Neue Tintendrucker von Brother

Seit der vergangenen IFA in Berlin hat Brother einige neue Drucker auf den Markt gebracht. Höchste Zeit also einen genaueren Blick auf die Modelle zu werfen. Lohnt sich der Umstieg auf ein neues Brother-Gerät?

Drei neue Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte: DCP-J572DW, MFC-J491DW, MFC-J497DW

Die neuen Tintenstrahl-Geräte von Brother eignen sich eigentlich nur für den Hausgebrauch oder für das Home-Office. Sie benötigen nur wenig Platz und können drucken, scannen und kopieren. Die beiden MFC-Geräte haben zudem auch noch eine Faxfunktion. Sie unterstützen den automatischen doppelseitigen Druck und können in ein WLAN angebunden werden.

Die drei Geräte haben eine kleine Papierkassette, die Platz für 100 Blätter hat. Auch aus diesem Grund sind diese Einstiegsdrucker nicht für den Büroalltag geschaffen. Dafür sind die drei Modelle sehr flexibel. Man kann vom PC aus, vom Laptop, von Tablet oder vom Smartphone aus bequem drucken. 

Die beiden MFC-Geräte haben sogar noch einen automatischen Vorlageneinzug (ADF). Überzeugend sind die bei Brother üblichen 3 Jahre Herstellergarantie.

Die Druckgeschwindigkeit von 6 Farbseiten oder 12 Monochromseiten ist allerdings sehr langsam.

Wer helle Möbel in seinem Arbeitszimmer hat, mag vielleicht lieber ein weißes Druckergehäuse. Für diese Klientel gibt es den MFC-J497DW. Wenn auch ein schwarzes Gehäuse okay ist, dann reicht wohl der MFC-J492DW.

Die passenden Druckerpatronen für die drei neuen Multifunktionsgeräte sind entweder die Brother LC-3211 Druckerpatronen, mit denen man 200 Seiten drucken kann, oder die Brother LC-3213, mit denen man immerhin 400 Seiten druckt, bevor sie leer sind. Brother bietet ein 4er-Pack LC3211VAL für die kleine Füllmenge und ein Multipack namens LC3213VAL für die XL- Füllmenge an. Ein Satz der XL-Patronen kosten mit den Brother Originalpatronen etwa 65 €. Mit den Alternativpatronen von G&G kommt man bei Tonerdumping auf 39,99 €. Damit druckt man dann 400 Farbseiten.

Die Druckkosten sind mit Originalpatronen sehr hoch und mit Alternativpatronen ebenfalls nicht ganz billig. Im Laufe der nächsten drei Jahre werden die Preise der Alternativpatronen aber erfahrungsgemäß noch einmal deutlich billiger werden. Vor allem dann, wenn wir nicht nur G&G-Patronen, sondern auch das TONERDUMPING Zehnerset anbieten. Doch das wird vermutlich noch ein paar Monate dauern, bis die Preise sinken.

A3 Tintenstrahldrucker für das Büro: HL-J6000DW, HL-J6100DW, MFC-J5945DW, J6945DW, J6947DW

Die beiden neuen HL-Geräte sind die ersten Tintenstrahl-Drucker mit der Vorsilbe „HL“. Normalerweise gibt es bei Brother ausschließlich Tintenstrahldrucker als Multifunktionsgeräte. Dass Tintenstrahldrucker von Brother ohne Kopierfunktion ausgestattet sind, ist ein echtes Novum. Das „J“ im Druckernamen verrät, dass es sich um einen Tintendrucker handelt und nicht um einen Laserdrucker. Somit sind die HL-J6000DW und HL-J6100DW die ersten Brother HL-Drucker, die auf Tintenstrahl-Technik basieren.

Mit den riesigen LC-3237 oder noch besser befüllten LC-3239XL Patronen sind die Folgekosten sehr niedrig.

Der Brother HL-J6000DW liegt mit seinem UVP von 399 € (inkl. MWST) nicht mehr im Einstiegssegment und möchte daher als Business-Inkjet Gerät ernst genommen werden. Der Brother HL-J6100DW wird bei Brother für 469 € angeboten. Schauen wir einmal auf die Technischen Daten, ob dieser Preis gerechtfertigt ist. Ein Business-Tintendrucker muss schnell sein, viel Papier aufnehmen können und günstig im Verbrauch sein.

Schnelle erste Seite, danach 20 Farbseiten pro Minute

Punkto Geschwindigkeit ist die schnelle erste Seite positiv zu erwähnen. Nach nur 6 Sekunden aus dem Bereitschaftsmodus ist die erste Seite fertig gedruckt. Wer mehrseitige Dokumente druckt kann mit Geschwindigkeiten von 20 Farbseiten oder 22 Monoseiten pro Minute rechnen. Das ist in etwa so schnell, wie es Einstiegs-Laserdrucker schaffen. Bei der Druckgeschwindigkeit gibts also einen kleinen Punkteabzug.

Ein solider Farbdrucker auf Tintenbasis für das Büro

Platz für 500 Blatt Papier + 100 Blatt Einzelzuführung

Die Papierzuführung des HL-J6000DW fasst 2 x 250 Blatt. Das ist insofern praktisch, dass handelsübliches Papier in 500-Blatt-Paketen verkauft werden. Allerdings ist das Papierausgabefach deutlich kleiner als die Papierzuführung. Das macht im Büroalltag normalerweise keine Probleme. Will man ein 200-seitiges Dokument ausdrucken, sollte man das Papierausgabefach allerdings im Auge behalten. Zusätzlich gibt es noch einen 100-Seiten Einzeleinzug, der auch für A3-Papier geeignet ist. Gut ist auch die automatische Duplexfunktion – sie hilft Papier zu sparen, wenn man doppelseitig drucken möchte. 

Noch mehr Platz für Papier beim HL-J6100DW

Der HL-J6100DW – und hier kommt der einzige Unterschied zum HL-J6000DW – hat zwei Papierkassetten bei denen eine für 250 Blätter Platz hat und die zweite für 500 Blätter. Man hat also eine Kapazität von 750 Blatt + 100 für den Einzelpapiereinzug.

Günstige Druckkosten trotz Originalpatronen

Und wie sieht es mit den Druckkosten aus? Die Seitenreichweiten der Druckerpatronen sind durchaus mit den Reichweiten von Tonerkartuschen vergleichbar. In der Standardbefüllung Brother LC-3237 können 3.000 Monochromseiten bzw. 1.500 Farbseiten drucken. In der XL-Befüllung, also bei den Brother LC-3239XL Patronen sind 6.000 Monoseiten oder 5.000 Farbseiten möglich. Die LC-3217BK kostet 43 €, die Farbpatronen jeweils 29 €. Die LC-3239XLBK kostet 80 €, die LC-3239XL-Farbpatronen jeweils 75 €. Auf den Seitenpreis herunter gerechnet hat man mit den XL-Patronen nur eine sehr kleine Ersparnis. Alternativpatronen gibt es für diese Drucker im Moment noch nicht auf dem Markt. Auf jeden Fall kommt man schon mit den Originalpatronen auf einen Seitenpreis von etwas mehr als einem Cent bei der Monoseite und auf ca. 6 Cent bei einer Farbseite. Und das ist auf jeden Fall sehr preiswert.

Richtig viel schwarze Tinte für 6.000 Seiten befinden sich in der Brother LC-3239XLBK.

Für den Fotodruck weniger gut geeignet

Bei einer maximalen Auflösung von 4.800 x 1.200 dpi und wegen der der nur drei vorhandenen Farbpatronen, eignet sich der Fotodruck nicht für anspruchsvolle Fotografen. Aber das muss ein Bürodrucker auch nicht unbedingt können.

3 Jahre Herstellergarantie bzw. 15.000 Seiten

Positiv zu erwähnen wäre noch die 3 Jahres-Herstellergarantie. Und bei beiden Druckern gibt es einen Printer-Airbag von 15.000 Seiten. Das klingt viel, herunter gerechnet auf die 3 Jahre Garantie sind das aber nur noch ca. 400 Seiten pro Monat. Und das ist dann doch etwas zu wenig für einen richtigen Business-Tintenstrahldrucker.

Gute mobile Anbindung

Drucken kann man über USB, über WLAN, NFC oder mobil über die Brother-App oder über Apple Airprint bzw. Google Cloud Print.

Der perfekte Zweitdrucker

Fazit: Die beiden Farbtintenstrahldrucker sind solide und energiesparend. Größtes Manko ist die fehlende Kopier- und Scanfunktion. Deshalb ist es nur als Zweitgerät im Büro geeignet. Wer also einen Kopierer und ein Faxgerät besitzt und jetzt etwas mehr Farbe haben möchte, der kann das mit relativ wenig Geld umsetzen.

Das gleiche mit Kopier-, Scan- und Faxfunktion…

Wer nicht einen Zweitdrucker sondern eine Gesamtlösung für sein Büro braucht, der sollte eigentlich gleich zum MFC-J5945DW greifen. Schließlich kostet er nur 469 € (UVP inkl. MWST). An sonsten ist das Gerät in allen Punkten baugleich zum HL-J6000DW. Zu beachten ist, dass man zwar A3 drucken kann – das Kopieren, Scannen und Faxen ist nur mit A4-Vorlagen möglich.

Faxgerät, Kopierer und Scanner – für viele Büros immer noch unverzichtbar.

Kopieren, Scannen und Faxen in A3 – optional für 750 Blatt

Wer ein vollständiges A3-Gerät möchte, wo also der Flachbettscanner und der automatische Papiereinzug auch A3-Blätter verarbeiten kann, der nimmt einen Brother MFC-J6945DW. Diese Drucklösung kostet 569 € und lässt für die meisten Anwendungen keine Wünsche mehr offen. Wem 500 Blatt A3-Blätter nicht ausreichen, kann mit dem Brother MFC-J6947DW sogar 3 Papierkassetten haben, die dann insgesamt Platz für 750 Blätter haben.

Extra viel Platz für Papier beim Brother MFC-J6947DW

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