| Druckerpatronen sind meist Tintentanks, die in Tintenstrahldrucker eingesetzt werden. In befindet sich die Tinte, die durch den Druckkopf auf das Papier geschleudert wird. Am Markt haben sich heute zwei Systeme durchgesetzt. Es gibt Tintenpatronen, die bereits einen Druckkopf integriert haben - sogenannte "Druckkopfpatronen" oder Patronen mit "Wegwerfdruckkopf". Zum anderen gibt es Druckerhersteller, die den Druckkopf als seperates Verschleißteil in den Drucker einbauen und bei dem man nur die Tintentanks wechseln muss. Bei vielen Epson-Druckern lässt sich der Druckkopf nur mit erheblichen Aufwand ausbauen und ist für Endverbraucher nicht nachbestellbar. Ist in einem Epson- oder Brother-Tintenstrahldrucker der Druckkopf verstopft, dann hilft in den meisten Fällen nur noch die Anschaffung eines neuen Druckers. Druckerpatronen mit integriertem Druckkopf Fast alle HP-Tintenstrahldrucker und Lexmark-Tintenstrahldrucker haben ihren Druckkopf in die Durckerpatrone integriert. Dieses System lohnt sich vor allem für Anwender, die auf Farbdruck nicht verzichten wollen und den Drucker nur selten beanspruchen wollen. Wer weniger als einmal die Woche und dann auch nur weniger als 10 Seiten pro Wochen druckt, ist der perfekte Anwender für einen Drucker mit Druckkopfpatronen. Hier gilt dann auch: Umso billiger der Drucker, desto weniger Tinte ist in den Druckerpatronen. In einer HP Nr. 21 Druckerpatrone ist beispielsweise nur 5 ml schwarze Tinte enthalten. Damit kann man im besten Fall etwas mehr als 100 Textseiten drucken. Man kommt daher auf einen Seitenpreis von ca. 15 Cent. Dafür kosten die HP-Tintenstrahldrucker dann auch nur um die 30 Euro und wenn die Düsen eintrocknen hilft die Anschaffung einer neuen Patrone. Am meisten sparen Anwender dieser Patronen mit einem Refillset, mit dem man die Patrone noch ein paar mal auffüllen kann. Die Druckqualität und Reichweite nimmt aber von Mal zu mal weiter ab, bis wieder eine neue Druckerpatrone angeschafft werden muss. Druckerpatronen ohne integriertem Druckkopf Bei Brother, Epson und bei den meisten Canon-Tintenstrahldruckern, ist die Druckerpatrone vom Druckkopf getrennt. Der größte Vorteil: Die Druckkosten sind für Anwender, die regelmäßig und viel drucken - selbst mit Original-Druckerpatronen - niedriger. Druckerpatronen lassen sich oft leichter nachfüllen und vor allem ist der Nachbau technisch und rechtlich möglich. Bei Druckkopfpatronen schützen sich die Druckerhersteller mit Patenten, die einen Nachbau unmöglich machen. Patente lassen sich nur bei nachgebauten Patronen umgehen, indem die Form etwas anders ist, oder indem die kompatible Patrone eine patentierte technische Funktion anders löst, als bei der Original-Druckerpatrone. Bei Brother gibt es die Besonderheit, dass die Druckerpatronen fest verankert werden und über Schläuche gelangen die Patronen zum Schlitten, der den Druckkopf enthält. Dadurch hat der Schlitten weniger Gewicht zu transportieren - der Drucker ist deshalb beim Druck flüsterleise. Der Nachteil ist, dass auch Schläuche schnell austrocknen, wenn der Drucker ein paar Wochen ungenutzt bleibt. Daher haben Brother-Geräte einen kleinen Kalender eingebaut und nach ein paar Tagen reinigt sich das Gerät von selbst. Ärgerlich, wenn das Gerät im Schlafzimmer steht und der Drucker dann beginnt sich lautstark bemerkbar zu machen. Wer dann allerdings die Stromzufuhr unterbricht spart zwar Strom, kann aber dann damit rechnen, dass nach ein paar Wochen der Drucker tot ist - und dann helfen auch keine 3 Jahre Garantie, da Brother Verschleißteile von der Garantie ausgenommen hat. Epson-Drucker haben die ungünstigste Kombination: Die Patronen haben keinen Druckkopf integriert, es besteht daher Austrocknungsgefahr - trotzdem sind die Druckkosten hoch. Die Patronen haben wenig Tinteninhalt und einen Chip, der das Nachbauen erschwert - zumindest teurer macht. Nachfüllen ist nur mit einem Chipreseter möglich. Zudem überlistet Epson die Druckerpatronen-Nachbauer mit regelmäßigen Firmwareupdates. Hat die nachgebaute Patrone bei einem Epson Stylus SX100 noch gepasst, ist bei dem Epson Stylus SX100, der zwei Wochen später verkauft wird die Firmware so verändert, dass der Drucker die nachgebaute Druckerpatrone nicht mehr akzeptiert. Bei Epson ist also vor allem im Billig-Drucker-Bereich große Vorsicht geboten. Wenn es ein Epson sein soll, dann können wir nur einen Business-Inkjet empfehlen. Hier sind die Tintentanks besonders voll. Sogar der Resttintenbehälter kann gewechselt werden. Die Anschaffung ist aber teuer, mehrere Hundert Euros kostet so ein Gerät - also nix für das Home-Office. Epson-Drucker ohne Druckerpatrone Leider war der Epson Eco-Drucker vermutlich nur ein Marketinggag. Seit Monaten warten wir von Epson darauf, dass uns mitgeteilt wird, wo man dieses Gerät kaufen kann. Geplant war ein Drucker, der eine riesige Tintenpatrone integriert hat. Diese soll mehr als 10.000 Seiten drucken. Wenn diese leer ist, kann man den Drucker dem Händler zurück geben und erhält für 300 Euro einen neuen Drucker. Seitenpreis 3 Cent inklusive Gerätekosten. Tolle Idee, es blieb aber wahrscheinlich nur bei der Idee. Die Umsetzung fehlt leider immer noch. Etwas mehr beim Drucker ausgeben, dann werden die Verbrauchskosten billiger... Bei HP lohnt sich die Anschaffung eines HP Officejets L-Serie, also Drucker, die die Druckerpatronen Nr.88 verwenden. Diese gibt es als nachgefüllte Patronen für 12,99 Euro und enthalten 29 ml pro Farbe. Die schwarze Patrone kostet ebenfalls 12,99 und hat sogar 69 ml Inhalt. Das Gerät kostet nur knapp über 100 Euro und ist zudem ein Multifunktionsgerät. Bisher ist das die Druckerempfehlung von Tonerdumping für das Jahr 2009. |