APEXMIC stellt Chips für neueste Kyocera Toner vor

Der chinesische Chiphersteller Apex – Tochter der Ninestar Group – hat für die Kyocera Drucker aus dem Jahr 2016, in dieser Woche nachgebaute Tonerchips auf den Markt gebracht. Es betrifft die Tonerserien TK-1150, TK-1160, TK-1170, TK-3160, TK-3170, TK-3190 und TK-5220. Apex verspricht die gleiche Seitenzahl wie beim Original zu unterstützen. Zudem können diese Chips für recycelte Kyocera Toner verwendet werden. Apex hat bereits im Vorfeld begonnen die Chips an die Konzernschwester Ninestar Image auszuliefern. Die Toner unter deren Marke G&G werden daher vermutlich wieder die ersten sein, die diese Toner bereits mit Chip ausliefern können.

Rebuilt-Toner funktionieren notfalls auch ohne neuen Chip

Vereinzelt bereits lieferbar sind wiederbefüllte Originaltoner ohne neuem Chip. Diese geben zwar eine Fehlermeldung aus – der Toner sei leer – sie drucken aber dennoch normal weiter. Für den Netzwerkbetrieb ist diese Lösung aber weniger geeignet. Schließlich erkennt man erst am Druckbild, wenn der Toner leer ist. Für Einzelplatzgeräte ist ein Rebuilt-Toner mit nicht gewechseltem Original-Chip aber durchaus eine kostengünstige und vertretbare Alternative.

Enorme Preisersparnis möglich – vor allem bei Kyocera Toner TK-1150

Der Kyocera Toner TK-1170 kostet mehr als doppelt so viel wie der TONERDUMPING-Alternativtoner

Der Kyocera Toner TK-1170 kostet mehr als doppelt so viel wie der TONERDUMPING-Alternativtoner

Die TONERDUMPING-Toner ohne neuem Chip werden für das TK-1150 Ersatzprodukt voraussichtlich 34,99 € kosten. Das gleiche Produkt als G&G Toner mit kompatiblen Chip wird einen Preis von 59,99 € haben. Der Originaltoner kommt bei TONERDUMPING auf 78,99 €.

Der TONERDUMPING-Toner ohne neuem Chip als Ersatz für Kyocera TK-1160 oder TK-1170 wird 44,99 € kosten. Der G&G Toner dieser Serie mit APEX-Chip wird 74,99 € kosten. Der Kyocera TK-1160 hat bei TONERDUMPING einen Preis von 114,99 €. Der TK-1170 kostet bei TONERDUMPING 99,99 €.

Alle genannten Preise verstehen sich inklusive MWST.

Die TONERDUMPING-Toner mit OEM-Chip sind Ende diesen Monats lieferbar. Die G&G Toner mit neuem APEX-Chip kommen vermutlich im Oktober auf den Markt.

Asters und Ninestars Anwälte rüsten sich zum Patentkrieg

Die Patentlösung von Aster

Die Patentlösung von Aster

Aster und Ninestar sind erbitterte Konkurrenten um den Alternativ-Tonermarkt. Nun wird der Wettbewerb vermutlich auch vor Gericht ausgetragen. Hintergrund des Streits: Canon hat weltweit sein „Dongle-Gear“-Patent gegen den Toner-Alternativmarkt verteidigen können. Canon verklagte europäsiche Recycler wie KMP, Pelikan und WTA, aber neulich auch Importeure chinesischer Newbuilt-Toner zB M&S Vertriebsservice. Aster und Ninestar haben das Patent erfolgreich umgehen können und jeweils eine pfiffige Lösung gefunden, die allerdings sehr ähnlich funktionieren. Canon hatte die 360-Grad-Beweglichkeit des Trommelzahnrads geschützt. Diese Beweglichkeit ist aber wichtig, damit das Tonerkartuschenzahnrad in das Gegenstück im Drucker greifen kann. Bei Aster und Ninestar ist dieses Zahnrad nach innen versetzt und nicht seitlich beweglich. Erst das Schließen des Druckerdeckels führt dazu, dass das Zahnrad sich nach außen bewegt und in das Gegenstück im Drucker greift.

Beide Kartuschenhersteller konnten ihre eigenen Lösungen patentieren. Aster hat für den deutschen Markt deutsche Patente eingetragen (DE212014000227U1 und DE202016103441U1) und Ninestar hat zwei US-Patente (US9671742B2742 und US9599949B2949) für die Ninestar-Lösung gesichert. Erstaunlich ist aber, dass auch Aster ein US-Patent eingetragen hat (8731435).

Am 17. Juli hat Static Control, Tochter der Ninestar Group, Klage in Kalifornien gegen einen Händler eingereicht, der Aster-Toner der HP Serien CE505A/X und CE280A/X verkaufen. Beide Seiten haben bereits öffentlich beteuert, alles unternommen zu haben um eine außergerichtliche Lösung zu finden. Das ist offensichtlich nicht gelungen.

Ninestar hat heute seine europäischen Kunden bereits zugesichert, im Falle eines Gegenschlags Asters vorbereitet zu sein. Ninestar werde seine Kunden mit einer deutschen Anwaltskanzlei zur Seite stehen.

Geljet Druckerpatronen für Ricoh SG2100N jetzt auch von G&G lieferbar

Mehr als 2.000 Seiten lässt sich mit dieser G&G Druckerpatrone drucken.

Mehr als 2.000 Seiten lässt sich mit dieser G&G Druckerpatrone drucken.

Heute hat unser Produkt- und Qualitätsmanager Michael Schneider den Seitenreichweiten- und Druckqualitätstest für die Geljet-Druckerpatronen von G&G abgeschlossen. Die Druckerpatronen mit dem Pinguin drucken dabei erstaunlich viele Seiten. Bietet Ricoh nur Patronen mit einer Reichweite von 600 Seiten für den Ricoh SG2100N an, drucken die G&G-Patronen 1.952 Seiten. Die cyan und schwarze Patrone halten sogar noch bis zur Seite 2.281 durch. Der Verkaufspreis liegt bei 19,99 € pro Stück. Damit ist der Ricoh SG2100N einer der preiswertesten Drucker, wenn es um den Anschaffungspreis und wenn es um das Thema Folgekosten geht – ein echter Geheimtipp also!

Wir haben bei TONERDUMPING neben den Druckerpatronen auch noch einige Ricoh SG2100N-Drucker am Lager. Während unserer Schulaktion sind diese zur Zeit für nur 69,99 € zu haben – der UVP war bei Markteinführung 125 €.

Samsung mahnt in Europa ab

Das Samsung Patent für die billigen Farblaserdrucker. Geschützt ist die Position des Chips.

Das Samsung Patent für die billigen Farblaserdrucker. Geschützt ist die Position des Chips.

In den letzten Tagen wurden erneut Abmahnschreiben von Samsung an zahlreiche Toner-Wiederverkäufer verschickt. Es geht bei den Abmahnungen um das europäische Patent EP2037327. Geschützt ist das Design der Tonerkartuschen der Serien 406, 4092, 4072 und 116.

Bei diesen Tonerkartuschen ist die Position eines Speicherchips geschützt. Da ein Tonerhändler meist kein ausgewiesener Patentjurist ist, ist es erst einmal schwierig zu beurteilen, ob die Alternativtoner das Patent verletzen oder nicht.

Ist ein Rebuilt-Toner patentsicher?

Das ist eine schwierige Frage. Zum einen gibt es die Regel, dass wenn ein Produkt verbraucht ist, dass dann sämtliche Patente erloschen sind. Nun gab es aber bei der Entscheidung Canon vs. WTA einen ähnlich gelagerten Fall. Hier hatte WTA die Trommeleinheit getauscht. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist hier noch zu erwarten. Die Instanzen davor hatten entschieden, dass bei einem neuen Verschleißteil das Patent aktiv bleibt. Beim Rebuilt-Toner werden die Speicher-Chips gegen neue Chips ausgetauscht, damit der Drucker die Toner als „neu“ erkennt. Wie Gerichte diesen Fall beurteilen, müsste juristisch noch ausgefochten werden. Eindeutig ist die Sache also nicht. Somit ist ein Rebuilt-Toner mit ausgetauschtem Seitenzähler-Chip keine hundertprozentig wasserdichte Lösung.

Sind Newbuilt-Toner patentsicher?

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Große chinesische Hersteller – wie zum Beispiel Ninestar mit seiner Marke G&G – haben eine Lösung entwickelt, die die Kontaktstelle zur Druckerelektronik weiter leiten. Der Speicherchip sitzt dann an einer anderen Stelle. Damit wird das Designpatent, das die Position des Chips beschreibt, umgangen. Bei Printrite ist der Ansatz ähnlich. Hier werden die Kontakte mit einem Kabel weiter zu einem Chip geführt, der ebenfalls an anderer Stelle sitzt. Bei Aster sitzt der Chip zwar an der Stelle, wo auch der Originalchip sitzt. Der Chip wird aber erst durch einen Schalter aktiviert, sobald das Druckergehäuse geschlossen ist. In diesem Fall wurde zwar eine andere technische Lösung gefunden – die Position des Chips ist aber unverändert. Ich würde daher die Versionen von Printrite und G&G Ninestar als sicher einstufen. Bei der Aster Variante würde ich zumindest ein kleines Fragezeichen dahinter setzen.

Der Apex-Chip bei G&G Tonern ist etwas versetzt

Der Apex-Chip bei G&G Tonern ist etwas versetzt

Dann gibt es weitere chinesische Hersteller, die sich um diese Frage nicht kümmern und einfach wie bisher die Originalkartuschen 1:1 nachbauen. Hier rate ich allen Kunden und Wiederverkäufen dringend die Finger davon zu lassen. Das vermeidliche Schnäppchen kann hier zu einem juristischen Bumerang werden.

Wer kann abgemahnt werden?

Abgemahnt werden können nicht nur Importeure, auch der Fachhandel und sogar Endkunden gehen bei der Verwendung patentverletzender Toner ein Risiko ein. Existenzgefährdend ist dieses Risiko vor allem bei Firmen, die diese Toner in großen Stückzahlen verkaufen oder einsetzen, da Samsung vor Gericht den entgangenen Gewinn als Schadenersatz einfordern kann.

G&G Pinguin Patronen als Ersatz für LC-3217 und LC-3219 sind jetzt lieferbar

Die NP-B-03217BK soll wie die Brother LC-3217BK ca. 550 Seiten drucken.

Die NP-B-03217BK soll wie die Brother LC-3217BK ca. 550 Seiten drucken.

Bereits letzte Woche sind die neuen Alternativpatronen von G&G in unserem Lager eingetroffen. Am Freitag wurden sie dann in unserem Fotostudio fotografiert. Über das Wochenende wurden die Produktbilder bearbeitet und ab sofort können die Tintenpatronen online bestellt werden. Damit scheint es, als wären diese Druckerpatronen die ersten Alternativpatronen für die aktuelle Brother Tintenstrahldrucker-Serie. Bei amazon konnten wir heute zumindest noch keine kompatiblen LC-3217 bzw. LC-3219 finden und auch in den einschlägigen Onlineshops unserer Mitbewerber war nur das Original gelistet.

Ninestar war wieder einmal der Schnellste

Der größte Hersteller alternativer Druckerpatronen Ninestar hat mit seinen G&G Pinguin-Patronen es also erneut geschafft als erster ein Ersatzprodukt anzubieten. Das liegt vor allem daran, dass zur Ninestar-Gruppe auch die führenden Tintenpatronen-Chiphersteller Apex und Static-Control gehören. Apex ist meist der schnellste Entwickler für Tintenpatronen-Chips und Static Control war in der Vergangenheit bei Tonerkartuschen-Chips sehr schnell in der Entwicklung alternativer Toner-Chips.

In Deutschland zuerst bei TONERDUMPING verfügbar – dank exklusiver Partnerschaft

Seit Anfang diesen Monats hat TONERDUMPING eine exklusive Partnerschaft für die Vermarktung der Marke G&G mit Ninestar geschlossen. Gemeinsam mit Karl Kallinger, der TONERDUMPING als Berater zur Seite steht, wird TONERDUMPING mit den Pinguinpatronen rasch Marktanteile in Deutschland gewinnen. Wir haben neulich darüber im Blog berichtet. Bei der Produkteinführung die Nase vorn zu haben ist ein entscheidender Vorteil der G&G-Marke.

Die kompatiblen Brother LC-3217 Patronen sind mit der Marke G&G billiger als bei Brother

Im Gegensatz zu den Brother Originalpatronen sind die G&G Patronen deutlich preiswerter. So kosten die NP-B-03217BK 12,99 €. Die kompatible Originalpatrone von Brother, die LC-3217BK kostet 21,99 €. Auch bei den Farbpatronen sind die Pinguin-Patronen günstiger. 9,99 € statt 15,99 bei Brother. Die Reichweite ist bei G&G und Brother, mit 550 Seiten nach ISO, gleich.

Auch bei der Brother LC-3219-Serie lässt sich mit Ninestar viel Geld sparen

Auch die XL-Patronen sind bei Ninestar deutlich billiger. So kostet die NP-B-03219BK 19,99 €. Die Brother LC-3219XLBK kostet 34,99 €. Beide drucken 3.000 Seiten. Die Farbpatronen NP-B-03219C/ M/ Y kosten in der Pinguin-Varriante 15,99 und bei Brother 22,99 € und drucken jeweils 1.500 Farbseiten.

 

Neu bei TONERDUMPING: Ersatzpatronen für Canon PGI-72

Farblose Flüssigkeit im Glanzoptimierer von G&G

Farblose Flüssigkeit im Glanzoptimierer von G&G

Von den Canon PGI-72 Druckerpatronen gibt es nur einen passenden Drucker: Den Canon Pixma Pro 10. Rekordverdächtig sind aber die vielen Farben, die Canon für diesen Drucker anbietet. Es sind insgesamt zehn verschiedene Druckerpatronen, die in den Drucker passen. Bei den Originalpatronen handelt es sich auch bei den Farbpatronen um PGI-Patronen (PGI = Pigmented Ink). Das bedeutet, dass die Tintenflüssigkeit deutlich mehr Farbpigmente enthält als bei gewöhnlicher Dye-Tinte (CLI-Patronen). Somit druckt das Gerät kräftige Farben nicht nur auf glänzendem Fotopapier, sondern auch auf mattem oder normalen Papier.

Canon Pixma Pro 10 bei Fotografen sehr beliebt

Dank der vielen verschiedenen Farben ist der Canon Pixma Pro 10 deshalb auch bei Profi-Fotografen sehr beliebt. Da Kunden in diesem Bereich sehr anspruchsvoll sind, kann man diese Patronen nicht bei irgend einem chinesischen Anbieter kaufen. Deshalb haben wir uns für den Hersteller entschieden, der auf dem Alternativ-Druckerpatronen-Markt führend ist: Ninestar Image mit seiner Marke G&G.

Von außen erkennbar: Das gelb ist satt.

Von außen erkennbar: Das gelb ist satt.

Die Seitenreichweite orientiert sich hier auch wieder an den Originalpatronen. Der Preis ist fast halb so hoch wie bei Canon. Der Canon UVP beträgt 14,99. Die G&G Patronen bei TONERDUMPING kosten 7,99 € pro Stück.

Pigment-Tintenunterschied ist von außen sichtbar

Das Patronengehäuse bei G&G ist transparent und man kann beispielsweise bei der gelben Patrone gut erkennen, dass es sich auch hier um pigmentierte Tinte handelt. Bei Dye Tinte sieht die Flüssigkeit sehr wässrig aus und geht optisch mehr in ein transparentes Orange. Bei der G&G Patrone ist es ein undurchsichtiges, sattes Gelb. Die einzige transparente Flüssigkeit gibt es der G&G Ersatzpatrone für den Chroma-Optimizer. Hier handelt es sich um eine farblose, durchsichtige Flüssigkeit, die dem Ausdruck den nötigen Glanz verschaffen soll. Vor allem dort, wo das Foto nicht bedruckt wird – also auf weißen Flächen im Foto.

Patentverletzung: Canon erwirkt einstweilige Verfügung gegen MS-Point/ Tintenpool

Die Kupplung beim CE505- bzw. CF280-Toner

Die Kupplung beim CE505- bzw. CF280-Toner

Canon hat heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie beim Düsseldorfer Amtsgericht eine einstweilige Verfügung mit einer Unterlassungserklärung gegen M & S Vertriebsservice OHG erlangt hat. Es geht wieder einmal um das Dongle-Gear-Patent (europäisches Patent 2 087 407). M & S Vertrieb Service OHG hat unter dem Markennamen Tintenpool oder ms-pool bei Amazon unter den ASIN (= Amazon Standard Identification Number) B00I9BN11C, B00HFN56UE, B00IHWSUCS, B06WVB3JRW, B00IHXOQFW und B01BGQLB0O Tonerkartuschen verkauft, die nach Ansicht von Canon das besagte Patent verletzen. Diese Tonerkartuschen ersetzen die HP Original-Toner CF226A, CE255X, CF280A, CF280X, CF287A, CE505A und HP CE505X.

Nach unseren Recherchen sind die betroffenen Angebote bei amazon bereits entfernt worden.

Die vom Amtsgericht Düsseldorf erteilte einstweilige Verfügung ist noch nicht rechtskräftig.

Im Jahr 2015 wurde auch Tintenalarm und KMP wegen diesen Patents bereits abgemahnt. KMP hat sich mit Canon außergerichtlich geeinigt, der Lieferant von Tintenalarm, WTA hat sich gegen die Abmahnung gewehrt und in zwei Instanzen verloren.

Das Patent wurde fast zeitgleich von den Tonerherstellern Aster und Ninestar (G&G) umgangen. Später stellte auch Printrite eine Lösung vor, die eine Kupplung enthält, die sich nicht in alle Richtungen bewegt. Somit ist die entscheidende Erfindung durch eine alternative technische Lösung umgangen worden. Aster, Ninestar und Printrite haben ihre Lösungen aber ebenfalls patentrechtlich geschützt, sodass es für weitere Produzenten schwierig werden wird ein passendes Produkt zu verkaufen.

Ninestar verrät seine Lexmark/ Pantum-Strategie

Bei der dritten Distributorenkonferenz von Seine Holland (die europäische Ninestar-Niederlassung) hat Ninestar einige Neuheiten verraten.

Pantum und Lexmark sollen sich ergänzen

Lexmark Präsentation

Lexmark Präsentation

Um den Firmenwert von Lexmark zu erhalten, will Ninestar Lexmark als eigenständiges Unternehmen beibehalten. Lexmark werde sich aber auf seine Stärken konzentrieren und diese künftig ausbauen. Das bedeutet dass Lexmark komplexe Drucklösungen und Dokumenten-Management und Lösungen anbieten wird. Dabei kommen schnelle und große Multifunktionssysteme zum Einsatz. Einstiegsdrucker und kleine Farblaserdrucker wird Lexmark künftig nicht mehr verkaufen.

Pantum wird im vierten Quartal ein Farblaser-Multifunktionsgerät auf den Markt bringen, der 30 Seiten pro Minute drucken soll – der Pantum CM3000DN. Außerdem gibt es mit dem Pantum P5000DN einen 42 Seiten-pro-Minute Schwarzweiß-Laserdrucker. Und einen auf dem gleiches Druckwerk basierendes Multifunktionsgerät, den M7600DN.

Pantum Roadmap ab dem 2. Quartal

Pantum Roadmap ab dem 2. Quartal

Die Toner für die schnellen Monochrom-Drucker und das Druckwerk sind aus dem Lexmark-Portfolio entnommen. Die Toner werden 5.000, 10.000 oder 20.000 Seiten drucken und sehen aus wie Lexmark 502-Toner, die es ja ebenfalls in 5.000, 10.000 oder 20.000 Seiten gibt. Die Toner für die Farbdrucker sehen vom Gehäuse aus wie die aktuellen Lexmark 802-Farbtoner. Diese werden bei Pantum 4.000 Seiten schwarz oder 3.000 Farbseiten drucken. Bei Pantum heißen die Farbtoner CTL-200HK, 200HC, 200HM und 200HY. Die Monochromtoner für die schnellen Pantum-Geräte heißen TL-500H, TL-500X und TL-500U. Die Buchstaben H, X und U wurden ebenfalls von der Lexmark-Serie übernommen.

Wer ist Seine Tech? Wer ist Ninestar Corp? Was gehört zu wem?

Interessant fand ich auch die Folie, bei der sehr übersichtlich dargestellt wurde welche Marke, zu welchem Firmenteil gehört. Der Mutterkonzern heißt Seine Tech. Darunter finden wir Ninestar Corp und Pantum. Die Ninestar Corp besteht aus den Firmen Static Control (Tonerchips, Tonerpulver, Verschleißteile für Tonerkartuschen), Ninestar Image Tech Ltd (die Marke G&G und Ninestar), Apex Microelectronic Co Ltd (Chips, Tinte, Tonerpulver) und Lexmark (Drucker, Drucklösungen, Verbrauchsmaterial für die Marke Lexmark).

Immer wieder taucht auch die Marke Lenovo auf. Diese ist aber nicht Bestandteil der Seine Tech. Ein großer Eigentümer der Seine Tech ist Legend Capitals und diese sind ebenfalls bei Lenovo Großaktionär.

Der Seine Tech Konzern

Der Seine Tech Konzern

Ninestar kauft Kingway, Inktank und Topjet

Die Apex-Gruppe, bekannt auch unter den Markennamen Ninestar und G&G, haben mit einem Handstreich fast die gesamte chinesische Tintenpatronen-Konkurrenz aufgekauft. Wie uns Oleg Zhao, Geschäftsführer der holländischen Tochter Seine Holland B.V. mitteilte, sollen in einem ersten Schritt jeweils 51 % der Tintenpatronen-Hersteller Kingway, Topjet und Inktank für 15 Millionen US-Dollar gekauft worden sein. Insgesamt wird diese Übernahme also 30 Millionen Dollar kosten.

Der eindrucksvolle Eingangsbereich der Ninestar-Zentrale in Zhuhai (China).

Der eindrucksvolle Eingangsbereich der Ninestar-Zentrale in Zhuhai (China).

Topjet, Inktank und Kingway waren bisher bekannt für sehr niedrige Preise und Ninestar hat somit die Kontrolle über das Niedrigpreis-Segment übernommen. Vermutlich werden diese drei Hersteller weiterhin selbstständig agieren. Topjet, Inktank und Kingway haben hauptsächlich NoName-Patronen verkauft und traten bislang kaum unter einer eigenen Marke auf. Das erklärt vermutlich auch den vergleichsweise niedrigen Kaufpreis dieser Firmen. Der wirkliche Wert steckt in den Kundenbeziehungen. Kunden, die bislang ihre Patronen zu Billigstpreisen über Ebay oder Amazon verkauft haben. Bei den niedrigen Preisen blieben Patentsicherheit und Qualität sehr oft auf der Strecke. Inwieweit sich der hohe Qualitätsanspruch von Ninestar bei den drei neuen Tochterfirmen durchsetzen wird, ist noch nicht bekannt.

TONERDUMPING hat auf das richtige Pferd gesetzt

Oleg Zhao und Daniel Orth während einer Fabrikbesichtigung bei Ninestar in China.

Oleg Zhao (Seine Holland) und Daniel Orth (TONERDUMPING) während einer Fabrikbesichtigung bei Ninestar in China.

TONERDUMPING setzt seit Jahren auf kompatible Druckerpatronen von Ninestar und wird von der Marktbereinigung profitieren. Wir werden daher auch in Zukunft immer beste Qualität zu fairen Preisen anbieten können. Wir werden auch in Zukunft mit vielen kompatiblen Produkten der Erste sein, der diese Patronen in Deutschland anbieten kann.

Die Apex-Gruppe hatte im vergangenen Jahr bereits den Druckerhersteller Lexmark übernommen und den Toner-Komponenten-Hersteller Static Control gekauft. Apex/Ninestar ist bereits vor der Übernahme von Kingway, Inktank und Topjet der Marktführer bei kompatiblen Druckerpatronen gewesen und kann mit diesem Schritt seine Vormachtstellung ausbauen. Zur Apex-Gruppe gehört auch der chinesische Druckerhersteller Pantum.

Wie stellt sich unterdessen der Wettbewerb auf?

Nun verbleiben vor allem europäische Mitbewerber wie KMP und Armor. Pelikan, der Druckerpatronen-Hersteller mit der längsten Tradition, verlegt seine Tintenpatronenherstellung von Malaysia in die Tschechische Republik. KMP stellt seine Produktion schrittweise von wiederbefüllten Brother/ Canon/ Epson-Patronen wieder auf nachgebaute Patronen um.

Nachtrag (9. März 2017):

Wir hatten ursprünglich behauptet, dass Orink zu den Übernahmefirmen gehört haben. Das war ein Irrtum. Der Dritte Kandidat war Kingway, nicht Orink.

Peach, Pelikan und Ninestar umgehen HP Firmware-Update

Gute Neuigkeiten für Besitzer von HP Druckern. Das am 13. September 2016 aktivierte Firmwareupdate für HP Tintenstrahldrucker hat sämtliche kompatiblen Patronen mit neuem Patronenchip unbrauchbar gemacht. Nun reagieren Peach, Pelikan und Ninestar mit Lösungen.

Thorsten Pree, Chef von Peach schrieb uns zu ihrer Lösung:

„Peach ist es nun gelungen innerhalb weniger Tage eine neue, einwandfrei lauffähige Patrone für HP 950/951 sowie HP 970/971 zu entwickeln. Diese neue Version geht in der nächsten Woche in die Produktion und dann gibt es wieder alternative Reman-Patronen für den HP 950/51 und HP 970/971 mit New Chip und hat somit auch wieder mit Füllstandanzeige. Damit sind wir nicht nur die Ersten, sondern wohl auf lange Sicht auch die Einzigen.“

pelikan-akzeptiert

Auch von Pelikan haben wir Neuigkeiten per Email erhalten:

Nach umfangreichen Tests der F & E-Abteilung bei Pelikan stellt sich heraus, dass die Pelikan Druckerpatronen nach wie vor von HP-Druckern erkannt werden und wie vor dem Update einwandfrei funktionieren. Es gibt keine Probleme mit Pelikan Druckerpatronen nach dem HP Firmware-Update.

Von Ninestar haben wir erfahren, dass bereits neue Chips aus China bereits in Europa eingetroffen sind. Diese werden – so einfach wie bei einem Lego-Baustein – die älteren Chips ersetzen. Bereits kommende Woche werden dann die neuen Chips verfügbar sein.

Von Embatex/Emstar haben wir gehört, dass deren Patronen einen Static-Chip haben und dass dieser weiterhin auch nach dem Update funktioniert.

Wir werden erst einmal die neue Lösung von Ninestar testen und nächste Woche mitteilen, ob damit das Problem vorerst behoben ist.