Welcher Drucker ist der Richtige?

Große Kaufberatung – Stand Ende 2018.

Was gibt es außer Laser und Tinte noch?

Sicherlich gibt es auch andere Drucktechnologien. Sie spielen aber nur eine untergeordnete Rolle. Beispielsweise wäre da der Nadeldrucker, der wegen seiner Fähigkeit Durchschläge zu drucken, findet man Nadeldrucker noch in manchen Arztpraxen und in Logistikunternehmen. Bei Nadeldruckern hat mittlerweile OKI seinen Konkurrenten Epson überholt.

Dann gibt es auch noch die Zink-Technologie, bei dem die Farbe bereits im Papier befindet. Hier sind die Ausdrucke allerdings äußerst teuer. Somit fristet diese Technologie sein Dasein nur im Fun-Segment. Als Beispiel wäre der HP Sprocket zu nennen.

Muss es ein Multifunktionsgerät sein?

Grundsätzlich bleiben dann als geläufige Technologien die Tintenstrahldrucker und die Laserdrucker. Der große Trend im Jahr 2018 geht in Richtung Multifunktion. Kaum ein Anwender gibt sich heute noch mit einem Singe-Function-Drucker zufrieden. Heute soll ein Drucker auf jeden Fall auch kopieren und scannen können. Selbst eine Faxfunktion erwarten heute noch viele Kunden. Das ist übrigens eine deutsche Spezialität. In vielen anderen Ländern hat die Email das Fax bereits vollständig abgelöst. In Deutschland hat das Faxgerät immer noch seine Daseinsberechtigung.

Tipp: Eigentlich ist heute ein Scanner oder ein Kopierer für den Privat-Anwender gar nicht mehr notwendig. Es gibt mittlerweile sehr gute Scan-Ergebnisse mit dem Smartphone. Besonders wenn es um das Einscannen von Fotos geht, sind moderne Smartphones besser als preiswerte Scanner. Auch wenn es um das Kopieren geht, ist das mit der Smartphone-Drucker-Kombination durchaus machbar. Android und iOS bieten schon in der Grundausstattung ganz gute Bildbearbeitungsfunktionen an. Selbstverständlich ist aber das Kopieren mit einem richtigen Kopierer deutlich komfortabler, als mit einer Handy-Drucker-Kombination. Wer aber nur ein paar Mal im Jahr eine Kopie benötigt, für den reicht das Zusammenspiel mit dem Smartphone aus.

Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?

Eigentlich hängt das ganz klar von den Ansprüchen des Kunden ab. Wer einen schnellen Ausdruck benötigt, aber eigentlich nur Flugtickets, Internetseiten und Word-Dateien druckt, für den ist der Laserdrucker das ideale Druckgerät für zu Hause. Soll hin und wieder ein Foto gedruckt werden, kommt man an einem Tintenstrahldrucker nicht vorbei. Der Tintenstrahldrucker hat den Nachteil, dass er eine sehr zeitintensive Druckkopfreinigung durchführt sobald man ihn einschaltet. Ist der Drucker dann endlich druckbereit, sind mit dem Laserdrucker bereits die ersten 20 Seiten gedruckt.

Vorteile von Business-Tintenstrahldrucker gegenüber Farblaserdruckern

Früher hieß es, wer viel druckt oder einen Drucker für das Büro braucht, der kauft einen Laserdrucker. Das gilt heute nicht mehr. Heute drucken sogenannte Business-Tintenstrahldrucker äußerst schnell und zu günstigen Seitenpreisen. Diese Drucker gibt es von Brother, Canon, Epson und HP. Sie sind ab ca. 250 € zu haben. Die Vorteile gegenüber Farblaserdrucker: Sie brauchen deutlich weniger Strom, sie werden nicht heiß, sind wartungsarm und meistens auch bei den Druckkosten günstiger als Laserdrucker der gleichen Preiskategorie.

Die Vorteile der Laserdrucker

Was selbst bei Business-Tintenstrahldruckern lästig ist, ist das Reinigen der Druckkopfdüsen. Und das kostet wirklich oft eine Menge Zeit. Moderne HP Laserdrucker wärmen sich binnen weniger Sekunden auf und sind sofort druckbereit. Ist der Tintenstrahldrucker den ganzen Tag über beschäftigt, dann fallen die morgentlichen Reinigungsläufe nicht mehr ins Gewicht. Ein Laserdrucker hat meistens auch ein schärferes Druckbild. Ein Druckbild, das Tintenstrahldrucker meistens nur in der besten Qualitätseinstellung nachahmen können. Dafür sind dann aber wirklich Original-Druckerpatronen oder Markenpatronen notwendig, die die dazu wichtigen Farbpigmente enthalten, die das Ausfransen des Schriftbildes verhindern.

Wohin geht der Trend?

Brother erweitert sein Buiness-Ink-Sortiment

Brother und HP setzen weiterhin auf beide Technologien. Brother erweitert sein Sortiment aber derzeit im Tintenbereich auf das Business-Segment. Bislang gab es für Privat-Anwender das Tintenstrahl-Multifunktionsgerät von Brother. Firmenkunden hatten bei Brother bislang ausschließlich auf Laserdrucker zurück gegriffen. Heute steht dem Office-Kunden auch der Business-Tintenstrahldrucker zur Verfügung. Bei Brother geht der Trend also schon einmal leicht von Laserdruck zu Tintenstrahl.

HP will in allen Bereichen punkten

HP hat mit der Übernahme der Samsung-Druckersparte seinen Laserdrucker-Bereich deutlich ausgebaut. Gleichzeitig entwickelt HP seine Officejet-Pro-Serie weiter und bietet auch Tintenstrahldrucker für den Privatanwender. HP bringt in allen Druck-Segmenten ein passendes Angebot auf den Markt. Angefangen von billigen Tintenstrahldruckern, die zwei Druckkopfpatronen ausgestattet sind. Hier ist der Anschaffungspreis eines Multifunktionsgerät dann bei 60 € – der Seitenpreis erreicht dafür ungeahnte Höhen. Der Zugang zum Alternativmarkt ist hier nur beschränkt verfügbar. Nachgefüllte HP 62 oder HP 304 Druckerpatronen sind leider nur wenig preiswerter als HP Originalpatronen. Bei den großen Officejet Pro X-Tintenstrahldruckern kommen Druckerpatronen zum Einsatz, die so breit sind wie ein DIN-A4-Blatt. Die Druckgeschwindigkeit ist schneller als die meisten Laserdrucker schaffen. Die Druckköpfe sind robust und halten fast ewig. Und die Alternativ-Druckerpatronen von G&G oder TONERDUMPING sind deutlich preiswerter als die Originalpatronen von HP. Alles gute Gründe, die bei HP-Freunde für einen HP Officejet Pro-X Drucker sprechen.

Die superschnellen HP Officejet Pro X Geräte

Die neuen Mittelklasse-HP Laserdrucker gehören zu den besten Laserdruckern auf den Markt. HP bewirbt sie mit dem Slogan „reinvented“. Und das ist nicht ganz falsch. Das Tonerpulver wurde so verändert, dass es bereits bei niedrigeren Temperaturen schmilzt. Das verkürzt die Aufwärmzeit und senkt gleichzeitig den Energieverbrauch des Geräts.

Canon ist weiterhin bei Tintenstrahl spitze

Bei Canon liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Tintenstrahl-Technologie. Sicher, Canon bietet auch eine Reihe von Laserdruckern an. Merkwürdigerweise kaufen die deutschen Kunden die Canon Laserdrucker-Technologie lieber nur dann, wenn ein HP-Logo auf dem Drucker klebt.

Ansprechendes Design und tolle Fotos bietet der Canon Pixma TS-8250.

Bei Canon gibt es weiterhin die Pixma-Serie. Leider steigen mit jedem Generationenwechsel die Seitenpreise und für das gleiche Geld erhält man weniger Funktionen. Beispielsweise kann man DVDs nur noch mit den teuersten Tintenstrahldruckern bedrucken. Vor ein paar Jahren ging das auch mit Druckern im 80-€-Segment. Auch bei Canon gibt es Multifuntionsgeräte, bei denen man mit jeder neuen Druckerpatrone den Druckkopf immer mittauscht, da die Druckdüsen auf der Patrone sitzen. Diese Geräte kosten in der Anschaffung nur 60 € und auch hier sind die Seitenpreise äußerst hoch. Günstiger wird es dann mit den Single-Ink-Patronen. Aber auch hier ist die neueste Generation im Seitenpreis sehr hoch. Auch die Alternativpatronen von G&G sind vergleichsweise teuer.

Nur noch für kurze Zeit gibt es ein gutes Canon Multifunktionsgerät: Den Canon Pixma TS5050. Die Druckerpatronen-Generation ist nicht die neueste und deshalb sind hierfür schon preiswertere Alternativen lieferbar. Der Drucker ist kompakt und sehr gut für den Fotodruck geeignet. 10 Patronen von TONERDUMPING (also 2 komplette Sätze) in XL-Befüllung kosten übrigens nur 49,99 €.

Der Canon TS5050 benötigt die PGI-570 und CLI-571 Druckerpatronen.
Der Canon TS5050 benötigt die PGI-570 und CLI-571 Druckerpatronen.

Richtig günstig werden die Druckkosten mit den Maxify-Geräten. Die Reichweite ist ähnlich wie bei den Brother Business-Tintenstrahldruckern sehr hoch. Die PGI-2500 Druckerpatronen gibt es nicht nur von Canon, sondern auch deutlich preiswerter von G&G.

Epson holt sich am liebsten seinen Gewinn beim Druckerkauf

Epson hat sich schon vor Jahren von der Laser-Technologie verabschiedet. Epson möchte mit den Ecotank-Druckern vom Wettbewerb abheben. Das Prinzip dahinter: Der Kunde kauft einen Drucker und bekommt gleich Tinte für 6.000 Seiten dazu. Danach kauft er keine Druckerpatronen mehr nach, sondern Tinte in Flaschen, die dann in den Tintentank des Druckers gefüllt wird. Der Nachteil dabei: Die Anschaffung des Druckers ist so hoch, dass sich das Geschäft für den Kunden nur dann rechnet, wenn er hunderte Seiten pro Monat druckt.

Als besonderes Schnäppchen erweist sich hier der EPSON Ecotank ET-2600, der bei Tonerdumping aktuell nur 199,99 € kostet. Der UVP lag vor kurzem noch bei 299,99 € – jetzt geht das Modell „end of life“ und wird somit deutlich billiger. Der ET-2600 ist in allen Belangen ein solider Drucker für den Homeoffice-Anwender. Der Tinte, die bereits im Lieferumfang mitgegeben wird, reicht schon für ein paar Tausend Seiten. Die Herstellerangaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, da bei der Erstinstallation der Tinte, einiges an Tinte für das Befüllen der Schläuche verwendet wird. Die Original-Tintenflaschen kosten aber nur 9,99 € und enthalten bereits jeweils 70 ml pro Flasche und Farbe. Die Alternativflaschen von G&G kosten übrigens nur halb so viel.

Beim EPSON Ecotank ET2600 sind die Tintentanks nun im Drucker versteckt.

Epson hat aber auch weiterhin Drucker im niedrigeren Preissegment und dafür normale Druckerpatronen – so wie gehabt. Und hier kommen dann die Alternativpatronen-Anbieter wieder zum Zug. Es gibt selbst zu den neuesten Epson 202 Druckerpatronen bereits eine Alternative von der Druckerpatronenmarke G&G.

Wer für einen Drucker weniger als 80 € ausgeben will, der ist vielleicht mit dem Epson Expression Home XP442 ganz gut beraten. Ein paar Restbestände kann man bei Tonerdumping übrigens erwerben. Im großen und ganzen kann der XP442 etwa das gleiche wie der ET-2600, nur dass man beim XP442 Tintenpatronen nachkaufen muss und eben keine Tintenflaschen. Hier ist die Rechnung einfach: Das 10er-Set kostet bei TONERDUMPING 49,99 €. Der Preisunterschied zum ET beträgt ca. 120 €. Wer also in den nächsten 3 Jahren für Druckerpatronen mehr als 120 € ausgibt, der sollte zum ET-2600 greifen.

Der Epson Expression Home XP442 kostet keine 80 € benötigt aber Druckerpatronen - im Gegensatz zum ET-2600.
Der Epson Expression Home XP442 kostet keine 80 € benötigt aber Druckerpatronen – im Gegensatz zum ET-2600.

Im Business-Bereich bietet Epson ebenfalls ein sehr breites Sortiment an. Hier lohnt sich ein näherer Blick auf jeden Fall. Auch aus dem Gesichtspunkt, dass bei Tintenstrahldruckern eben wirklich kaum andere Verschleißteile gewechselt werden müssen.

Lexmark und Pantum setzen auf Laserdrucker

Und da wäre noch der chinesische Player Pantum / Lexmark. Offiziell soll Lexmark sich für den Profibereich mit großen, schnellen Geräten kümmern und Pantum soll den Privatbedarf an Laserdruckern decken. In der Realität deckt Pantum weiterhin den Ostasiatischen und Afrikanischen Markt ab, während Lexmark in Nordamerika und Europa mit seinen Druckern seine Märkte findet. Lexmark ist in den letzten Jahren zudem mit sehr billigen Farblaserdruckern aufgefallen. Leider waren dann die Toner sehr, sehr teuer und Alternativen sind erst seit kurzem verfügbar. Und Pantum gibt es eigentlich nur als Schwarzweißdrucker. Der Farblaserdrucker von Pantum ist baugleich mit einem Lexmark-Modell, das allerdings um ein Vielfaches teurer ist, als der Lexmark-Farbdrucker. Und der zweite Nachteil bei Pantum sind die Verbrauchskosten. Zwar ist der Seitenpreis meist billiger als bei der Konkurrenz – allerdings nur wenn man Originaltoner mit Originaltonern vergleicht. Für Pantum Drucker gibt es nämlich noch immer kein Alternativprodukt. Für Pantum spricht seine robuste Verarbeitung. Selbst der billigste Einstiegsdrucker basiert auf einem stabilen Metallrahmen. Bei HP und Samsung findet man in den Einstiegsgeräten deutlich mehr Plastikteile verbaut.

Der Pantum P2500W ist zumindest in der Anschaffung sehr preiswert. Der Monochrom-Laserdrucker kostet 79,99 € und ist nicht nur relativ schnell (22 Seiten pro Minute), sondern auch noch sehr kompakt und daher auch ganz gut zu transportieren, wenn mal ein Drucker irgendwo gebraucht wird. Der Toner selbst kostet 49,99 und hält für 1.600 Seiten. Günstig für einen Originaltoner – leider aber alternativlos.

Superkompakt: Der Pantum P2500W. Laserdruckertechnologie made in China.
Superkompakt: Der Pantum P2500W. Laserdruckertechnologie made in China.

Ricoh und Xerox sind mit Großgeräten stark – doch wer braucht die noch?

Zu guter letzt wäre für einen kompletten Marktüberblick auch Marken wie Ricoh, Xerox oder Kyocera zu erwähnen. Leider hat Ricoh sich von der sehr erfolgreichen Geljet-Technologie verabschiedet. Und für die nicht mehr ganz so billigen Ricoh-Laserdrucker ist das Interesse gering. Ricoh bietet nichts, was nicht andere Anbieter bieten können. Vor ein paar Jahren waren die Geljet-Drucker ein Alleinstellungsmerkmal. Oder ein Laserdrucker, der unter 50 € angeboten wurde war natürlich ein Hingucker. Beides hat Ricoh aus seinem Sortiment gestrichen. Das macht Ricoh zu einem soliden Anbieter großer Kopiermaschinen – nicht mehr und nicht weniger. Diese Geräte sind wartungsintensiv und deshalb langfristig nicht mehr marktgerecht. Das gleiche gilt auch für Xerox-Geräte.

Kyocera füllt eine Nische mit langlebigen Laserdruckern

Bei Kyocera gibt es zumindest noch die solide Verarbeitung der Trommeleinheit. Bei Kyocera tauscht man im Grunde meist nur ein billiges Tonermodul. Die Trommel hält dann oft 100.000 Seiten lang. Und das garantiert Kyocera sofern man Original-Toner verwendet. Nachgebaute Tonermodule, die Tonerpulver aus Japan verwenden (zB von Mitsubishi oder Tomoegawa) sind aber mindestens genauso gut wie das Kyocera-Original.

OKI ein hidden Champion?

OKI ist ein wirklicher Geheimtipp, wenn es um richtig guten Farblaser-Druck geht. Unser Designer-Team bei Tonerdumping setzt daher auf einen OKI Farblaserdrucker. Auch der Etikettendruck gelingt mit OKI erstaunlich gut. Die Anschaffungspreise sind vergleichsweise niedrig und die Verfügbarkeit ausgezeichneter Alternativtoner ist ebenfalls gewährleistet. Mit TONERDUMPING oder G&G Tonern bemerken wir mit unserem OKI Gerät keinen Unterschied.

Canon bestätigt, dass Ninestars neue Blue-Drive Toner kein Patent verletzen

Canon bestätigt: Neue Toner von Ninestar sind nicht patentverletzend

Canon bestätigt: Neue Toner von Ninestar sind nicht patentverletzend

Heute ist beim Branchen-Newsdienst „Actionable Intelligence“ ein interessanter Artikel erschienen. Demnach habe Canon neu entwickelte Tonerkartuschen überprüft und bestätigt dass diese nun keine Patente verletzen.

Es geht dabei um die Nachbau-Toner HP CE505A, CE505X, CF226A, CF226X, CF287A, CF287X, CF280A, CF280X.

Im Februar verklagte Canon 49 US-Toner-Firmen

Im Februar forderte Canon die US International Trade Commission (ITC) auf wegen angeblicher Verletzung von Patenten eine Untersuchung nach Section 337 einzuleiten. Gleichzeitig verklagte Canon in den USA insgesamt 49 Unternehmen, darunter auch Firmen die zu der Ninestar-Group gehören. In den Jahren 2015 und 2016 hatte Canon die erste Welle gegen Tonerhersteller gestartet, die das Dongle-Gear von HP Kartuschen nachgebaut hatten. Daraufhin hatten große chinesische Tonerhersteller wie Ninestar, Aster und Printrite Kartuschen auf den Markt gebraucht, die diese Patente durch eine eigene technische Lösung umgehen konnten. Das Zahnrad war nun nicht mehr seitlich beweglich – es war ein non-dongling-gear. Das führte dazu, dass Canon in den Jahren 2017 und 2018 neue Fortsetzungspatente eintragen ließ, damit auch diese Umgehungen anfechtbar wurden.

Canon bestätigt: die neuen Blue-Drive-Gear Toner von G&G Ninestar sind sicher

Daraufhin hat Ninestar mit einer Neuentwicklung reagiert. Das neue Blue-Drive-Gear umgeht damit auch die neuen Patente, die vorerst nur in den USA eingetragen wurden. Canon hat im Laufe des Verfahrens bereits freiwillig auf bestimmte Ansprüche aus der ITC-Beschwerde gestrichen. Canon räumte außerdem ein, dass die neu entwickleten Tonerkartuschen von Ninestar die geltend gemachten Patente nicht verletzen.

Was allerdings weiterhin möglich ist, ist dass Canon in Zukunft weitere Fortsetzungspatente eintragen lässt, die auch die neuen Toner verletzen könnten. Die Praxis von Fortsetzungspatenten ist in der Europäischen Union nicht möglich und somit ein Problem der US-Alternativanbieter.

Für Ninestar und ihre Marke G&G ist das für den US-Markt eine gute Nachricht. Static Control hat bereits angekündigt die betreffenden Toner ebenfalls von Ninestar herstellen lassen zu wollen, damit man bei dieser Produktpalette wieder schnellstens lieferfähig sei.

Canon sorgt für höhere Kosten bei Mitbewerbern und für höhere Preise

Die Strategie von Canon könnte aber trotzdem aufgehen. Actionable Intelligence nennt die Strategie „tausend Schritte“. Jede Rechtsstreitigkeit, jeder juristische Vergleich aber auch die Entwicklung von neuen Patentumgehungen kostet der Alternativtoner-Industrie enorme finanzielle Ressourcen. Viele kleinere Anbieter können hier nicht mithalten und müssen bei größeren Herstellern zukaufen oder ihnen geht das Geld aus und sie verschwinden komplett vom Markt.

Für den Endkunden bedeutet das, dass es weniger Anbieter geben wird und dass auch Billigstpreise bei Alternativtonern erst einmal der Vergangenheit angehören werden. Dafür wird die Rechtsabteilung von Canon auch in Zukunft sorgen.

Preise für leere Druckkopfpatronen auf Rekordhoch

Bei TONERDUMPING steigen gerade die Umsätze bei Originalpatronen und immer mehr leere Originalpatronen werden in den Läden abgegeben. Bei manchen Druckkopfpatronen lohnt es sich sogar die leere XL-Originalpatrone mitzubringen und dann erneut Original XL zu kaufen.

Für leere Canon Druckköpfe gibt es bis zu 3 € von TONERDUMPING

Beispiel: Die Canon PG-545XL Originalpatrone kostet bei TONERDUMPING 21,99 €. Bringt man die leere Patrone zurück, bekommt man 3 € gutgeschrieben, muss also nur noch 18,99 € bezahlen. Also genau den selben Preis, den die TONERDUMPING-Patrone kosten würde. Noch extremer ist es bei der Canon CL-546XL Farbpatrone. Die XL-Originalpatrone von Canon kostet bei TONERDUMPING nur 21,99 €. Für die leere Patrone gibt es auch hier 3 € Rabatt. Die wiederbefüllte TONERDUMPING Patrone kostet 20,99 €. Hier ist man mit dem Original sogar besser dran. Solange die Verfügbarkeit des Leerguts so knapp ist, wird die Situation weiterhin so sein. Sobald genug leere Druckerpatronen eingesammelt sind, werden die Preise der TONERDUMPING-Produkte günstiger werden.

Für die HP 302 und HP 304 gibt es 2 €. Für die HP 62 sogar 3 €

Wegen Leergutmangel heute nicht lieferbar: Die HP 62XL color von TONERDUMPING.

Wegen Leergutmangel heute nicht lieferbar: Die HP 62XL color von TONERDUMPING.

Bei HP ist die Situation nicht ganz so angespannt, da die HP XL-Originalpatronen deutlich mehr kosten als XL-Druckkopfpatronen von Canon. Aber auch hier lohnt es sich die originale Patrone mitzubringen. Bei den HP 302 oder HP 304 ist es sogar egal, ob es sich um eine Standardbefüllung, XL- oder um eine Starterpatrone handelt. Vergütet bekommt der Kunde, der die Patrone in den TONERDUMPING-Laden bringt 2 €. Interessant ist bei HP vor allem die HP 62. Hier vergütet TONERDUMPING für die Originalpatrone ganze 3 €.

Bei der Vergütung handelt es sich dabei immer um einen Preisnachlass für Produkte die bei TONERDUMPING gekauft werden. Eine Barauszahlung ist daher nicht möglich. Eine vollständige Liste der aktuellen Leergut-Konditionen gibt es hier:

https://www.toner-dumping.de/leergut.pdf

Die Patentlösung von Aster

Canon erwirkt einstweilige Verfügung gegen einen weiteren amazon-Tonerhändler

Canon gibt heute bekannt, dass Canon eine einstweilige Verfügung gegen die „Inkjets Toners and Cartridges Ltd.“ am Düsseldorfer Amtsgericht erwirkt hat. Laut der Canon-Presseerklärung habe die Gegenseite mit dem Verkauf von kompatiblen Tonern bei amazon gegen das europäische Patent EP2087407 verstoßen. Die betreffenden Produkte wurden von amazon umgehend gelöscht. Es handelt sich um Alternativtoner, die mit dem HP CE255X, CE505A, CF280X und CF280A kompatibel sind. Canon hält die Patente dieser HP-Tonerkartuschen.

Die einstweilige Verfügung des Amtsgerichts Düsseldorf ist noch nicht rechtskräftig. Beklagte haben die Möglichkeit, Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einzulegen. Da jedoch die Zustellung an die Beklagten durchgeführt wurde, kann Canon diese Entscheidung durchsetzen.

Hintergrund: beim Patent EP2087407 ist der Knackpunkt ein Zahnrad auf einer beweglichen Kugel-Gelenk. Diese 360-Grad-Beweglichkeit ist von Canon als Erfindung gesichert. Im Moment gibt es zwei Lösungen auf dem Markt dieses Patent zu umgehen:

  1. Man nutzt das Original Canon-Gear – löst es von der Trommel und ersetzt die Trommel durch eine neue Trommel. Das gilt als zulässige Reparatur – das wurde bereits durch die oberste Instanz in Karlsruhe bestätigt. KMP und WTA konnten sich mit dieser Lösung gegen eine Canon-Klage durchsetzen.
  2. Man verwendet ein Zahnrad, dass durch einen komplizierten Mechanismus sich erst dann nach außen bewegt, wenn der Nutzer die Klappe des Druckers schließt. Das Donglegear ist dann ein nondongling Donglegear. Diese Lösung wird von Aster und Ninestar (G&G) verkauft.

Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Die Lösung von G&G Ninestar die BlueDrive Technologie

Es gibt allerdings weiterhin sehr billige 1:1 Klone auf dem Markt bei denen die Canon-Lösung einfach kopiert wurde. Diese sind mit einer großen Sicherheit patentverletzend und werden immer noch im großen Stil bei amazon und ebay verkauft. Canon mahnt diese Händler allerdings Stück für Stück ab. Wegen der Hohen Rechtsstreitkosten ist das Anbieten von Tonerklonen für Marketplace Händler ein existenzbedrohendes Risiko. Amazon und ebay kooperieren mit Canon in diesen Fällen auch anstandslos. Neben der Rechtskosten riskiert der Marketplace-Händler auch eine komplette Verkäufer-Kontosperrung.

Canon Pixma TS205 und TS305 – Kopierer ohne Scanfunktion

Der wohl zur Zeit billigste Canon Drucker auf dem Markt ist der Canon Pixma TS205. Sein UVP liegt bei derzeit 39 €. Dank der Canon App kann man mit diesem kleinen Drucker relativ komfortabel auch Dokumente einscannen, als PDF abspeichern oder gleich ausdrucken. Also kopieren ohne Scanfunktion. Beim Canon Pixma TS305 gibt es sogar noch ein Raster, mit dem man das zu scannende Dokument passend hin legen kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer also nur hin und wieder scannen und kopieren will, ist mit so einer Lösung gut beraten.

Nachteil: Hohe Druckkosten

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Hier kommt das kopierte Ergebnis aus dem Drucker

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Die Vorlage muss nicht exakt von oben fotografiert werden.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Der Canon Pixma TS305 hat eine gepunktete Oberfläche als Kopierauflage.

Ein Multifunktionsgerät für 39 €? Wo ist der Haken? Zum einen gibt es eben keine Scanfunktion. Wer scannen oder kopieren möchte, der braucht auf jeden Fall immer ein Smartphone. Das ist etwas umständlich. Zum anderen sind die Druckkosten sehr hoch. Zum Einsatz kommen die PG-545 Schwarzpatronen und CL-546 Farbpatronen. Diese gibt es dann optional auch noch in einer XL-Befüllung. Ob eine Reichweite von 400 Seiten ein richtiges XL ist? Zumindest wenn man die PG-545XL mit der Standardpatronen vergleicht. Diese druckt nämlich nur 180 Seiten. Somit kommt man bei der Standard PG-545 Patrone auf einen Seitenpreis von über 8 Cent. Bei der XL sind es etwas mehr als 5 Cent pro Seite.

Vom Fotodruck wollen wir erst gar nicht reden. Hier explodieren die Kosten regelrecht.

Für wen lohnt sich der Drucker?

Ganz klar, für alle, die ihre Dokumente auf Arbeit ausdrucken und einscannen können und nur im Notfall hin und wieder etwas privat zu Hause kopieren, scannen oder drucken müssen. Dass beide Drucker sehr langsam sind, passt gut ins Bild. 4 Farbseiten oder 7,7 Schwarzweißseiten schafft der TS305 pro Minute. Man muss aber auch fair bleiben, schließlich kostet beide Drucker kaum mehr als 2 Standard-Originalpatronen und die sind ja schließlich im Lieferumfang mit dabei.

Stellungnahme von Ninestar zur Canon Patentklage in den USA

Wir hatten ja darüber berichtet, dass Canon in den USA zahlreiche Importeure und Händler wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt hat. Heute hat Ninestar seine Kunden per Email darüber informiert, dass sich Ninestar sicher ist, dass deren Produkte keine Canon Patente verletzen. Ninestar werde weiterhin hinter ihren Produkten und Kunden stehen.

Hier die Erklärung im Wortlaut:

Dear Customer,

You are likely aware that Canon Inc. has filed proceedings against dozens of companies before the US International Trade Commission and United States District Court central District of California claiming certain cartridges sold by the respondents/defendants infringe Canon’s certain US patents. Ninestar does not believe that any of our products infringe any valid Canon patents.

We will continue to stand behind all of our products and our customers.  As always, if you have concerns please let us know.

Ninestar Image Tech Limited

Merkwürdige Bilder im Clover Newsletter

Am 6. März hatte Clover seine Kunden über Canons Patentklage informiert. In diesem Newsletter bildete Clover Toner ab, die Canon an die US-Bezirksgerichte übermittelt hat. Interessant ist beim letzten Bild unten, dass hier ein Karton abgebildet wurde, der womöglich von Ninestar stammen könnte. Allerdings ist diese Artikelnummer seit vielen Jahren nicht mehr bei Ninestar erhältlich und wurde durch ein anderes Produkt ersetzt, das keine Canon-Patente verletzt. Abgebildet ist eine kompatible HP 05A Tonerkartusche. Die aktuelle Artikelnummer bei Ninestar heißt „NT-PH505C“ und nicht „NH-CE505A“. Das „P“ in der Artikelbezeichnung steht für patentsicher.

Beispielbilder aus einem Clover Newsletter

Die letzten Canon Pixma IP7250 kosten jetzt nur noch 59,99 €

Solange der Vorrat reicht…

Es ist ja eigentlich schon erstaunlich wie oft sich der Canon Pixma IP7250 in den letzten Monaten verkauft hat. 231 Stück hatten wir von diesem Tintenstrahldrucker verkauft über einen sehr, sehr langen Zeitraum. Die ersten IP7250 Geräte gingen mit dem Weihnachtsgeschäft aus dem Jahr 2013 über den Ladentisch. Die letzten 100 Drucker verkaufen wir jetzt noch einmal günstiger – nämlich für nur noch 59,99 €. Wer also gerade ein Schnäppchen sucht, kann mit diesem Angebot schon einmal wenig falsch machen.

Gründe die für den Canon Pixma IP7250 sprechen

Neben dem wirklich sehr günstigen Anschaffungspreis von nur noch 59,99 €, spricht für den Kauf des IP7250 die sehr geringen Folgekosten. Die Tintenpatronen-Serie dieses Canon-Druckers wurden in den letzten 4 Jahren zwei mal bereits ersetzt. Dementsprechend günstig sind die Alternativpatronen für den Canon Pixma IP7250. Die CLI-551 und PGI-550 Patronen kosten als Ersatzpatronen im 10er-Set bei TONERDUMPING nur 44,99 € – also ca. 4,50 € pro Patrone. Kauft man zweimal das Zehnerset, dann gibt es 10 Prozent Rabatt. Wer vier Zehnersets kauft, sogar 15 % Rabatt. Die Nachfolgegeneration ist bereits deutlich teurer. Ersatzpatronen für die CLI-571 und PGI-570 kosten fast die Hälfte mehr. Das Zehnerset kostet 64,99 €. Und die Nachfolgepatronen der Nachfolgepatronen sind die CLI-581 und PGI-580 – von denen es bisher überhaupt keine Alternativpatronen gibt. Die Originalpatronen kosten ein halbes Vermögen – also mindestens doppelt so viel, wie die CLI-571/ PGI-570 und dreimal mehr als die CLI-551/ PGI-550. Wer also jetzt die Chance nutzt, kann sich günstige Folgekosten beim Drucken für die nächsten Jahre sichern.

Für den IP7250 spricht auch seine gute mobile Anbindung. Egal ob Apple oder Android – das Drucken mit dem Smartphone funktioniert sehr gut. Der Textdruck ist für einen Tintendrucker gut und Fotos sehen auf glänzendem Fotopapier dank der hohen Auflösung von 9600 x 1200 dpi ausgezeichnet aus. Als kleines Highlight bietet der IP7250 auch die direkte Bedruckung von CDs oder DVDs. Wie das mit dem Bedrucken von CDs funktioniert, hatten wir schon einmal im Blog geschrieben.

Gründe die gegen den Pixma IP7250 sprechen

Gut, der IP7250 ist leider kein Multifunktionsgerät. Wer also seitenweise Dokumente scannen möchte, sollte sich ein Multifunktionsgerät mit automatischen Dokumenteneinzug anschaffen. Dafür ist der IP7250 nicht geeignet. Da beim IP7250 die Smartphone-Anbindung sehr gut gelöst ist, kann die Handykamera die Funktion eines Scanners gut ersetzen. Mit etwas Übung gelingen auch gute Kopien, aber komfortabel ist das natürlich nicht und nur wirklich dann okay, wenn man eben nur hin und wieder etwas kopieren will. Dann ist das Papierfach etwas dünn. Für die wöchentlichen 20 Ausdrucke passt das schon. Wer diese Menge täglich druckt, dem wird das kleine Papierfach dann doch sehr bald auf die Nerven gehen. Vom Einschalten des Druckers, bis zum ersten Ausdruck können auch schon einmal zwei Minuten vergehen. Bevor der Canon Drucker den Druckjob startet, will es erst einmal die Druckerdüsen mit Tinte durchspülen. Das kostet Zeit und Tinte, verlängert dafür das Leben des kostbaren Druckkopfs. Das größte Gegenargument ist der teure Canon Druckkopf. Wer mit dem IP7250 mehrere Monate nicht druckt, der riskiert einen defekten Druckkopf. Auch nach zwei bis drei Jahren intensiver Nutzung gibt irgendwann der Druckkopf seinen Geist auf. Vorzugsweise leider erst nachdem die Gewährleistung von zwei Jahren abgelaufen ist.

Aber was will man für 59,99 € erwarten? Man erhält einen soliden Drucker mit günstigen Folgekosten, der seine Stärken im Privatsektor hat. Denn beim Fotodruck ist der IP7250 wirklich ein Meister seiner Klasse. Was die Druckqualität betrifft ist es natürlich egal, ob TONERDUMPING-Druckerpatronen oder Canon Druckerpatronen verwendet wurden. Das bestätigt nicht nur unser Test im hauseigenen Testlabor, das können auch unsere vielen zufriedenen Kunden bestätigen. Und die fehlende Kopierfunktion lässt sich dank der gelungenen Anbindung an das Smartphone gerne verschmerzen.

Ach, was erzähl ich hier eigentlich, schaut euch doch einfach mal das Werbevideo von Canon an…

Dongle-Gear-Patent: Canon räumt in den USA auf

In einer Pressemitteilung hat Canon verlautbart, dass man gegen 49 Toner-Hersteller und Toner-Händler bei der ITC (US International Trade Commission) Beschwerde eingelegt hat. Gleichzeitig kündigt Canon an gegen diese Händler bei zahlreichen Bezirksgerichten eine Klage einzureichen. Laut der Canon-Verlautbarung verletzten die Firmen gegen folgende US-Patente: 9746826, 9836021, 9841727, 9841728, 9841729, 9857764, 9857765, 9869960 und 9874846. In der Erklärung veröffentlicht Canon auch die Liste der Firmen, gegen die man gerichtlich vorgehen wird. In dieser Liste finden sich nicht nur mittelständische Online-Händler, sondern auch namhafte Niederlassungen großer chinesischer Alternativtoner-Anbieter wie Aster, Printrite (der neue Eigentümer von Pelikan Hardcopy) und Ninestar. Und das macht die Geschichte brisant. Schließlich haben diese drei Hersteller bereits neue Produkte entwickelt, die die genannten Patente umgehen sollen. Wir haben heute bei Ninestar nachgefragt und man arbeite gerade an einer offiziellen Stellungnahme, die wir dann sobald diese verfügbar ist, hier veröffentlichen werden.

2014 gab es schon einmal eine Abmahnwelle zu den gleichen Produkten. Damals lauteten die Patentnummern aber etwas anders. Damals waren folgende US Patentnummern betroffen: 8280278, 8433219, 8437669, 8494411, 8630564, 8676090, 8682215 und 8688008. Unterschiede zwischen beiden Patentserien lassen sich auf dem ersten Blick erst einmal nicht erkennen.

Das Vorgehen von Canon war noch nie so aggressiv wie dieses Mal. Vermutlich will Canon einen großen Rundumschlag gegen die gesamte Konkurrenz per Gericht ausfechten. Vermutlich entscheidet dann die Kriegskasse, welche Seite sich am Ende bis zur höchsten Instanz durchkämpfen möchte. WTA und KMP hatten es in Deutschland vorgemacht, dass es nicht klug ist, gleich klein bei zu geben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die betroffenen Hersteller sich zusammentun und eine Nichtigkeitsklage gegen das Patent anstreben. Schließlich ist die letztendliche Erfindung des Laserdruckers schon sehr alt und die aktuellen Patente stellen eigentlich keine wirkliche neue Errungenschaft dar.

Hier ein Vergleich: Eine Abbildung aus dem aktuell abgemahnten Patentanspruch aus dem Patent 9746826 und aus dem Patent 8280278:

Das Dongle Gear Patent

Abb. aus dem Dongle Gear Patent 8280278

Das Dongle Gear Patent 9746826

Abb. aus dem Dongle Gear Patent 9746826

Canon geht erneut gegen Amazon-Händler wegen Patentverletzungen vor

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

Wie Canon in einer Pressemitteilung berichtet, hat Canon gegen den deutschen Amazon-Händler New Time Trade GmbH am Landesgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dabei geht es erneut um Toner mit dem Dongle-Gear. In diesem Fall um eine HP kompatible CE255A Kartusche.

Das von KMP und WTA gewonnene BGH-Entscheidung scheint also vor Abmahnungen von Canon nicht generell zu schützen. Das Dongle-Gear-Patent als solches wurde nicht für nichtig erklärt, sondern gilt weiterhin. Es scheint nur so zu sein, dass das Recyceln der Kartusche keine Patentverletzung darstellt. Insbesonders wenn man das Original-Dongle-Gear weiter verwendet und nicht durch ein neues baubleiches Gear ersetzt.

Wer die Originalkartusche nur 1:1 nachbaut, der verletzt weiterhin das Patent von Canon EP2087407.

Im Fall der New Time Trade GmbH hat Amazon bereits reagiert und den Artikel mit der ASIN B00VQPUUZU gelöscht. New Time Trade verkauft Produkte in einem Amazon-Shop unter der Marke N.T.T.

Die kompatiblen Toner, die TONERDUMPING anbietet sind hingegen patentsicher. Sie stammen entweder von Ninestar, Aster oder Printrite – den drei Anbietern, die jeweils eine patentsichere Lösung für das Dongle-Gear gefunden haben.

WTA und KMP gewinnen Rechtsstreit gegen Canon in Karlsruhe

Da werden heute in Suhl und in Eggenfelden die Sektkorken geknallt haben. Wie heute der Branchen-Newsdienst PBS-Business berichtet, kippte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Canon-Patentklage gegen WTA und KMP. Bei der angeblichen Patentverletzung ging es um das sogenannte „Dongle-Gear“, einem beweglichen Kupplungszahnrad an der Tonerkartusche. In den beiden Vorinstanzen ist bislang Canon als Sieger hervor gegangen. In der nun letzten Instanz wurde die Klage abgewiesen.

Eine Revision ist nicht möglich

Die Kosten dieses Verfahren und die Kosten der letzten Instanzen inklusive aller Anwaltskosten muss nun Canon bezahlen. Mit einem solchem Urteil im Rücken könnten WTA und KMP auch Schadenersatz gegen Canon einklagen. Schließlich wurde ihnen mehrere Jahre verboten Toner einiger HP-Laserdrucker zu verkaufen.

Urteilsbegründung liegt noch nicht vor

Eine Urteilsbegründung liegt im Moment noch nicht vor. Die Begründung der Klageabweisung könnte durchaus interessant werden. WTA und KMP haben ja beim Recyceln der Toner die Original-Dongle-Gears weiter verwendet und nur die Trommelwalze getauscht. Das Produkt wurde sozusagen repariert. In den Instanzen vor der BGH-Entscheidung wurde die Trommeleinheit und das Zahnrad als ein ganzes Teil betrachtet, das patentrechtlich geschützt sei. Zumindest in diesem Punkt müsste der BGH nun widersprochen haben.

Ist jetzt das Dongle-Gear Patent tot?

Denkbar wäre aber auch, dass der BGH das ganze Patent als zu schwach einstuft. Schließlich ist ein bewegliches Zahnrad keine wirkliche technische Errungenschaft im 21. Jahrhundert. In diesem Fall wäre als nächster logischer Schritt eine Patentnichtigkeitsklage. In diesem Fall wäre dann auch für den chinesischen Billig-Toner-Anbieter die Türe wieder weit geöffnet und Canon müsste seine einstweiligen Verfügungen der letzten Monate wieder zurückziehen.

Eine von 108 Abbildungen zum betreffenden EU-Patent

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