Eindrücke von der iFA 2014

Fernseher werden immer größer und neuerdings auch kurviger. Dieser hier ist laut SAMSUNG der größte, gebogene Fernseher der Welt.
Fernseher werden immer größer und neuerdings auch kurviger. Dieser hier ist laut SAMSUNG der größte, gebogene Fernseher der Welt.

Die Geschäftsführer von TONERDUMPING, Friedbert Baer und Daniel Orth, waren auch in diesem Jahr wieder auf der iFA. Ja, so ein Heimvorteil, der ist schon genial – von unserem Zentrallager in Tempelhof zum Messeglände nach Charlottenburg braucht man gerade mal 15 Minuten.

Wir haben dieses Jahr folgende Trends festgestellt: Wieder einmal tief beeindruckend war für uns die große Samsung-Halle. Schade, dass Apple nicht gerne Messestände baut – gerne hätten wir uns auch das neue iPhone 6 gesehen – so konnte wir aber das edge und das Note 4 bewundern. Und wieder einmal jede Menge große und neuerdings gebogene Fernseher.

Aber als Druckerexperten waren wir ja eigentlich wegen der Drucker dort. Drucker sind nur leider nicht ganz so sexy wie Armbanduhren mit denen man telefonieren kann. Deshalb stehen Drucker immer etwas am Rand.

Dafür hat Samsung einen Design-Preis bekommen: Eine umweltfreundliche Tonerschachtel in Eierschachtelanmutung. Nur dass Samsung seine Toner künftig wirklich so verpackt, ist eher unwahrscheinlich.
Dafür hat Samsung einen Design-Preis bekommen: Eine umweltfreundliche Tonerschachtel in Eierschachtelanmutung. Nur dass Samsung seine Toner künftig wirklich so verpackt, ist eher unwahrscheinlich.

Auch dieses Jahr stellte Samsung in einer Vitrine allerlei schlaue Ideen rund ums Drucken aus, für die die Koreaner Designpreise gewonnen haben. Zum Beispiel: Eine Tonerverpackung, die ganz ohne Plastik auskommt und wo das Innere an einen Eierkarton erinnert. Oder ein Drucker ganz aus Holz, den hatten wir allerdings auch schon im letzten Jahr hinter einer Vitrine bewundert. Und damals hatte uns auch eine nette Frau von Samsung erklärt, dass diese Dinge vornehmlich hergestellt werden, um einen Designpreis zu gewinnen. Für den Massenmarkt bestimmt sind nur die wenigsten dieser hübschen Ideen.

Aber Samsung hatte auch Sachen zu zeigen, die man wirklich kaufen kann. So konnten wir beispielsweise die mobile Anbindung eines Samsung-Schwarzweiß-Laserdruckers testen. Angebunden vermutlich über WLAN konnte man mit einem Handy (natürlich ein Samsung Smartphone) sowohl drucken, als auch Dokumente auf das Handy scannen. Hier seht ihr ein kurzes Video davon:

Der EPSON-Stand lud ebenfalls zum Ausprobieren ein. EPSON hat ja zur iFA diverse neue Geräte vorgestellt – darüber haben wir hier im TONERDUMPING-Blog auch schon ausführlich berichtet. Wir haben diverse EPSON-Flyer kopiert – ganz flink mit den Workforce-Tintenstrahl-Multifunktionsgeräten. Und schließlich konnten wir auch den – laut EPSON – kleinsten Tintenstrahldrucker der Welt begutachtet. Wirklich mini, das Teil. Für Versicherungsvertreter werden hier Träume wahr. Jetzt passen Laptop, Tablet und Drucker sehr bequem in eine Aktentasche. Dank Batterie und WLAN-Anbindung kann man mit dem Mini-WorkForce auch komplett ohne Kabel  drucken.

Der passt auch in die Aktentasche: Der Epson Workforce WF-100w
Der passt auch in die Aktentasche: Der Epson Workforce WF-100w

Beim Brotherstand wurde das Motto „print 3.0“ ausgerufen. Spektakuläres gab es dort allerdings nicht zu sehen. Den Messestand durfe man nur betreten, wenn man einen Termin hatte und am Tresen lagen diverse Flyer zu den aktuellen Druckern aus. Alles weitere könne man sich aus dem Internet herunterladen, hieß es von der freundlichen Dame am Stand. Vielleicht ist es das ja, was Brother unter Print 3.0 versteht: Selbst die Drucker sind jetzt virtuell.

Beim Brother iFA-Stand hieß es "Print 3.0"
Beim Brother iFA-Stand hieß es „Print 3.0“

Die heimlichen Stars der iFA waren aber diesmal die 3D-Drucker. Es gab kaum eine Halle, in der nicht in irgendeiner Ecke ein Stück Plastik ausgedruckt worden ist. Noch ist das eine Technologie, die nicht wirklich massentauglich ist. Der Druck dauert vergleichsweise lange und die Auflösung ist recht grob, so dass man vor allem geriffelte Skulpturen drucken kann. Wer mal eben einen Dübel ausdrucken will, um etwas aufzuhängen, braucht dafür mit einem 3D-Drucker  mehr Zeit als wenn er mal schnell zum Baumarkt fährt. Zumal der selbstgedruckte Dübel bisher auch noch ein Vielfaches von dem kostet, was man im Baumarkt bezahlen muss. Das sollte in nächster Zeit unbedingt noch besser werden. Aber hübsch anzusehen, ist die 3D-Druckerei schon jetzt, wir haben hier mal ein bisschen was zusammengeschnitten:

Den aufwändigsten und mit Abstand größten 3D-Drucker-Messestand hatte XYZprinting. Hier konnte man nicht nur die preiswerten 3D-Drucker da Vinci 1.0 begutachten (den wir auch in unserem TONERDUMPING-Geschäft im A10-Center ausstellen), sondern auch einen 3D-Kopierer, der allerdings vermutlich erst Anfang 2015 auf den Markt kommen wird. Der 3D-Kopierer scannt Gegenstände und druckt diese dann anschließend aus. Das interessante dabei ist, dass der Drucker nur 599 Euro kostet und der Kopierer nur 799 Euro kosten wird. Die Auflösung ist mit 0,1 mm noch etwas grob – hier erklärt sich auch der sehr günstige Preis.

Bei iGo3D.com konnten wir die Ultimaker-Serie in Aktion bewundern. Der Ultimaker 2 druckt in einer sehr hohen Auflösung von 0,02 mm und macht einen ordentlichen Eindruck. Die Auswahl an Druckmatierialien ist beim Ultimaker 2 sehr groß. So kann man mit PLA, ABS, Innovolve oder Innoflex drucken. Zudem ist der Drucker von iGo3D.com ca. 50 % schneller als die meisten anderen Geräte (bis zu 300 mm/s).

Äußerst sympathisch war der Inhaber der Firma noDNA GmbH, der seinen UP! 3d printer vorstellte. In Aktion sahen wir den UP! plus2, der eine Auflösung von 0,15 mm schafft. Der Drucker wird wie ein normaler Drucker installiert und die Handhabung war denkbar einfach.

Fazit: Sehr viel spektakulär Neues gab es auf der iFA diesmal nicht zu sehen, alles ist noch etwas größer, stylischer und neuerdings kurviger. Und wenn sich die 3D-Drucker demnächst auch noch etwas weiter entwickeln: Schneller werden, besser aufgelöst und dann auch noch preislich interessanter, dann könnte das durchaus eine spannende Technologie für den Hausgebrauch werden.

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