Brother stellt 5 neue Farblaserdrucker vor

31 Seiten pro Minute, Duplex, WLAN und stufenbar erweiterbares Papierfach

Brother ersetzt mit fünf neuen Farblaserdruckern seine mittlere Preisklassen-Drucker. Sie sind mit 31 Seiten pro Minute für den Officebetrieb für die meisten Anwender schnell genug. Die 2.400 x 600 dpi bieten eine gute Auflösung für Geschäftsbriefe und ordentliche Grafiken. Für den Fotodruck reicht diese Auflösung wie erwartet nicht aus. Spannend finde ich die Papierfach-Erweiterungen. Mit 250-Blatt-Kassetten kann man die Kapazität nach und nach aufrüsten, bis man bei 1000 Blatt angekommen ist.

Zwei neue Toner-Serien: TN-421, die Jumbo-Toner TN-431 und die Super-Jumbo-Toner TN-426

Der TN-246BK druckt 9.000 Seiten. Passt aber nur in den HL-L8360CDW und MFC-L8900CDW

Der TN-246BK druckt 9.000 Seiten. Passt aber nur in den HL-L8360CDW und MFC-L8900CDW

Negativ fallen die Druckkosten auf. Die neue Toner-Serie TN-421 bietet eine für Farblaserdrucker eher geringe Reichweite (3000 Seiten schwarz, 1.800 Seiten je Farbe). Der UVP dieser Toner beträgt 99,99 für den schwarzen und jeweils 88,99 € für die drei Farbtoner. Ein komplettes Tonerset kostet also fast 400 €. Etwas günstiger ist der Seitenpreis wenn man die Jumbo-Toner einkauft. Ein Set der sogenannten Brother TN-431-Serie druckt 6.000 Monoseiten und 4.000 Farbseiten. Der TN-431BK kostet 115,99 € und die Jumbo-Farbtoner jeweils 155,99 €. Bei dieser Preiskalkulation sollte man also auf keinen Fall zum TN-421BK greifen. Für nur 16 € mehr gibt es einen Toner, der die doppelte Reichweite druckt. Bei den Farbtonern ist der Unterschied geringer.

Nur für die etwas teureren Brother-Geräte, also für den HL-L8360CDW und den MFC-L8900CDW, gibt es auch noch „Super-Jumbo-Toner“. Diese nennt Brother auch TN-426. Auch hier ist der schwarze Toner nur geringfügig teurer, nämlich 124,99 € und druckt dann satte 9.000 Seiten. Für Besitzer einer dieser beiden Drucker, also ein Muss. Bei den Farben hält sich die Ersparnis dann wieder in Grenzen. Hier bekommt man zwar jeweils 6.500 Seiten geboten, muss dafür aber 229,99 € je Toner hinblättern, wenn es nach der unverbindlichen Preisempfehlung von Brother geht.

Kompatible Toner in kürze lieferbar

Ein erster chinesischer Lieferant hat bereits angekündigt, dass man in wenigen Wochen bereits mit einem kompatiblen Toner anbieten wird. Diesmal könnte sogar der Nachbautoner schneller lieferbar sein als der Original-Toner. Brother hat nämlich auch dieses Mal wieder auf einen Seitenzähl-Chip verzichtet. Das macht es einfacher eine kompatible Tonerkartusche zu entwickeln. Allerdings sind auch hier wieder mit vielen Geschmacksmuster-Patenten zu rechnen. Sicherheitshalber wird die Nachbau-Variante wieder einmal sich äußerlich deutlich vom Original unterscheiden. Die kompatiblen Toner werden vermutlich weniger als die Hälfte kosten und somit dazu beitragen, dass die Geräte durchaus interessante Verbrauchskosten bekommen.

Brother HL-L8260CDW – kleinster gemeinsamer Nenner

Das preiswerteste der fünf neuen Modelle ist der Brother HL-L8260CDW. 31 Seiten pro Minute, 256 MB Druckerspeicher, automatischer Duplexdruck, WLAN und ein 250-Blatt-Papierfach gehören zu der Grundausstattung. Wenig spektakulär ist das Design. Es ist im 90er-Jahre-grau schlicht und strahlt dabei konservative Zuverlässigkeit aus. Ein paar brothertypische Knöpfe bedienen das Gerät und als Rückmeldung gibt es ein einfach LCD-Display. Die meiste Interaktion hat man ja sowieso mit seinem Endgerät – also am Computer, oder mit seinem Tablet oder Smartphone. Brother liefert das Gerät mit Windows, MacOS und Linux-Treibern aus. Die kostenlose App Brother iPrint&Scan funktioniert mit dem iPhone, iPad, Android-Smartphones, Windows-Phone und sogar mit dem Kindle Fire. Auch Apple AirPrint oder die Google Cloud Print 2.0 werden unterstützt – vorbildlich und zeitgemäß. Mit ca. 400 € ist der Farblaser eine gute Wahl für Anwender, die einen Farbdrucker für das Büro brauchen. Allerdings ist hier das optimale Druckvolumen zu beachten. Dieses gibt Brother mit 3.000 Seiten pro Monat an.

Brother Hl-L8360CDW – auch mit NFC und Farbdisplay

Der HL-L8360CDW: schlicht, robust und zuverlässig.

Der HL-L8360CDW: schlicht, robust und zuverlässig.

Für nur 100 € mehr erhält man eine deutliche Menge mehr. Größter Vorteil beim Brother HL-L8360CDW ist die Möglichkeit auch die Super-Jumbo-Toner – die TN-426-Serie – nutzen zu können. Diese bringen vor allem im Schwarzweißdruck noch einmal deutliche Druckkosten-Einsparungen. Das Gerät scheint auch deutlich robuster zu sein, als sein kleiner Bruder.

Brother empfiehlt ein monatliches Druckvolumen von 4.000 Seiten. Der Druckerspeicher ist mit 512 MB doppelt so groß, als beim HL-L8260CDW. Etwas netter ist das 6,5 cm große Touch-Display.

Für Arbeitsgruppen bietet ein NFC-Kartenlesegerät eine sichere Möglichkeit für die Authentifizierung von Mitarbeitern am Drucker. Erst Druckjob starten, dann zum Drucker laufen, Karte ranhalten und der Drucker startet den Job. Somit besteht nicht die Gefahr, dass neugierige Kollegen vertrauliche Ausdrucke unbemerkt entwenden.

Brother DCP-L8410CDW – kann 3 in 1

Der Brother DCP-L8410CDW ist im Grunde so ähnlich wie der HL-L8260CDW, nur dass auf dem Drucker noch eine Scanner-Einheit steht. Mit dieser kann man dann entweder vom Vorlageglas aus ein Buch scannen, oder über den Einzelblatteinzug bis zu 50 Blätter einlegen, die dann automatisch gescannt werden. Leider ist ein automatisches, doppelseitiges Scannen nicht möglich. Ein weiterer Unterschied ist das 9,3 cm große Touch-Display. Der Druckerspeicher ist mit 512 MB genauso wie beim HL-L8360CDW. Das monatlich empfohlene Druckvolumen orientiert sich allerdings mit 3.000 Seiten am kleineren Bruder.

Leider fehlt beim DCP-L8410CDW die Funktion mit dem NFC-Kartenlesegerät und auch die Super-Jumbo-Toner passen nicht. Man muss dich mit den TN-421 und TN-423 begnügen. In Anbetracht dessen, sind die knappen 630 € die Brother für den Kopierer haben will, nicht gerade billig.

Brother MFC-L8690CDW – Preis/Leistungs-Sieger

Der MFC-L8690CDW hat ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Der MFC-L8690CDW hat ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Für ca. 80 Euro mehr – also für ca. 713 € bekommt man aus dieser Druckerserie eine Faxfunktion dazu. Das Gerät nennt sich dann Brother MFC-L8690CDW. Neben der Faxfunktion ist ein entscheidender Unterschied zum DCP-L8410CDW, dass man hier auch die ökonomischeren Super-Jumbo-Toner TN-426 nutzen kann.

Ein Riesen-Unterschied ist auch die Möglichkeit Dokumente über den ADF-Einzug doppelseitig scannen und kopieren zu können.

Wegen der Faxfunktion und der günstigeren Folgekosten aber vor allem auch wegen seiner Duplex-Kopier und Duplex-Scanfunktion hat das MFC-Gerät gegenüber dem DCP- das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Der MFC-L8690CDW ist ab April erhältlich.

Brother MFC-L8900CDW

Mit seinen 1082 € ist der Brother MFC-L8900CDW eigentlich kein Mittelklasse-Farbdrucker mehr, sondern gehört schon fast in die Premium-Liga. Hier wird das beste zusammengefasst, was wir bisher gesehen haben. Es gibt also im Grunde die gleiche Ausstattung wie beim MFC-L8690CDW, nur mit ein paar kleinen Upgrades: Zum einen ist hier ein NFC-Kartenlesegerät verbaut. Auch hier haben die Anwender die Sicherheit, dass niemand unbemerkt Ausdrucke entwendet. Der automatische Papiereinzug (ADF) fasst 70 statt 50 Blätter. Das empfohlene, monatliche Druckvolumen liegt hier bei 4.000 Seiten. Und das Touch-Display ist mit 12,6 cm etwas größer.

Insgesamt rechtfertigen diese wenigen Unterschiede allerdings nicht den großen Preissprung von 713 auf 1082 €. Ausschließlich für Anwender, die diese NFC-Kartenlösung unbedingt benötigen werden sich mit dem Gedanken dieses Gerät anzuschaffen anfreunden können. Der Brother MFC-L8900CDW ist ab Mai erhältlich.

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