letzten Register steht „HP Patronenschutz“. Wählen Sie „HP Patronenschutz deaktivieren“.

Firmwareupdates abschalten

"Cancel" ist hier der richtige Knopf!

„Cancel“ ist hier der richtige Knopf! Danach auf „Settings“ und automatische Updates ausschalten!

Auf jeden Fall ist es ratsam automatische Updates bei Druckern auszuschalten. Beim im Juli-Update hat sich allerdings das Update von selbst installiert, ohne dass der Anwender gefragt wurde. Um das zu vermeiden, sollte man automatische Updates bei Druckern immer abschalten. Beim HP Officejet 8610 macht man es so:

Firmwareupdate abstellen HP Officejet 8610

Firmwareupdate abstellen HP Officejet 8610

6 Gedanken zu „HP infiziert massenweise Drucker mit Schadsoftware#8220;

  1. Pingback: HPs Stellungnahme zum Firmwareupdate - TONERDUMPING.de/blog

  2. Die 940 er Patronen sind scheinbar auch betroffen. Mein Officejet Pro 8500 verweigert komplett den Schwarzdruck, nachdem ich die schwarze Patrone ersetzt hatte. Auch die für die Reklamation erhaltene neue Patrone wurde nicht angenommen

  3. Ich nutze meinen HP Drucker seit Jahren mit original und compatiplen Drucker Patronen bei einwandfreier Funktion. Seit dem HP Firmen Update verweigert der Drucker seinen Dienst. Ich betrachte dieses Vorgehen mit meinem Eigentum als Sachbeschädigung. Eine Empfehlung nur HP Patronen zu benutzen da sonst die Garantie verfällt ist in Ordnung. Wenn meine Garantie seit 3 Jahren abgelaufen ist entscheide ich was ich benutzen möchte. In diesem Fall besteht der Tatbestand der Nötigung. Ich werde HP um eine Stellungnahme bitten und gegebenenfalls einen anderen Drucker Hersteller nutzen. Die verbraucher sollten sich dieses Ganoventum in den Vorstandsetagen nicht bieten lassen!

  4. Das sind rigorose AMI-Methoden, die der US-Mentalität entsprechen. Das sind Verbrecher, denen nur die eigenen schrägen Gestze etwas bedeuten.
    Der nächste Drucker ist mit Sicherheit nicht mehr von einem Ami-Lieferanten, so wie ich alle Verbindungen zu US-Firmen abgebrochen habe.
    Erst schenkt man den Chinesen das komplette know how aus Geldgier, weil die ein paar $ billiger produzieren und dann tönt Trump herum: „Make USA great again.“
    Das sind alles astreine Schizos und Praranoiker.

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