Geld und Energie sparen beim Druckerkauf

Wo lässt sich Geld und Energie sparen? Überall findet man im Moment dazu viele Tipps. Auch beim Drucken ist da eine Menge möglich. In einem ersten Text haben wir dazu einige Ratschläge zusammengestellt. In diesem zweiten Teil geht es nun darum, wie man schon beim Gerätekauf viel dafür tun kann, um günstiger und effizienter zu drucken.

Welcher Drucker ist für Sie ideal?

Schon bei der Auswahl eines neuen Druckers kann man viel richtig machen. Fragen Sie sich vor allem: wofür brauchen Sie den Drucker? Wie viele Seiten im Monat drucken Sie? Drucken Sie regelmäßig Fotos oder wollen Sie hauptsächlich Texte drucken? Brauchen Sie wirklich einen eingebauten Scanner? Ein Fax? Die Grundregel lautet: je weniger Funktionen in einem Drucker verbaut sind, desto weniger Energie verbraucht er. Jede Zusatzfunktion kostet nicht nur in der Anschaffung mehr Geld, sondern auch im Verbrauch.

Achten Sie auf Energie-Spar-Funktionen

Viele neue Drucker haben schon spezielle Energie-Spar-Funktionen eingebaut, die beispielsweise durch das Energy-Star-Label ausgewiesen sind. Diese Drucker haben oft eine Auto-off-Funktion – sie schalten sich also nach einem Ausdruck von allein wieder ab und verbrauchen so weniger Energie.

Laser- oder Tintenstrahldrucker?

Der eigentliche Druckvorgang verbraucht bei Laserdruckern deutlich mehr Energie als bei einem Tintenstrahldrucker. Dabei spielt vor allem das Aufheizen der Belichtungseinheit eine entscheidende Rolle – beim Laserdrucker wird die Farbe ja sozusagen ins Papier gebrannt. Beim Druck verbraucht ein Laserdrucker zwischen 300 und 1000 Watt. Und auch im Bereitschaftsmodus muss die Walze warm gehalten werden – das verbraucht mehr Strom als ein Tintenstrahldrucker in Aktion verbraucht, das sind nämlich nur ca. 10 bis 30 Watt. Das klingt auf den ersten Blick nach einem gewaltigen Unterschied – und scheint gegen Laserdrucker zu sprechen. Allerdings drucken Laserdrucker häufig mehr Seiten pro Minute, außerdem haben die Toner eine höhere Kapazität. Tintenstrahldrucker sind meistens Farbdrucker – wenn man gar keine Farbe benötigt, ist das zu viel des Guten. Tintenpatronen – vor allem bei kompakteren Geräten – müssen zudem häufiger ersetzt werden als Toner. Das geht dann auch schnell ins Geld – und aus Energieverbrauchssicht ist ja auch die Patronenherstellung nicht zu verachten. Heißt zusammengefasst: wenn Sie ein geringes oder normales Druckaufkommen haben und auch gerne farbig drucken, dann ist ein Tintenstrahler empfehlenswert. Wenn Sie dagegen sehr viel zu drucken haben – vor allem Text, dann lohnt sich ein Laserdrucker trotz höherem Stromverbrauch.

Muss es wirklich Multifunktion sein?

In aller Regel ist die Antwort: Nein. Natürlich sind diese Alleskönner wahnsinnig praktisch. Aber ganz häufig nicht notwendig. Sie verbrauchen viel mehr Strom als ein einfacher Drucker. Auch die Herstellung ist sehr viel energieintensiver. Aber manchmal muss man doch schnell was Kopieren? Stimmt, aber haben Sie ein Smartphone? Dann ist da fast immer ein Dokumentenscanner eingebaut, der sehr einfach zu bedienen ist. Wenn Ihr Drucker auch noch direkt über Ihr Smartphone bedient werden kann, dann lässt sich das gescannte Dokument direkt ausdrucken. Also statt ein Multifunktionsgerät zu kaufen, ist es oft ratsamer darauf zu achten, dass der Drucker WLAN- bzw. mobilfähig ist. Aber wenn es doch ein Multifunktionsgerät sein soll, dann am besten auch eines, das von mehreren Plätzen aus bedient werden kann, also netzwerkfähig ist, das duplexfähig ist, so lässt sich der Papierverbrauch deutlich senken und das schnell und effizient druckt.

Stromfresser: Faxfunktion!

Wie oft versenden Sie noch ein Fax? Selbst wenn Sie das noch mehrmals täglich tun, gibt es inzwischen sehr gute Faxprogramme für den PC oder das Smartphone. Es gibt nämlich am Drucker keine andere Funktion, die mehr Strom frisst als das Fax. Sobald in Ihrem Gerät eine Faxfunktion eingebaut ist, ist selbst die Standby-Funktion nur noch mit Einschränkungen möglich. Denn das Fax bleibt immer „auf Empfang“ – und frisst Strom. Also: jedes Fax, das Sie mit Ihrem Drucker senden oder empfangen wollen, ist purer Luxus.

Vorsicht vor Kombipatronen!

Wenn Sie sich für einen Tintenstrahler entschieden haben, dann spielt die Frage nach den Ersatzpatronen relativ bald eine Rolle. Im Prinzip gibt es zwei Varianten: entweder können Sie in Ihrem Drucker jede Farbe einzeln austauschen oder die Farben sind alle in einer Patrone – einer sogenannten Kombipatrone. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wer bei der Anschaffung eines Druckers nur auf den Gerätepreis schaut, kann da schnell ein böses Erwachen erleben. In aller Regel verwenden die günstigsten Drucker Kombipatronen – und die sind meistens richtig teuer für sehr wenig Inhalt. Und haben auch sonst noch jede Menge Nachteile: jede dieser Patronen hat einen eigenen Druckkopf – schon dessen Produktion verbraucht viel Energie. Es ist zudem äußerst unwahrscheinlich, dass immer alle Farben gleichzeitig verbraucht sind. Sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass jede Menge teurer Tinte übrig bleibt und gemeinsam mit dem wertvollen Druckkopf entsorgt wird. Aber wer so einen Drucker hat, kann auch Geld – und Ressourcen – sparen: nämlich mit dem ECO-Saver-System von G&G – das gibt es zum Beispiel für die häufigen Patronenserien HP 302 und HP 304 oder für Canon 545/546. Der Vorteil: der Druckkopf durch ein patentiertes System dreimal verwendet, Sie tauschen nur einen Tintentank

Die bessere Wahl: Einzelpatronen

Bei Einzelpatronen-Systemen ist der Druckkopf fest im Gerät verbaut, muss also nicht jedes Mal gewechselt werden. Das macht zwar die Anschaffung des Druckers teurer, amortisiert sich aber sehr schnell. Denn die einzelnen Tintentanks sind im Vergleich zu den Kombipatronen deutlich günstiger. Meist gibt es da auch sehr gute und sehr günstige Alternativen, zum Beispiel von G&G. Die Herstellung der Tanks ist weniger energieintensiv. Und vor allem: wenn zum Beispiel die gelbe Patrone leer ist, muss man auch nur die tauschen – und nicht gleichzeitig die anderen Farben mit entsorgen. Also: lieber etwas mehr Geld für den Drucker ausgeben, das spart am Ende eine Menge Geld.

Manchmal lieber gleich zum Copyshop

Für jede Regel gibt es immer auch eine Ausnahme, in diesem Fall: Sie drucken nur alle paar Monate mal ganz wenige Seiten aus, ansonsten steht der Drucker still. Dann könnte es passieren, dass der Druckkopf eintrocknet – und damit der Drucker im Grunde nicht mehr verwendbar ist. Da ist es besser, man hat ein Gerät, an dem der Druckkopf nicht fest verbaut, sondern jedes Mal mit der Kombipatrone erneuert wird. Aber ganz ehrlich: wenn Sie so wenig drucken, wäre jeder Gang zum Copyshop um ein Vielfaches billiger. Unser Tipp: kaufen Sie in diesem Fall lieber keinen Drucker.

Farbe oder schwarz/weiß

Natürlich mögen wir die Welt am liebsten bunt. Wenn es ums Geldsparen beim Drucken geht, gilt aber auch hier: weniger ist mehr. Sowohl in der Produktion, in der Anschaffung und bei den Verbrauchsmaterialien schlägt ein einfacher Schwarz-Weiß-Laserdrucker fast jedes Farbgerät. Ja, aber in bunt ist es schöner. Stimmt, nur wie oft muss das wirklich sein? Der Text ist ohnehin schwarz – wie viel sind Ihnen die bunten Überschriften wert? Wenn Sie einen interessanten Artikel aus dem Internet ausdrucken wollen, braucht es da wirklich die Farbfotos? Und wie oft drucken Sie Ihre Urlaubsbilder wirklich noch selber aus? Das geht im Drogeriemarkt um die Ecke inzwischen auch sehr schnell und kostet nicht viel Geld. Oder Sie entscheiden sich noch für einen reinen Fotodrucker. In der Kombination ist das immer noch günstiger. Denn in Sachen Verbrauchsmaterial und Preis pro Ausdruck ist ein einfacher Schwarz-Weiß-Laserdrucker fast nicht zu schlagen.

Achten Sie auf die Druckkapazität

Egal ob Sie schwarz-weiß drucken wollen oder sich doch für einen Farblaserdrucker entscheiden: achten Sie auf eine möglichst hohe Druckkapazität pro Toner. Schauen Sie also bei der Anschaffung schon auf die Verbrauchsmaterialien. Wie viel kann ein Toner drucken (das steht auf jeder Packung oder in jeder Beschreibung). Manche schaffen gerade mal 400 Seiten (nach ISO-Norm, in Realität sind es immer weniger). Bei anderen sind es deutlich mehr – 2000, 3000 oder sogar 5000. Je höher die Kapazität, desto günstiger pro Seite. Und nicht nur das: Die Herstellung einer Tonerkassette verbraucht am Ende nahezu genauso viel Energie, egal ob da dann Pulver für 400 oder 5000 Seiten drin ist. Und noch ein Tipp: Schauen Sie, dass es Toner von Alternativanbietern gibt, die sind qualitativ nicht schlechter, aber viel günstiger. Und sehr häufig bieten Alternativhersteller wie G&G sogar spezielle Jumbo-Varianten an, die deutlich mehr drucken können als die teureren Originale.

Alternative: Tintentank-Drucker

Seit einiger Zeit gibt es noch eine Alternative zwischen Laserdruckern und den klassischen Tintenstrahldruckern: nämlich sogenannte Tintentank- oder Ecotank-Drucker. Die werden mit einem riesigen Tintentank für einige tausend Seiten Kapazität ausgeliefert. In der Anschaffung sind sie teurer als vergleichbare Laserdrucker. Wenn ein Tintentank einmal leer ist, muss man aber – je Farbe – nur eine Flasche mit Tinte kaufen (die meist deutlich unter 20 Euro kostet), dann füllt man den Tank wieder auf und kann wieder viele tausend Seiten drucken. Weil die Anschaffung des Druckers so teuer ist, braucht es länger, um den Neugerätepreis zu amortisieren. Deshalb lohnt sich das vor allem für Vieldrucker, die gerne die Fotoqualität eines Tintenstrahlers mit der Seitenkapazität eines Laserdruckers verbinden wollen. Vergleichbare Laserdrucker in einer ähnlichen Preisklasse drucken aber meistens deutlich schneller – auch das kann ja bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

A3 oder A4

Je größer das Papierformat, desto größer natürlich der Drucker – was meistens auch zu einem höheren Energieverbrauch führt. Wenn Sie in aller Regel nur A4-Seiten drucken, dann entscheiden Sie sich auch für einen kleinen Drucker. Alles darüber hinaus verbraucht zu viel Platz und unnötig Strom. Wenns dochmal A3 sein soll, kann das der Copyshop machen. Wenn Sie dagegen sehr häufig Broschüren oder viele mehrseitige Dokumente drucken, könnte ein A3-Drucker sparsamer sein, wenn Sie – mithilfe des Broschüren- und des Duplexdrucks – auf ein A3-Blatt vier A4-Seiten unterbringen und so weniger einzelne Druckvorgänge benötigen.

Duplex und Co. – achten Sie auf die echten Energiesparer

Im ersten Teil unserer Spar-Serie haben wir ja eine Menge Tipps gegeben, wie sich beim Drucker Geld sparen lässt. Achten Sie deshalb schon beim Druckerkauf darauf, dass Ihr Drucker diese Funktionen auch besitzt: mit dem Duplexdruck lässt sich eine Menge Papier sparen. Außerdem gilt: je mehr Seiten ein Drucker pro Minute drucken kann, desto effizienter ist er. Und noch ein Tipp: mit einem Netzwerkdrucker lässt sich in Büros oder großen Haushalten auch einiges an Geld sparen. Muss wirklich in jedem Zimmer oder jedem Büro ein eigener Drucker stehen oder reicht es nicht, wenn ein Gerät ins WLAN eingebunden wird und dann von unterschiedlichen Plätzen aus bedient werden kann?

Fazit

Sowohl beim Drucken selbst als auch bei der Anschaffung eines neues Druckers lässt sich mit der Beachtung von ein paar Dingen eine Menge Geld und Energie sparen. Und immer gilt: am meisten spart man, wenn man insgesamt weniger druckt. Also denken Sie vor jedem Ausdruck noch einmal nach: brauche ich den jetzt wirklich? Jedes Nein spart bares Geld.

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