Neues HP Firmwareupdate macht erneut kompatible Patronen wertlos

Fehlermeldung bei HP-Druckern nach dem Update

Fehlermeldung bei HP-Druckern nach dem Update

HP hatte bereits vor einem Jahr mit einem versteckten Firmware-Update negative Schlagzeilen produziert. Es handelte sich um eine sogenannte dynamische Sicherheitsfunktion. Es geht hier vor allem um die Profit-Sicherheit aus HP-Sicht. Denn die Software verhindert vor allem, dass nachgebaute Tintenpatronen-Chips plötzlich nicht mehr funktionieren.

Ein weiteres Update behebt das Problem

HP hat auf die negative Presse reagiert und ein weiteres Update bereit gestellt, dass diese Funktion deaktivieren soll. Nun sei wohl diese Funktion wieder aktiv – und zwar unbeabsichtigt. Mit einem weiteren Update soll diese Funktion dann wieder abgeschalten werden können. Das Update finden Sie hier.

Betroffen sind die Druckerpatronen-Serien HP 950/951, HP 934/935 und HP 970/971.

Druckerpatronen von TONERDUMPING und G&G waren nicht betroffen

Gute Nachrichten für TONERDUMPING-Kunden: Die Chips auf den TONERDUMPING-Patronen sind von diesem Update nicht betroffen. Das gleiche gilt für die Patronen von Ninestar, also die mit dem Pinguin und dem G&G-Logo. Ninestar hat mit dem neuesten Apex-Chip bereits für diesen Fall vorgesorgt.

HP infiziert massenweise Drucker mit Schadsoftware

Bei sämtlichen kompatiblen Tintenpatronen mit neuem Chip gibt es massive Probleme, seit dem HP ein Firmwareupdate seinen Kunden aufgezwungen hat. Diese Updates sind automatisch über das Internet erfolgt.

Es geht um folgende Patronenserien:

HP hat gegenüber dem niederländischen Radiosender NOS mitgeteilt, dass man die Kommunikation zwischen Drucker und Druckerpatronen schützen will. Wiederbefüllte Patronen würden nur dann nicht funktionieren, wenn der Chip durch einen kompatiblen Chip getauscht wurde.

Offenbar wurde das Update am 12. März 2016 automatisch installiert und löste zum 13. September 2016 aus, dass Patronen mit kompatiblen Chip nicht mehr funktionieren sollen. Ein Update mit eingebauter Zeitbombe. Wir bezeichnen dieses „Update“ daher als Schadsoftware. Sie wurde vom Anwender ungewollt installiert, startet erst ein halbes Jahr später und verhindert den freien Wettbewerb.

Unser Tipp: Rufen Sie HP an und fordern Sie HP auf das alte Firmwareupdate (aus dem Jahr 2014) einzuspielen. Das ist technisch möglich, wenn man als Kunde lange genug und oft genug beim HP Support anruft. Einer unserer Kunden hatte damit Erfolg als er mit einem polnischen HP-Support verbunden wurde. Über Fernwartung wurde dann das alten Firmwareupdate auf den Drucker übertragen.

Hier die Telefonnummer des HP-Supports: 069 2999 3434

Als HP-Partner haben wir heute einmal bei HP angefragt, ob denn eine Möglichkeit besteht die Firmware wieder auf den alten Stand zurück zu spielen. Wir sind auf eine Antwort gespannt.

Einfach austauschbarer Chip: Eine Lösung gute für das Problem?

Einfach austauschbarer Chip: Eine Lösung gute für das Problem?

Da wir diese Prozedur unseren Kunden ersparen wollen, stoppen wir vorerst den Verkauf dieser Tintenpatronen. Unser Lieferant wird uns in den nächsten Tagen neue Tintenpatronen schicken. Zudem werden wir Chips erhalten, die nach Lego-Prinzip austauschbar sind. Diese werden wir dann auch in unseren Läden vorrätig halten um Reklamationen vor Ort direkt abwickeln können.

Patronenschutz abschalten

Dann gibt es auch noch das Problem mit dem „Patronenschutz“. Wer eine Originalpatrone verwendet, der wird diese nicht mehr wieder befüllen können, da beim HP Officejet 8100 und 8600 standardmäßig der Patronenschutz eingeschalten ist. Beim Druckertreiber dieser Drucker gibt es im Druckermenü einen Menüpunkt „Einkaufsressourcen“. Hier auf den Link „Geschätzte Tintenfüllstände“ klicken. Es erscheint dann ein Registermenü. Auf dem letzten Register steht „HP Patronenschutz“. Wählen Sie „HP Patronenschutz deaktivieren“.

Firmwareupdates abschalten

"Cancel" ist hier der richtige Knopf!

„Cancel“ ist hier der richtige Knopf! Danach auf „Settings“ und automatische Updates ausschalten!

Auf jeden Fall ist es ratsam automatische Updates bei Druckern auszuschalten. Beim im Juli-Update hat sich allerdings das Update von selbst installiert, ohne dass der Anwender gefragt wurde. Um das zu vermeiden, sollte man automatische Updates bei Druckern immer abschalten. Beim HP Officejet 8610 macht man es so:

Firmwareupdate abstellen HP Officejet 8610

Firmwareupdate abstellen HP Officejet 8610

Firmwareupdates bereiten Patronenherstellern Kopfzerbrechen

Diesmal betrifft es die Tintenserien

Bei Druckern, bei denen diese Patronen eingesetzt werden, fragt der HP Druckertreiber, ob er ein Update durchführen darf. Wenn Sie weiterhin mit kompatiblen Druckerpatronen arbeiten wollen, lehnen Sie dieses Update auf jeden Fall ab! Sollten Sie diesem Update zustimmen, werden sämtliche kompatiblen Patronen nicht mehr erkannt. Es kann dann etwa zwei Monate dauern bis es wieder neue Ware gibt, die mit einem angepassten Chip ausgestattet wurde, der dann funktioniert.

HP Regionalisiert jetzt auch Tintenpatronen

Ein kleingedruckter Text auf der Tintenschachtel weist auf die richtige Region hin.

Ein kleingedruckter Text auf der Tintenschachtel weist auf die richtige Region hin.

HP unterteilt seine Tintenwelt in vier Regionen: Nordamerika (NA), Südamerika (LAR), Europa/Asien/Afrika (EMEA) und Südostasien/Pazifik (APJ).

Die Regionen werden wie folgt abgekürzt:

Z10 = North America
Z20 = Europe, Middle East, Africa
Z30 = Latin America
Z40 = Asia Pacific

Auf den Druckerpatronen werden nun künftig vermerkt für welche Region die Patrone gebaut wurde. Zudem verhindert der Tintenpatronenchip, dass die Tintenpatrone in einer anderen Region funktioniert.

Die erste Lieferung in die Vertriebskanäle wird im ersten Quartal 2017 erfolgen. Für den Anfang betrifft es erst einmal die HP 950, 951, 950XL und 951XL Druckerpatronen.