HP schützt seine Tintenpatronen vor sparsamen Anwendern

Einen interessanten Trick hat sich HP bei der HP 950 und HP 951-Druckerpatronen-Serie ausgedacht. Als Standardeinstellung beim Tintenstrahldrucker (zB Officejet Pro 8100) deaktiviert der Druckertreiber nach dem Einsetzen einer Originalpatrone die Nachfüllbarkeit. HP nennt diese Funktion „Patronenschutz“. Die Patrone wird sozusagen von seinem Anwender geschützt. Vielen Dank, HP! Wird diese Patrone dann bei einem anderen Gerät eingesetzt, kann diese Patrone nicht mehr verwendet werden.

Als weitere Kundengängelung hat kann man jede Druckerpatrone nur drei mal nachfüllen. Wohlgemerkt, nur in Verbindung mit einem bestimmten Druckertyp.

Mit diesen Maßnahmen lässt HP zwar zu, dass der Anwender seine eigenen Patronen nachfüllen kann, für HPs Mitbewerber, die Recyclingbranche, wird das Wiederbefüllen erschwert.

Die Lösung: Mit Hilfe eines kompatiblen Patronenchips (die Ninestar-Tochter Apex bietet einen Chip an), könnte man dieses Problem umgehen. Vermutlich wird dann HP die Firmen aus patentrechtlichen Gründen abmahnen, die diesen kompatiblen Chip in ihre Patronen einbauen. Ich frage mich, wann hier die EU-Kommission aktiv wird. Schließlich sind diese Methoden – nach meiner Auffassung – wettbewerbsrechtlich und aus Sicht des Verbraucherschutzes äußerst bedenklich.

Ein Gedanke zu „HP schützt seine Tintenpatronen vor sparsamen Anwendern

  1. Wenn ich noch einen „Tintenpinkler“ von HP hätte, dann wäre spätestens jetzt der Zeitpunkt für einen neuen Drucker – und dann einen Laserdrucker.
    Ich kann verstehen, dass das Geld über die Patronen und nicht über den Drucker selbst verdient wird.
    Aber da ist der Kunde dann doch ein wenig zu stark ausgenommen worden…

    Viele Grüße
    D-S

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