Keine Gelsprinter Drucker mehr von Ricoh – warum?

PBS-Business berichtet heute aus Ricoh-Unternehmenskreisen erfahren zu haben, dass Ricoh künftig keine Geljet-Drucker mehr auf den Markt bringen wird. Offiziell gibt es dazu von Ricoh noch keine Pressemitteilung, der Schritt scheint aber zu den Restrukturierungsmaßnahmen zu passen, die Ricoh neulich ergriffen hat. Wir berichteten bereits, dass Ricoh-Deutschland fast 500 Mitarbeiter betriebsbedingt kündigen wird und dass Ricoh keine Billig-Drucker mehr herstellen will.

Eigentlich eine großartige Technologie

Die Geljet-Technologie war bislang ein sehr guter Kompromiss zwischen Laserdruck und Tintenstrahldruck und aufgrund seiner Eigenschaften perfekt für den Officebetrieb gedacht.

Für weniger als 30 € wurde der SG2100 in großen Stückzahlen verkauft – ein großer Verlust für Ricoh

Als Ursache für das Einstellen dieser Technologie könnte auch die Verfügbarkeit günstiger Nachbau-Tintenpatronen zu sein. Ricoh hatte am Schluss mit Preisen unter 30 € seine Gel-Drucker auf dem Markt verbreitet, um danach das große Geschäft mit den Gel-Druckerpatronen machen zu können. Hier haben aber einige chinesische Anbieter aber auch Anbieter von wiederbefüllten Originalpatronen dem japanischen Druckerhersteller einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Händler entbundeln massenweise Geräte

Ein Drucker ohne Verbrauchsmaterial. Bei TONERDUMPING für 19,99 €. Perfekt als Ersatzteillager oder Austauschgerät.

Ein Drucker ohne Verbrauchsmaterial. Bei TONERDUMPING für 19,99 €. Perfekt als Ersatzteillager oder Austauschgerät.

Zudem sind beim Ricoh Aficio SG2100 ganz normale Gel-Patronen dabei – also keine Starterpatronen mit geringer Laufleistung. Die Folge ist, dass viele Händler massenweise den Gelsprinter 2100 für weniger als 30 € eingekauft haben, um dann die enthaltenen Patronen für insgesamt 80 € verkauft haben. Selbst der Restgelbehälter kostet normalerweise 30 €. Auch dieser ist im Lieferumfang enthalten und kann entnommen und verkauft werden. Aus diesem Grund sind heute viele Ricoh-Original-Patronen ohne Kartonverpackung auf dem Markt, die aus diesen Druckerkäufen stammen. Die Idee von Ricoh nach dem Dumpingpreis der Drucker jetzt das große Geld mit dem Verkauf normaler Original-Patronen zu machen, ist auch durch diesen Effekt zum Scheitern verurteilt. Dabei wäre es einfach gewesen die Drucker mit Starterpatronen und Starter-Restgelbehälter auszustatten. Dann wäre ein entbundeln der Geräte nicht möglich gewesen.

Auch TONERDUMPING hat den SG2100 ausgeschlachtet

Ganz nebenbei, auch wir haben einige Drucker ausgepackt und das enthaltene Verbrauchsmaterial entnommen und extra verkauft. Die neuen Drucker ohne Verbrauchsmaterial verkaufen wir dann später an Kunden, bei denen eine Reparatur des Gerätes notwendig wäre. Hier ist der Kauf eines Druckers ohne Verbrauchsmaterials deutlich günstiger als die Reparaturkosten. Da Ricoh vermutlich irgendwann auch den Support für diese Geräte einstellt, sei den Nutzern empfohlen ein paar Zweitgeräte für den Notfall zu kaufen. So ein Gerät ohne Verbrauchsmaterial kostet bei TONERDUMPING 19,99 €. Kauft man 2 davon, ist die Lieferung sogar versandkostenfrei.

Ricoh kehr zurück zu seinen alten Stärken

Am Ende steht Ricoh wieder dort, wo sie vor ein paar Jahren waren. Ein Spezialist für große Kopiermaschinen. Für den Massenmarkt, den Heimanwender oder für das kleine Office will Ricoh nichts mehr anbieten. Vielleicht ist es nicht das schlechteste sich auf seine Kernkompetenz zu konzentrieren. Perfekt für die vielen kleinen und mittelgroßen Systemhäuser, die diese Maschinen bei ihren Kunden betreuen. Schlecht für Onlineshops oder Retailer, die einen günstigen Drucker für den Endkunden anbieten wollen. Aber es gibt auch neue Alternativen für das Einstiegssegment: zB Pantum.

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