TONERDUMPING-Testlabor: Qualität, die sich weiterentwickelt

Es begann mit einem Regal. Heute befinden sich im Testlabor mehr als 160 Drucker.
Es begann mit einem Regal (links). Heute befinden sich im Testlabor mehr als 160 Drucker (rechts).

TONERDUMPING ist ein nach ISO9001 zertifizierter Betrieb mit dem Ziel die Qualität der Produkte laufend zu verbessern. Im Oktober 2012 haben wir begonnen unser Testlabor aufzubauen. Damals waren es nur wenige Drucker, heute sind es mehr als 160.

Seit es TONERDUMPING gibt, vertrauen wir Lieferanten, dass diese nach unseren Vorgaben eine vernünftige Qualität produzieren. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Umso mehr wir selbst kontrollieren, desto mehr fällt auf, wie wichtig das ist. Zehntausende Tonerkartuschen haben wir wegen negativer Qualitätstests retourniert. Toner, die bei unseren Kunden zu einer Reklamation geführt hätten.

Seitenzahl-Reichweitentests nach ISO. Mit Tintenstrahldruckern (links) und Laserdruckern (rechts).
Seitenzahl-Reichweitentests nach ISO. Mit Tintenstrahldruckern (links) und Laserdruckern (rechts).

Die Toner, die aus unserer Berliner Produktion stammen sind zu hundert Prozent getestet. Kaufen wir Toner von anderen Lieferanten, dann verlangen wir das auch von ihnen. Und das prüfen wir stichprobeweise nach. Vor allem dort, wo Reklamationen gehäuft auftreten.

So sieht der Standard-Qualitätstest bei TONERDUMPING aus.
So sieht der Standard-Qualitätstest bei TONERDUMPING aus.

In dieser grafischen Darstellung wird der Prozess gezeigt, wie ein Qualitätstest im TONERDUMPING-Testlabor abläuft (wenn man auf die Grafik klickt, wird sie größer). Der Ablauf ist dabei immer gleich. Dadurch lassen sich unterschiedliche Produkte miteinander vergleichen. Dabei werden Testseiten abgeheftet, digitalisiert und ein Testprotokoll wird angelegt. Über eine Datenbank kann man auch noch Jahre später sämtliche Tests nachvollziehen.

ISO/IEC 19752 Druckvorlage
ISO/IEC 19752 Druckvorlage

Bei der Reichweitenmessung von Schwarzweiß-Laserdruckern nach ISO/IEC 19752 wurden folgende Testkriterien festgelegt:

  • Verwendung des Standard-Testdokuments (siehe Bild rechts).
  • Der Druck erfolgt auf normalem Kopierpapier
  • Die Seite wird so lange gedruckt, bis der nutzbar Tonervorrat aufgebraucht ist (max. 3 x Toner hin- und herbewegen wenn helle Streifen in Laufrichtung auftreten, und „Toner fast leer“ oder „Toner leer“ Meldungen am Display werden ignoriert).
  • Die Vorlage selbst hat einen Deckungsgrad von ca. 4,2 %.
Der Test nach DIN 33870-1
Der Test nach DIN 33870-1

Neben der Laufzeit-Messung testen wir auch die Druckqualität nach DIN 33870-1. Hierfür werden unter anderem getestet:

  • Graustufen und Schwarzflächen werden auf Gleichmäßigkeit und Vollständigkeit geprüft. (Felder 1 + 2 + F)
  • Richtig schwierig ist der Grauflächentest bei Volldruck (Prüfvorlage B.2). Hier versagen auch die meisten Originaltoner. Im Ergebnis reicht es uns schon, wenn das alternative Produkt mindestens genauso gut (oder schlecht) druckt, wie der Toner des Druckerherstellers.
  • Diese Prüfseiten werden in vorgegebenen Abständen während des Reichweitentests gedruckt und bewertet: Beim Start, Nach 50 Druckseiten, nach 50 %, nach 75 % und nach 90 % der zu erwartenden Druckleistung.
Die 5 ISO-Seiten für den Farbdruck-Reichweitentest.
Die 5 ISO-Seiten für den Farbdruck-Reichweitentest.

Reichweitentests nach ISO/IEC 24712 bei Tintenstrahldruckern und Farblaserdruckern.

Auch bei Farbdruckern gibt es einen DIN-Test
Auch bei Farbdruckern gibt es einen DIN-Test

Wir verwenden die ISO-Vorlage – ein fünfseitiges Dokument. Jede Farbe hat dabei einen Deckungsgrad von 20 Prozent (4 x 5 %). Die 5 Seiten werden so lange gedruckt, bis die Testseiten verblassen oder der Drucker den Weiterdruck verweigert. Gedruckt wird auch hier auf normalem Kopierpapier, ohne Veränderung der Druckeinstellungen.

Auch bei Farbdruckern wird nicht nur die Reichweite, sondern auch die Qualität gemessen. Nach DIN 33870-2 werden die Farbabstufungen untersucht (die Felder 1, 2 und F), es erfolgt auch wieder ein Volldruck aller Farben (Prüfvorlage B.2 bis B.5). Auch hier werden diese Qualitätsprüfungen beim Start, nach 50 Seiten, nach 50 %, 75% und 90 % der zu erwartenden Druckleistung gedruckt.

Testergebnisse werden in unserer Datenbank abgelegt.
Testergebnisse werden in unserer Datenbank abgelegt.

Am Ende werden alle Testergebnisse in einer Datenbank erfasst und werden dann entweder gesperrt – oder erhalten das Siegel „TONERDUMPING – Geprüfte Qualität“.

Wird ein Artikel gesperrt, gehen die betroffenen Produkte zu unserem Lieferanten zurück und der Lieferant muss sich mit einer besseren Charge erneut beweisen, wenn er das Produkte auch in Zukunft an uns liefern möchte.

So sieht der Eintrag in unserem internen Reklamationsprogramm "Defi" aus.
So sieht der Eintrag in unserem internen Reklamationsprogramm „Defi“ aus.

Am Ende werden die Testergebnisse in unserem hauseigenen Reklamationsprogramm „Defi“ hinterlegt. Sämtliche relevanten Fotos zum Produkt werden gespeichert und für unsere Mitarbeiter in den Läden und im Kundendienst zugänglich gemacht. Auch der Wareneingang erhält Zugang zu allen wichtigen Informationen um beim Wareneingang auffällige Ware aussortieren zu können.

Auch im Wareneingang gibt es eine genaue Sichtprüfung. Es gibt dazu in einem speziellen Ordner alle wichtigen Hinweise zu jedem Produkt, das bereits in der Vergangenheit schon einmal auffällig war. Hierbei geht es nicht nur um Produktqualität, sondern auch um eine Prüfung, ob Patente der Druckerhersteller verletzt wurden. Tintenpatronen und Toner werden gewogen, um auf eine Füllmenge schließen zu können.

Insgesamt wurden bis Mitte 2015 23.611 Artikel im Wareneingang als defekt erkannt und wurden an unsere Lieferanten zurück gesandt. Die Top-4 der Ursachen:

  • 3.306 x Toner oder Tintenpatrone hatte keinen Chip oder er war falsch herum montiert.
  • 3.239 x Tinte / Toner mit zu geringer Füllmenge.
  • 1.732 x Falscher Karton, falscher Chip.
  • 868 x patentverletzende Zahnräder entdeckt.

Zu einem guten Qualitätsmanagement gehört auch die Auswertung der Reklamationsursachen und der Zuordnung zu den entsprechenden Lieferanten. Ist ein Produkt bei einem Lieferanten auffällig, wird das Produkt intensiv getestet und dann ggf. gesperrt und wo anders beschafft.

Beispiel die schwarze, kompatible Druckerpatronen, die die HP 364 ersetzt, haben wir in 12 Monaten 22.500 x eingekauft. Diese Patrone haben wir bei zwei Herstellern und drei Importeuren gekauft. Die beiden Hersteller kamen auf 0,3 und 0,6 % Defektenquote. Die drei Wiederverkäufer kamen auf ca. 3 %. Aus diesem Grund kauft TONERDUMPING verstärkt Tintenpatronen nur noch direkt von den Herstellerfirmen und nicht mehr bei Zwischenhändlern.

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