Die Patentlösung von Aster

Canon erwirkt einstweilige Verfügung gegen einen weiteren amazon-Tonerhändler

Canon gibt heute bekannt, dass Canon eine einstweilige Verfügung gegen die „Inkjets Toners and Cartridges Ltd.“ am Düsseldorfer Amtsgericht erwirkt hat. Laut der Canon-Presseerklärung habe die Gegenseite mit dem Verkauf von kompatiblen Tonern bei amazon gegen das europäische Patent EP2087407 verstoßen. Die betreffenden Produkte wurden von amazon umgehend gelöscht. Es handelt sich um Alternativtoner, die mit dem HP CE255X, CE505A, CF280X und CF280A kompatibel sind. Canon hält die Patente dieser HP-Tonerkartuschen.

Die einstweilige Verfügung des Amtsgerichts Düsseldorf ist noch nicht rechtskräftig. Beklagte haben die Möglichkeit, Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einzulegen. Da jedoch die Zustellung an die Beklagten durchgeführt wurde, kann Canon diese Entscheidung durchsetzen.

Hintergrund: beim Patent EP2087407 ist der Knackpunkt ein Zahnrad auf einer beweglichen Kugel-Gelenk. Diese 360-Grad-Beweglichkeit ist von Canon als Erfindung gesichert. Im Moment gibt es zwei Lösungen auf dem Markt dieses Patent zu umgehen:

  1. Man nutzt das Original Canon-Gear – löst es von der Trommel und ersetzt die Trommel durch eine neue Trommel. Das gilt als zulässige Reparatur – das wurde bereits durch die oberste Instanz in Karlsruhe bestätigt. KMP und WTA konnten sich mit dieser Lösung gegen eine Canon-Klage durchsetzen.
  2. Man verwendet ein Zahnrad, dass durch einen komplizierten Mechanismus sich erst dann nach außen bewegt, wenn der Nutzer die Klappe des Druckers schließt. Das Donglegear ist dann ein nondongling Donglegear. Diese Lösung wird von Aster und Ninestar (G&G) verkauft.
Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Es gibt allerdings weiterhin sehr billige 1:1 Klone auf dem Markt bei denen die Canon-Lösung einfach kopiert wurde. Diese sind mit einer großen Sicherheit patentverletzend und werden immer noch im großen Stil bei amazon und ebay verkauft. Canon mahnt diese Händler allerdings Stück für Stück ab. Wegen der Hohen Rechtsstreitkosten ist das Anbieten von Tonerklonen für Marketplace Händler ein existenzbedrohendes Risiko. Amazon und ebay kooperieren mit Canon in diesen Fällen auch anstandslos. Neben der Rechtskosten riskiert der Marketplace-Händler auch eine komplette Verkäufer-Kontosperrung.

Ebay-Kunden sollten ihr Passwort ändern

Sicherheitspanne beim größten Online-Auktionär der Welt: Ebay fordert seine Kunden auf ihr Passwort zu ändern. Devin Wenig, Leiter für den Bereich Marcet-Places, erklärt in einem Brief an seine Kunden, dass Ebay Opfer eines Hackerangriffes wurde. Dabei wurden Kundendaten inklusive Passwörter gestohlen. Die Passwörter sind zwar verschlüsselt gespeichert, mit ausreichend Rechenpower lässt sich allerdings fast jede Verschlüsselung knacken. Vor allem wenn sehr einfache Passwörter verwendet werden, ist das Knacken verschlüsselter Passwörter ein Kinderspiel.

Große Internetportale waren in den vergangenen Monaten immer wieder Opfer massiver Hackerangriffe. TONERDUMPING ist bisher davon glücklicherweise verschont geblieben. Trotzdem haben auch wir unsere Passwörter ausschließlich in verschlüsselter Form in der Datenbank hinterlegt. Der TÜV-SÜD überprüft regelmäßig unsere Sicherheitsmaßnahmen und gibt uns jedes Jahr neue Tipps wie wir mit den neuesten Hackermethoden Schritt halten können. Unser Tipp: Bestellen Sie nicht bei großen Anbietern, sondern streuen Sie das Risiko, in dem Sie auch bei spezialisierten Onlineshops einkaufen.

Für alle Ebaykunden gilt jetzt aber auch, dass das Passwort in Verbindung mit der Emailadresse auch bei anderen Onlineshops geändert werden sollte, sollten Sie das gleiche Passwort auch wo anders eingesetzt haben. Bei der Auswahl eines Passwortes empfehlen wir ein möglichst langes Passwort mit Zahlen, Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung zu mischen. Passwörter sollten regelmäßig geändert werden und man sollte bei unterschiedlichen Anbietern auch unterschiedliche Passwörter aussuchen. Da sich das niemand merken kann eignet sich ein Passwortprogramm oder auch ganz einfach eine A6-Kladde (kostet bei uns 75 Cent), in der man die wichtigsten Passwörter aufschreiben kann und diese dann immer griffbereit hat.